Mechanische Batterie für meine PV-Anlage

  • Hey Leute.
    ich habe seit kurzem eine 9,81 kWp Anlage von Sunpower (30 Module) mit einem Fronius Symo 8.2-3-M Wechselrichter.


    Mit der 70/30 Regelung bedeutet es für mich das ich alles über knapp über 7kW Produktion an die LSW verschenke.
    Es kommt ja nur im Sommer vor und dann auch nur an echt guten Tagen.
    Eine DC Batterie fand ich zu teuer für die geringe Leistung und Ladezyklen. Da ich Mechaniker bin hatte ich die Idee eine Mechanischen Batterie auf dem Dachboden zu Platzieren.
    Ich hab davon zu wenig Ahnung, aber wenn ein Motor mit dem Überschüssigem Strom ne Tonne langsamm nach oben bewegt und bei Bedarf die Schwerkraft wieder Strom Produziert, wäre es doch machbar, oder?


    Wenn sich jemand in die Thematik einfuchsen kann oder sogar so etwas selbst gebaut hat würde ich mich sehr über Infos freuen.


    Ich verspreche mir dadurch langlebigkeit gegenüber einer Batterie und vor allem vllt mehr Energie speichern zu können um z.B. Im Winter davon zu zehren.


    Liebe Grüße
    aus dem Raum Wolfsburg

  • Hallo,


    diese Idee hatte ich auchmal. Leider kommt dabei nicht viel rum. :(


    Auf http://www.maschinenbau-wissen…k/304-potentielle-energie ist weiter unten ein Beispiel von 3 Tonnen welche um 20 m gehoben werden.
    Als Ergebniss sind 588,6 kJ errechnet worden.


    Auf http://www.rapidtables.com/convert/energy/Joule_to_kWh.htm kann man Joule in kWh umrechnen. Achtung 588 kJ sind 588000 Joule ! :-)
    Da kommen 0,1633 kWh raus.
    Ich habe das auf mehreren Seiten nachgeprüft.
    Der Aufwand für nur 1,6 kWh 30 Tonnen um 20 m zu heben war mir dann doch zuviel.


    Gruß Markus

    Anlage 1: 26 x Eging 185W; Sunnyboy 4000TL
    Anlage 2: 5 x Eging 185W; AEConversion mit spezial FW; Akku 24V/240AH
    Überwacht: Solarview auf Raspberry mit S0 und D0

  • alter schwede. ich hab da mit anderen werten gerechnet. danke für die links. lese mir das gerne durch. =)

  • Es gibt schon Bereiche wo "Mechanische" Batterien eingesetzt werden. In Großen Rechenzentren als Primäre USV.
    Dabei werden jedoch sehr Große Schwungmassen in Rotation Versetzt die sich in einem Raum mit sehr dünner Luft
    befinden. Kenne leider hier keine Größenangaben aber denke nicht das es für den Privat Einsatz zu gebrauchen ist.

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp

  • Hi,


    ich habe mal ein paar Informationen zur Schwungrad Speicherung herausgesucht.
    + Für 10kWh braucht man zwischen 200 - 2000kg Schwungmasse.
    - Es wird mit 4000 - 50000 Umdrehung pro Minute gearbeitet.
    + Kein Problem mit Entladungen auf 0%
    + Sehr hohe Ströme möglich
    - Aufwendig wenn Verlust Minimiert werden soll (Hochvakuum, Magnet Lagerung)
    + Sehr lange Lebensdauer (ggf. Lagerwechsel erforderlich)
    - In den BEschreibungen wird dieses System nur für Überbrückungen bis in den Minutenbereich eingesetzt.


    Weitere Informationen:
    http://www.riello-ups.de/media…ve2/17_Schwungrad_VDC.pdf
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwungradspeicherung

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp

  • Eine weitere Alternative wäre ein Druckluftspeicher, 1m³ kann bei 70Bar ca 8.25 kWh Speichern.
    Hier tauchen aber Probleme mit der Wärme die beim Komprimieren entsteht und einen Energieverlust bedeutet.
    Ich glaube dieses Thema wurde hier auch schon mal Diskutiert.
    Denke hier hast du bei eine höheren Umwandlungsverlust einen Deutlich niedrigeren Lager Verlust.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Compressed_air_energy_storage

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  • Einige Leute scheinen hier ein (Schwung) Rad ab zu haben :?
    Und ne Tonne langsam hochziehen, kann man da bei dir im Haus noch die Treppe benutzen?
    Das sind doch alles alte Hüte, die absolut nichts bringen!

  • Moin Solar-Scout, solche Kreisel-Systeme werden von den Stromversorgern eingesetzt, um Schwankungen im Bereich von Millisekunden bis maximal einer Minute ausgleichen zu können. Das dient nicht der Energie-Speicherung über längere Zeit, weil die ´Selbstentladung´ durch Reibung doch recht erheblich ist. Lohnt sich aber trotzdem, wenn das Netz einige hundert mal am Tag gestützt werden soll/muss. Der Vorteil gegenüber Batterien ist, dass diese Systeme nicht mit der Anzahl der Zyklen altern.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Wenn es durch die Fehlende Zyklenalterung und ggf. Möglichen Selbstbau in den Stromkosten unter die EEG Förderung kommt. Wäre die Möglichkeit damit bei Kurzen Wolken oder nach Mittags länger die 70% einzuspeisen. Bringt zwar wenig aber dann muss die Speicherung nicht über Nacht halten. Der Hinweis mit dem Minutenbereich hatte ich bereits drin. Ich hatte im Netz Hinweise auf 50% Verlust pro Stunde bzw Teilweise auch "nur" einen Verlust von 20% pro Stunde gefunden. Ich denke das ist Abhängig von dem Lager der Kupplung etc...
    Dachte es ist nur Interessant zu sehen welche Mechanische Möglichkeiten es noch gibt.


    Z.b. hier nicht Relevant aber Druckluft Speicher werden z.b. Offshore mit im Wasser versenkbaren Luft gefüllten Betonkugeln getestet wo schnell sehr hohe Drücke entstehen können.

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp