Blockchain: Energierversorgung ohne Energieversorger

  • Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Art sinnvoll sein kann. Da meint jemand, er habe eine geile Idee ersonnen, wie man mit wenig Aufwand jede Menge Geld machen kann!


    Blockchain wurde für die Bitcoins erfunden, um sicher zu stellen, dass keine Coin zweimal im Umlauf sein kann. Deshalb werden alle ´Coin-Anmeldungen´ in einer verschlüsselten Kette gespeichert, wobei die jeweiligen Einträge zu einer Modifikation des aktuellen Schlüssels verwendet werden. Wenn man also von dem ursprünglichen Schlüssel aus die Chain verfolgt, dann kann man jede Manipulation eindeutig erkennen und nachweisen!


    Einmal im Jahr bekomme ich die Aufforderung meines Versorgungsunternehmens, doch bitte die Verbräuche auf einer Postkarte einzutragen und ihm zuzusenden. Wenn ich oder das EVU der Meinung sind, dass die Zahlen nicht plausibel sind, dann entsteht Aktivität. Wozu braucht man da eine kryptographisch abgesicherte und im Minutentakt oder Tagestakt abgefragte Information?


    Diese Idee kann man, ohne vorher Feldversuche gemacht zu haben, gleich in die Tonne drücken! Früher hat man das schlicht als Zeitungsente bezeichnet.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zur Übertragung der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher brauchen wir nun mal die Netzbetreiber,
    und dafür verlangen sie (nicht wenig) Geld. Wie soll eine Blockchain-Technologie dabei helfen dieses,
    gesetzlich festgeschriebene, Prinzip zu umgehen?
    Und warum sollten uns die Netzbetreiber oder der Gesetzgeber dabei unterstützen?


    Abgesehen davon, um von einem Test mit 10 Häusern gleich auf ein ganzes Land oder gar den Rest der Welt
    hochzufahren, bedarf es wohl noch einiges mehr an Überlegungen als nur die Verrechnung. :x


    rosch

  • Zitat von rosch

    Zur Übertragung der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher brauchen wir nun mal die Netzbetreiber,
    und dafür verlangen sie (nicht wenig) Geld. ...
    rosch


    Richtig lesen, steht doch da:

    Zitat

    Neu an dem „Brooklyn Microgrid“ ist, dass sie auch Abrechnung und Bezahlung direkt untereinander abwickeln, ohne einen dazwischen geschalteten Versorger.


    Es geht also nicht um die Netzbetreiber.
    Die Netzbetreiber sorgen nur per Wegezoll/Maut das der gekaufte Strom auch beim Käufer ankommt.
    Strom kaufen/verkaufen das ist bisher Aufgabe eine Energieversorgers.
    Wenn der aber wegfällt bzw. überflüssig wird, wenn Anbieter und Käufer von Strom das untereinander aushandeln ...

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
  • stan


    Ich hab schon richtig gelesen, es geht um den Energiepreis. Der ist eigentlich unwichtig,
    und macht auch derzeit nur einen vernachlässigbaren Bruchteil der Gesamtkosten aus.
    Und da es dann zukünftig ja noch mehr Anbieter (=Angebot) gibt als bisher, wird er noch sinken.
    Die eigentliche Abhängigkeit besteht jetzt und auch weiterhin hauptsächlich vom Netzbetreiber, denn denen
    gehören nun mal "die Kabel". Und den Wegezoll den sie dafür verlangen, können sie gemeinsam mit ihren
    Freunden von der Politik beliebig gestalten.


    Das Ziel kann also nur maximaler Eigenverbrauch sein, und so wenig wie möglich zuzukaufen.


    rosch

  • In den USA sind die Netzbetreiber deutlich heftiger reguliert, als in Europa!


    Überrenditen aller 50 Hz & Co. sind da nicht drin!


    Aber kein Argument ist dem Michel zu blöd, um seinen ökonomisch und ökologischen Unfug , der aus niedrigsten Opportunisten Motiven gespeist wird, zu argumentieren und zu verbreiten.


    Es macht für die Energiewende und die Netze gar keinen Unterschied, ob der Strom nun selbst verbraucht wird oder ob sich die Verbraucher am Angebot orientieren!


    Sorry doch! , denn zweites würde Geschäftsmodelle mögliche machen, die die Energiewende befördern und ersteres behindert die Energiewende und die Netzstabilität und vor allem die ökonomische Basis der Finanzierung des Umbaus!


    Das dämliche Speicherargument kommt von RWE & e-on Lobbyisten, aber da macht man sich ja gemein mit den Verhinderen, der Stabilisierung unser Volkswirtschaft , durch nachhaltige Steigerung der eigenen Wertschöpfung im lebenswichtigen Segment Energie.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010


  • Es geht nicht primär um den Preis, es geht darum wie "wir" uns zukünftig mit Energie versorgen und wer die Beteiligten sind.
    Was ist wenn wir uns regional versorgen inkl. Leitung.
    Der Netzbetreiber ist mir egal, wenn ich z.B. eine komplette Straßenseite/ein Wohngebiet selbst mit Leitungen versorge ohne öffentlichen Grund zu benutzen?

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
  • Zitat von stan

    Der Netzbetreiber ist mir egal, wenn ich z.B. eine komplette Straßenseite/ein Wohngebiet selbst mit Leitungen versorge ohne öffentlichen Grund zu benutzen?


    Dann kannst du auch gleich eine Energiegenossenschaft (siehe Wikipedia) gründen und auf das Blockchain verzichten.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Preis 28 c/kWh
    Stromerzeugung (Beschafung), Vertrieb 6c -> Vertrieb
    Umsatzsteuer 5c
    Stromsteuer 2c
    EEG 6c
    Netzentgelte,Messung,Abrechnung 7c -> Abrechnung
    Sonstiges 2c


    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Stromgestehungskosten
    => Ich frage mich die die Stromgestehungskosten
    und die Strompreise (Beschaffung) zusammenpassen.


    Mit der Blockchain lassen sich Kosten für Vertrieb+Abrechnung sparen.
    Selbst wenn es in dem Beispiel nur 2c ausmachen würde, sind das 7%

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp

  • Hi,


    Zitat von stan

    Strom kaufen/verkaufen das ist bisher Aufgabe eine Energieversorgers.
    Wenn der aber wegfällt bzw. überflüssig wird, wenn Anbieter und Käufer von Strom das untereinander aushandeln ...


    nach der aktuell gültigen Gesetzeslage in Deutschland würde dieses Modell bedeuten, dass alle teilnehmenden Verbraucher mit einem Schlag "Elektrizitätsversorgungsunternehmen" werden.
    Denn diesen schmucken Titel trägt JEDER hier, der Strom an einen Letztverbraucher liefert.


    Insofern geht der Artikel komplett an der Realität vorbei, denn es würde sich gar nichts positiv ändern und es könnte so kein nennenswertes Einsparpotential generiert weren.