Zeitungshetze

  • Guten Morgen Zusammen,


    in unserem Wurschtblatt wurde die Erhöhung der EEG Umlage heute wieder mal "kommentiert" (Screenshot hänge ich bei Bedarf gerne an).
    Ich erinnere mich dunkel dass es irgendwo eine Grafik gab die zeigt dass die Anlagenbetreiber seit einigen jahren kaum an der Steiegerung partizipieren, finde sie aber nicht wieder.


    Könnte jemand diese Grafik und gerne weitere zugehörige Artikel nochmal verlinken? Es ist Zeit für einen Aruf beim Redaktionsteam und eine Kündigung :twisted:


    Vielen Dank,
    Andreas




  • Dann schicke denen mal das folgende Video. und den Artikel da ist alles gesagt.



    https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI


    http://www.sonnenenergie.de/in…x_ttnews%5Btt_news%5D=287


    Kannst Dich ja mal melden, ob und wie sie reagiert haben. Oft ist es auch nur Unkenntnis, Ich habe das selbst schon erlebt, dass bei näheren Erleuterungen von Zahlen und Fakten aus dem Bashing ... Ach so ist das... wird.




    Gruß Hadl



    Und lass Dich nicht beeindrucken, wenn jetzt einige "Pseudoexperten" hier auftreten und das Video als Lüge bezeichnen.
    Die haben eine besonders eigenartige Einstellung zur Energiewende..

  • Zitat von andig2

    Guten Morgen Zusammen,


    in unserem Wurschtblatt wurde die Erhöhung der EEG Umlage heute wieder mal "kommentiert" (Screenshot hänge ich bei Bedarf gerne an).
    Andreas


    Leider oder Gott sei Dank kenne ich euer "Wurschtblatt" nicht.
    Kenne auch nicht deine PLZ um im näheren Umfeld das erwähnte Wurschtblatt zu suchen


    Wenn du uns schon neugierig machst, dann Fakten Fakten Fakten, und an uns User denken :wink:


    http://www.iwr.de/news.php?id=31723

    9,1kwp - Süd (2009)

    2,5kwp - Nord (2019)

    Das beste Schnäppchen ist, wenn man das, was man nicht braucht, nicht kauft

  • Nimm das Video lieber nicht ...


    Die Erklärung ist leider nicht so einfach wie da dargestellt und der Trollpfosten sugeriert und Du machst dich unglaubwürdig bzw. der Journalist, in seiner Ehre gekränkt, könnte dich widerlegen und das bewerkstelligen.


    Es ist Richtig das der weitere Ausbau bei PV und Wind an Land die Vergütungszahlungen nicht gravierend weiter ansteigen ließe. Für das grundsätzliche Verständnis ist es aber wichtig zu wissen das die EEG-Umlagenhöhe und deren Entwicklung seit bestehen des EEGs nur indirekt mit der Entwicklung der Vergütungszahlungen zu tun hat. Also bitte nicht den Fehler machen und die Vergütungszahlungen mit der EEG-Umlage gleichzusetzen.
    Die starke Erhöhung (noch ist das ja nicht beschlossen) kommt halt aus verschiedenen Gründen zusammen:


    1. Die Börsenpreise sind aufgrund fallender CO2-Preise und fallender Brennstoffkosten weiter gefallen - damit mus ein größerer Teil der Vergütung an die EEG-Anlagenbetreiber über die Umlagge erfolgen - immer bedenken die Einnahmen über die EEG-Umlage sind (außer für den Aufbau der Liquiditätsreserve) immer geringer gewesen als die Vergütungszahlungen an die Betreiber
    2. der sogenannte Nichtprivilegierte Stromverbrauch - das sind die kWh auf die die EEG-Umlage erhoben wird - sinkt durch zunehmende Indiústrieprivilegien und Stromeinsparungen und Eigenverbrauch, wird die gleiche Geldmenge auf weniger kWh verteilt muss die Umlage steigen


    Sinnvolle Argumente (Sündenböcke) für das Wurstblatt sind also Industrieprivilegien, Industrieeigenverbrauch, und zu geringe CO2-Preise sowie der Import "billiger" Steinkohle mit hohen Quecksilbergehalten aus Übersee.


    Die Aussagen zu den Ursachen der EEG-Umlage, aus dem Artikel den roox hier eingestellt hat, sind leider ähnliche Propaganda wie das Video und wurden von Wissenschaftlern schon vor längerer Zeit widerlegt.


    Du kannst es Dir einfach machen und mit diesen Halb- / Unwahrheiten argumentieren oder Du musst Dir Mühe machen und das wissenschaftlich fundiert belegen - ob das Wurstblatt das wert ist musst Du wissen. Gerne helfe ich Dir bei der Argumentation wenn Du willst, aber das bitte als private Nachricht da hier ein Troll nur auf dieses Thema warte nachdem seine Spielwiese geschlossen wurde.
    Gruß Matthias


    Gruß Matthias

    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    5 kWp Solarworld / SMA

  • Hier ist ne hübsche Aufschlüsselung, vor 2014


    http://www.wie-energiesparen.i…h_die_EEG-Umlage_zusammen


    Hier ist noch mehr


    http://strom-report.de/eeg-umlage/


    Da sollte sich jemand von den "üblichen Verdächtigen" vielleicht mal hinsetzen und das grafisch sauber und übersichtlich aufarbeiten.

  • Hier ist auch eine schöne Erläuterung/Darstellung:


    Strompreise für Verbraucher steigen - Börsen-Strompreise sinken auf Rekordtiefs
    http://www.iwr-institut.de/de/…se-sinken-auf-rekordtiefs


    Erneuerbare Energien werden subventioniert - Staat zahlt keinen Cent
    http://www.iwr-institut.de/de/…e-EEG-Umlage-funktioniert


    Grüße
    Noppi

    28 kWp gesamt nach EEG 2012
    Ausrichtung Ost / Süd / West: 9,00 / 9,25 / 9,75 kWp
    Glas/Glas-Module Solarwatt 60 P 250
    Wechselrichter 1x SMA Tripower 12000 + 1x SMA Tripower 15000
    Datenlogger Powerdog LPR mit 5x geeichten Zwischenzählern an D0-Optokopplern


  • Auch das IWR ist als Propaganda-Institut leider sehr unglaubwürdig.


    Insbesondere der folgende Satz aus dem ersten Link ist erwiesenermaßen falsch (jeder, der sich mit der Materie etwas ernsthaft auseinandersetzt, müsste das erkennen, so eigentlich auch das IWR, was kein gutes Licht auf dieses Institut wirft):

    Zitat

    2. Warum die Strompreise an der Börse stark sinken und die Strompreise deshalb für Verbraucher steigen
    Der Hauptgrund für die sinkenden Strompreise an der Börse ist die geänderte Regelung des EEG-Stromverkaufs ab 2010 (neuer Wälzungsmechanismus) durch die schwarz-gelbe Bundesregierung.


    Es ist anhand der realen Daten erwiesen, dass der direkte Verkauf des EEG-Stroms an der Börse (statt einer Zuteilung an die Versorger wie vor 2010) kaum einen Einfluss auf die Höhe der Börsenpreise hat. Somit ist die Umstellung des Wälzmechanismus nicht der Hauptgrund für das Sinken der Strompreise an der Börse.
    Selbst der gesamte EEG-Stromverkauf 2013 an der Börse hatte gemäß einer Studie nur eine Senkung von 3,3 Mrd.€ zur Folge (0,62 ct/kWh). Wobei es auch im Jahr 2009 schon einen Senkung der Börsenpreise durch die EEG-Einspeisung und Zuteilung an die Versorger von 3,1 Mrd.€ gab.
    Die Hauptgründe sind der Verfall der CO2-Zertifikatspreise und der internat. Preise für Kraftwerkskohle, sowie das Überangebot an Kohlekraftwerkskapazitäten.
    Den Beweis findest Du mehrfach auf den letzten 50 Seiten des Threads:
    Merit- Order und das Märchen vom teueren EEG Strom

    10 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 2 Sunways NT6000. Flachdachgestell mit 20°, Ausrichtung Süd. Inbetriebnahme 13.7.2006.

  • Nur ein kleiner Einwurf, damit man sich nicht vergaloppiert bei der Argumentation.
    Das Geld aus der Umlage (und die Einnahmen aus dem Stromverkauf) geht schon zu nahe 100% an die Betreiber, die "Verwaltungskosten" sind da erfreulich gering auch wenn die eine oder andere Million möglicherweise einsparen könnte.
    Wenn man sich mal einig ist, daß die jeweilige Förderung angemessen war/ist (das dürfte schon schwierig genug sein, da kann man nur noch die "istso"-Karte ziehen), kommt dann der zweite Punkt, nämlich wie man diese Summe verteilt. Und da kommt halt raus, daß es vorwiegend die Privathaushalte und die kleinen Gewerbetreibenden zahlen.

  • Hallo Zusammen,


    erstmal danke für die vielen Antworten und Links. :danke:


    Tatsächlich muss ich mich erstmal korrigieren: Wurschtblatt ist übertrieben- tatsächlich ist die Zeitung unter den regional verfügbaren die einzig akzeptable. Zweitens habe ich im Eifer des Gefechts mit "Hetze" auch überzogen- richtiger wäre einseitige Darstellung gewesen. Als Referenz hier der Kommentar aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:




    Da ich schon mehrfach über ähnlich zu lesende Kommentare (Umlage steigt -> Betreiber sahnen ab -> Verbraucher sind die Opfer) gestolpert bin habe ich heute mal bei der Redaktion angerufen.


    Und siehe da: den Argumenten des Redakteurs zu Sinn und Verstand dessen was die Bundesregierung da tut konnte ich weitgehend folgen, die Diskussion war gut und offen und ich werde ihm gerne diesen Thread schicken. Warum darüber nicht häufiger geschrieben wird? Das Thema hätte die Zeitung auch schon gebracht, man kann sich nicht ständig selbst zitieren.


    Fazit: ich kündige nicht, wundere mich aber weiterhin warum man es mit dem durchaus vorhandenen Hintergrundwissen nicht schafft- aus meiner Sicht- durchgängig differenzierter zu berichten (die Frage habe ich tatsächlich nicht gestellt).


    Vielleicht ist es einfach zu anstrengend ständig gegen den Strom zu schwimmen.... :juggle:


    Viele Grüße, Andreas