Inselanlage mit Fenecon BYD Hybridspeicher

  • Servus zusammen ! Ich versuche gerade eine Inselanlage mit einem Fenecon BYD Hybridspeicher zu Realisieren .


    Ich habe schon 9 Kwp montiert und den Speicher Provisorisch laufen lassen . (Es sind immer Drei Module in Reihe das sind , 120 / 100 Volt )dabei habe ich festgestellt , das die 3000Watt /
    Phase die die Wechselrichter des BYD können in manchen fällen zu wenig sind. Ich habe mir jetzt zwei Staplerbatterien mit 700A / 48 Volt besorgt. Der BYD hat zwei
    Laderegler die je 3500 Watt bei 70V - 120 V verarbeiten können . Da bei mir der meiste Strom zwischen 16 und 22 Uhr verbraucht wird will Ich die 9Kwp Pv nicht direkt in den BYD einspeisen weil der um 10 Uhr schon Voll ist und dann Abregelt .
    Sondern ich möchte die beiden Staplerbatterien in Reihe schalten und damit die Laderegler des BYD bedienen , der soll sich
    dann nehmen waser gerade braucht.
    Die 9Kwp der PV möchte ich mit einem 96 Volt Laderegler in die Staplerbatterien einleiten.


    Um eventuelle Spitzenbelastung bei einzellnen Phasen abzufedern möchte ich mit einem zusätzlichen Wechselrichter / Phase
    solange dazuspeisen als es nötig ist. Die Zusätzlichen Wechselrichter sollten Idealerweise auch mit den 96 Volt der Batterien laufen.


    Soweit der Erste Entwurf. Für Anregungen und Hilfen binn ich Dankbar ! Gruß Siegi

  • Die I-Panda LRs hab ich schon mehrfach verwendet. Die funktionieren - sind aber laut, da der Lüfter recht laut ist.
    Mit den 96V heben die eben den ganzen level an. Musst mal googlen.
    96V beim WR mit einem guten Wirkungsgrad ist auch so eine Sache.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Hallo,


    du trägst die Kirche ums Dorf .... sagt man bei uns.


    Gibt es einen Grund warum den BYD verwendest? Wie ich heraus lesen kann, hast du schon einen?


    Die sind einfach zu schwach.... die 3 tsd VA bringen die auch nur unter Laborbedingungen. Wenn du die wirklich verwenden willst, dann hänge einen Multiplus von Victron dazwischen, der kann wenigstens die Power liefern die man braucht.


    Hier also der Reperaturkit zu deinen BYD-System, hab das natürlich nicht getestet, da ich von den Chinazeug nichts halte:


    1. 3 x VICTRON Multiplus 5.0 Wechselrichter
    2. 2 x VICTRON MPPT 150/85 Laderegeler


    Du schliesst die Multiplus eingangsseitig auf das BYD Inselnetz ausgangsseitig an. Die VICTRON können das problemlos. Du schliesst dann alle Verbraucher an den "Dicken Blauen" an. Die Victrons synchronisieren sich nun auf des BYD Netz. Brauchst einen MK2 Adapter und die Software. In der Software VE-BUS Configurator und dort im VE-Config stellst du "Power Assist" auf "on". Das bedeutet, dass die Victrons dann das machen, was die die besonders gut können, ein verhunztes Netz auf Vordermann bringen. Die Eingangsstrombegrenzung stellst du auf 10 A ein. So liefert das BYD-Netz alles bis 10 A pro Phase und alles was darüber gebraucht wird, schiebt der Victron Wechselrichter bis maximal 30 A pro Phase dazu.


    Zu deiner Ladung aus der vorhandenen PV, da nimmst 2 Laderegler von Victron MPPT 150/85, die Laden dann die Akkus direkt, und lassen das BYD System vorne weg, das ist eben der Vorteil eines DC-Systems.


    Trenne Deine Staplerbatterien auf, so dass du 48 V hast, das ist effektiver und vor allen bekommst du vernünftige Komponenten. Sichere das ganze so ab, dass jeder einzelne Block abgesichert ist und die Zuleitungen von den Ladereglern sollten alle gleich lang sein.


    So, nun viel Spaß, du kannst auch 3 x Victron Multiplus 3.000 nehmen.... dann hast halt weniger Leistung. Die Laderegler des BYD würde ich deaktivieren. Die MPPT von Victron kosten nicht die Welt und so hast du zumindest ein System an welches dauerhaft das macht was es soll.


    Du kannst auch den Quattro 5.0 nehmen und das öffentliche Netz als zweiten Eingang verwenden, dann schaltet das gesamte System unterbrechungsfrei (USV) aufs Netz, sollten die Akkus leer sein (Winter). Dann hast die maximale Performance.


    Wenn "hätt ich" kommt, ist "hab ich" weg :mrgreen:


    Hier die neue Energiefreiheit zum gucken (Eigenwerbung :D )
    https://www.youtube.com/watch?v=LLDlc6uAQtI


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Servus VIC-RAPTOR ! Das ich eine Fenecon BYD Hybrid - Anlage habe ergibt sich einmal daraus das die Fa. Feilmeier nur
    10Km von mir weg ist . Zum zweiten daraus das ich die Vorschriften der BNA zum EEG / Inselanlagen erst jetzt gelesen habe .
    Ich währe auch im Leben nie darauf gekommen , das die BNA zur Förderung der Erneuerbaren Energien einen derartigen
    " Rückwärtssalto " macht . Ich bin beim Kauf der Anlage davon ausgegangen das ich Notfals mit einer Vollinsel mit Niemandem
    mehr etwas zu Tun habe. Da mein Jahresverbrauch demnächst bei ca. 17 000 Kwh sein wird hilft mir auch die 10Kwp Regelung
    nichts.


    Beim Kauf der Fenecon Anlage bin ich davon ausgegangen ca. 60 - 70 % des Bedarfs selbst zu Erzeugen und den Rest vom
    EVU beizumischen .


    Da die Anlage praktisch noch Neu ist ,kann ich sie eventuell auch wieder Verkaufen . Ich habe 14 000.-€ plus Mwst. bezahlt.


    Jetzt ist Nachdenken und Informationen sammeln angesagt , das wenigstens im zweiten Durchgang etwas Gescheites
    daraus wird . Gruß Siegi

  • Hallo Siegi,


    Wenn ich schon angesprochen werde mische ich mich natürlich gerne ein und kläre auf!


    Zur Anlagenkonfiguration:
    9 kWp DC-seitig auf den beiden Ladereglern ist eine sehr gute Konfiguration. Der Hybridspeicher ist so ausgelegt, dass Du eine weitere Anlage auch jederzeit AC-seitig einbinden kannst, der Speicher managt die dann automatisch mit. Nur die EEG-Umlage bei >10 kWp hält manche Kunden leider davon ab.
    Beim DC-seitig gekoppelten Anlagenteil kannst Du einstellen, wie viel Einspeiseleistung der Speicher hat. Also entweder voll, reduziert auf 30 oder 50% oder auch eine Nulleinspeisung - die nach aktueller Aussage vom Bayernwerk nur mit dieser Konstellation möglich ist (DC-Kopplung und 3-phasig realversorgend).
    Mit weiteren AC-Anlagen hast Du tagsüber natürlich mehr Leistung verfügbar. Allerdings wirst Du auch selten Speicher für 9 kWp PV-Anlagen finden, die mehr als 9 kW Ausgangsleistung - sowohl aus der PV-Anlage als auch aus der Batterie haben.


    Wenn Du mehr Batteriekapazität wünscht, kann man die Kapazität beim PRO Hybrid einfach durch weitere 10 kWh Batterieschränke erweitern. Das BMS bindet die Batterieerweiterung direkt mit ein. Eine Erweiterung ist durch unser mehrstufiges BMS, das wir so auch in unseren Großspeichern einsetzen, grundsätzlich auch später noch möglich.
    Natürlich kann man auch mit einem zusätzlichen Speicher (Blei oder Lithium) weitere Kapazität organisieren - damit schöpft man aber die große Flexibilität vom PRO Hybrid leider nicht aus und baut stattdessen Parallelstrukturen auf.
    Auch wenn ich technisch so ein Konzept nicht gut finden würde, so haben wir dennoch mit unserem FEMS Energiemanagement die Möglichkeit, einen zweiten Speicher sozusagen als Last anzusteuern, so dass er dann AC-seitig geladen wird.


    @ VIC:
    Was sollen diese unqualifizierten Kommentare? Ich lade Dich gerne mal zu uns ein, um Dir ein eigenes Bild über unsere Speicher zu machen. Wir haben vieles was Ihr auch als gute Ansätze in Kombianlagen habt bereits in integrierte Systeme eingebaut. Gerne kannst auch Messgeräte mitbringen...
    Hier meine Richtigstellungen:
    - unsere Speicher bringen volle 3 x 3 kW Ausgangsleistung
    - das ist einstellbar entweder auf "Realversorgung", dann wird auf jeder Phase die abgerufene Leistung ausgegeben - das ist insb. bei Nulleinspeiseanlagen und im Inselbetrieb, sowie für manche Netzdienstleistungen wichtig
    - oder man stellt einen 3-phasig symmetrischen Betrieb ein, dann wird die Ausgangsleistung auf die 3 Phasen aufgeteilt
    - die 9 kW werden sowohl aus der PV-Anlage als auch rein im Batteriebetrieb erreicht
    - wir sind damit sogar für Primärregelleistung präqualifiziert
    - da wir mit unserer B-Box auch mit Victron Wechselrichtern arbeiten (die auch ihre Fans haben) konnten wir im direkten Vergleich feststellen, dass die BYD-Wechselrichter sogar besser sind
    - einen "Reparaturkit" brauchen wir nicht und auch kein Kunde...
    - wir geben echten Drehstrom aus - auch im Notstrombetrieb; für uns ist Stromqualität ein sehr wichtiges Thema, insb. in vielen Gewerbeanwendungen und in Inselnetzen


    Zurück zu Siegi:
    - der PRO Hybrid kann auch als Vollinsel laufen
    - wenn er als Halbinsel oder in der Überschusseinspeisung läuft, dann ist die PV-Anlage beim Netzbetreiber und bei der BNetzA zu melden (auch wenn viele das unterlassen...)
    - wir haben aber sowohl für die Nulleinspeisung von Leistung (DC-Kopplung, Unsymmetrie) als auch für die Nulleinspeisung von Energie (unser Strom-Direktvermarktungsvertrag von Jura Strom) Lösungen
    - die Eigenversorgung und netzparallele Beimischung von Netzstrom ist der normale Betrieb des Systems - das ist technisch viel besser, erzielt höhere Eigenversorgungsgrade und ist zukunftsfähiger als Umschaltanlagen von "Vollinsel" auf vollen Netzbezug


    Ich bin sehr davon überzeugt, dass der Speicher für Deine Anforderungen eine sehr gute Lösung ist - und dafür stehe ich auch mit meinem Namen!
    Und solltest Du anderer Meinung sein, dann ruf gerne an oder schreibe mir.


    Schönen Gruß & schönen Abend,
    Franz

  • Hallo Franz Josef Fellmeier,


    ist ja gut, der Fenecon BYD ist ein guter Ansatz... aber für meinen Geschmack eine Zwischenlösung.


    Wir haben auch einen Nulleinspeiser in Verbindung mit Kaco WR. Der läuft wie "geschnittenes Brot" und wir können bis zu 60 kVA pro Phase auf eine Phase des öffentlichen Netzes beimischen..... das wären dann 180 kVA bei 400V/50Hz und nicht 3x3 kVA = 9 kVA.


    Der wird aber von uns nicht aktiv verkauft und das hat seine Gründe, glaube mir wir machen nix anderes als Systeme zu entwickeln. Ein Grund ist.... da haben wir ein System welches sich nicht toll vom Einheitsbrei der Speicherhersteller abhebt :mrgreen: Ein weiterer Grund ist der Markt.... der schreit nach Unabhängigkeit!


    ....tragischer ist, dass die BYD Anlagen alle Genehmigungen, Vorschriften, Anmeldungen und Steuern auch auf den erzeugten Eigenverbrauch wie eine herkömmliche PV-Anlage unterliegen. Wer will das heute noch, wenn er weiss das es auch anders geht? Das hat für mich nix mit einer unabhängigen Eigenstromversorgung zu tun. Ich verstehe ja, dass die letzten 16 Jahre toll waren, aber diese Ära ist zumindest für mich vorbei!


    Wir sollten neuen Lösungen offen sein!


    Zum Glück können wir wählen was wir herstellen Nulleinspeiser oder VIC-ZEROGRID.... :mrgreen:


    Sonnige Grüße

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Guten Morgen VIC-Raptor,


    ich kenne die Unabhängigkeitswünsche der Kunden auch sehr gut. Natürlich ist es naheliegend, sich dann so lange vom Netz wegzuschalten, wie man sich selbst versorgen kann und jedes Mal, wenn Leistung oder Kapazität des Speichers nicht ausreichen, auf das Netz zurückzuschalten ("Umschaltanlage").
    Netzdienlich ist hier der Sommerteil - also dass kein zusätzlicher "Sommer-Sonntag-Nachmittags-Strom" wie bei anderen PV-Speicher-Anlagen ins Netz eingespeist wird. Netzschädlich dagegen ist der Winterteil bzw. Strombezug bei hoher Leistung: es wird dann nicht mehr beigemischt, sondern komplett umgeschalten.
    Bei FENECON bekennen wir uns zu einer 100%-Energiewende - und diese ist leider mit Umschaltsystemen nicht möglich, weil der Speicher dem Netz nicht zur Verfügung steht.


    Auf EEG-Vergütung zu verzichten und den erzeugten Strom bestmöglich selbst zu nutzen (oder nur bei Bedarf ins Netz einzuspeisen) ist auch unsere Philosophie und wir bieten das neben der herkömmlichen EEG-Überschusseinspeisung als Alternative an und haben viele entsprechende Anlagen realisiert.


    Vergleich der Konzepte:
    Netzanmeldung beim VNB: bei Euch nur als Netzersatzanlage, bei uns als PV-Anlage.
    Einspeiseleistung: bei Euch grundsätzlich keine, bei uns zwischen 0 und 100% einstellbar. Beide Anlagentypen können auch bei eigentlich vollem Netzanschlusspunkt noch gebaut werden.
    Zähler für Stromeinspeisung: bei Euch wird keiner gesetzt, bei uns wird auch bei 0% einer gesetzt.
    Vergütung für Einspeisung: bei Euch grundsätzlich keine, bei uns einfach über unseren Direktvermarktungsvertrag wählbar zwischen Nullvergütung, Börsenpreis und normaler EEG-Vergütung
    EEG-Umlage: kein Unterschied; da auch bei Euch die Verbraucher nicht ganzjährig über eine Insel versorgt werden, müssen Kunden von uns und Euch EEG-Umlage bei Nicht-Personenidentität oder >10 kWp abführen.
    Steuern auf den Eigenverbrauch: kein Unterschied; in unserem Nulleinspeiser-Modell ist man auch von USt und ESt auf den Eigenverbrauch befreit.
    Netzdienlichkeit: wie gesagt sind Umschaltanlagen wegen der Unplanbarkeit sehr unbeliebt bei Netzbetreibern; wir bieten unseren Nulleinspeiser-Kunden an, am FENECON Energy Pool teilzunehmen und schenken ihnen dafür aus den Einnahmen für netzdienlichen Betrieb 1000 kWh pro Jahr (https://fenecon.de/page/stromspeicher-energy-pool). Auch bei SWM u.a. Energieversorgern kann man unsere Speicher beziehen (http://www.swm.de/solar) und bekommt (künftig) vergünstigte Tarife auf Basis von aktiver Netzdienlichkeit. Mit diesem Energiepartnermodell sind wir auch für die diesjährigen Energy Awards nominiert: http://energyawards.handelsblatt.com/news/


    Wie gesagt halte ich Eure Philosophie, dass das EEG für Kleinanlagen im Eigenverbrauch mit Stromspeicher ausgedient hat für vollkommen richtig und logisch und da seid Ihr den meisten mit EEG-Tunnelblick auch weit voraus. Allerdings halte ich die technisch eher einfache Lösung eines Umschaltsystems dabei eher für eine Zwischenlösung und eben leider nicht energiewende- und netzdienlich. 100% Energiewende heißt 0% fossile Energien - und auch 100% Netzstabilität durch dezentrale Anlagen. Das bekommen wir nur durch aktive Teilnahme hin - und das schöne ist, dass dafür bereits jetzt viel Geld ausgegeben wird, das man in Zukunft auf die Speichereigentümer umleiten kann.
    Dass man dann mit netzparallelen, EEG-befreiten Anlagen auch Strom zu Negativpreisen aus dem Netz beziehen kann ist natürlich ein weiterer Vorteil für den Kunden.


    Schönen Gruß & guten Start in den Tag,
    Franz


  • Guten Morgen und Danke für die ausführliche Antwort


    Wir haben zahlreiche Berührungspunkte und ich bin mir sicher, dass unser Weg und damit meine ich den Weg den Sie begehen und den Weg den wir begehen ein richtiger Weg ist. :D


    Wir haben einen unglaublichen großen Markt vor uns und die beiden Systeme haben ihre Stärken. Ich drücke die Daumen, dass die Netzbetreiber das auch so sehen wie Sie das beschreiben, dann wäre das eine sehr interessante technische Lösung.


    Ziel für uns ist, die Grundidee der Energiewende umzusetzen:"Der Eigenheimbesitzer versorgt sich selbst und unabhängig mit eigenerzeugter 100% umweltfreundlicher Energie und dies rentabel und dauerhaft"


    Beide Systeme werden weiter entwickelt werden und werden sich aufgrund der konstanten Grundeinstellung immer ähnlicher werden, da bin ich mir sicher. Es gibt in Detschland nur eine "handvoll" wirklich innovativer Systeme und ich zähle das "Nulleinspeisesystem" dazu. :D


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!