Mit 200AH Batterien 30AH Batterien laden

  • Hallo,
    ich habe eine Inselanlage wobei das teuerste derzeit die Batterien waren. Diese sind jetzt oft voll aber nicht mobil, dafür hätte ich ein paar alte Autobatterien, die ich gerne dort "auftanken" würde. Aktuell klemme ich die großen ab und tu die kleinen an den Laderegler, was sie recht unnötig erscheinen lässt und Nachts nicht funktioniert. Ich hab gehört man soll keine leeren Batterien mit vollen zusammenschließen.


    Mir kam die Idee, kann ich nicht einfach einen 2. Laderegler nehmen und als Eingang statt ein Solarpanel die 2x100AH Batterien nehmen (eventuell noch Schalter dazwischen) und als Ausgang die 30AH Auto Batterie? Die Laderegler sind ziemlich billig und ich erkenne grad keinen Fehler in meiner Logik...


    Danke vorab!

  • Moinsen, nein, niemals einen Akku an den Modulanschluss klemmen. Der LR kurzschließt den Eingang, sobald die Ladeschlussspannung erreicht wird und somit wird Dein LR gnadenlos abrauchen. Für diesen Zweck kann ich Dir einen Imax b6 empfehlen. Kostet knappe 20€ und kann alles in Wunschstromstärke und Spannung laden.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • Zitat von haniball

    Ich hab gehört man soll keine leeren Batterien mit vollen zusammenschließen.


    Ja, kannste aber machen. Einfach mit dranhängen, dann werden die Autobatterien mitgeladen.


    MfG Georg

  • Einmal kann man vieles machen, aber wie gesagt halt nur ein mal... Die Innenwiederstände dürften viel zu unterschiedlich sein, als das das repetitiv gut geht unter Einhaltung der Lade- und Entladeparameter der jeweiligen Hersteller...


    Ciao


    Retrerni

  • Modellbaulader zb Graupner irgendwiefälltmirdasModellgradnichtein 14 oder 16 oder 18 können mit 11-15V Eingangsspannung Li, NiMH, NiCa und Pb laden. Der 18 er auch bis zu 12 Zellen Pb, also 24V
    Jan


    Mit freundlicher Unterstützung der Autokorrektur meines schnurlosen Telephons zur automatisch initiierten Verwirrung durch Wortverwurstung.

  • Ultramat hieß er
    Z.B. https://www.graupner.de/Ladege…RAMAT-18-Li-Pb-NiHM/6470/


    Mit freundlicher Unterstützung der Autokorrektur meines schnurlosen Telephons zur automatisch initiierten Verwirrung durch Wortverwurstung.

  • Ich hab das eine Weile so gemacht: Autobatterien an die Solarbatterie mit drangehängt.
    Das funktioniert, weil die Batterien in dem Spannungsbereich nicht spannungshart sind.
    Da fließen deshalb auch keine großen Ausgleichströme. Wenn man die Batterien nur zusammenschließ, bleibt die volle Batterie voll, und die Leere leer. Beim Laden wird dann die Leere überwiegend geladen.
    Ich mach das auch jetzt noch so, dass ich parallele Zellenreihen von der Solarbatterie abkoppel, eine Wartungsladung durchführe und wieder anschließe. Das sind alles Blei Säurebatterien, das funktioniert.


    Volle und leere Batterien funktionieren nicht zusammen in Reihenschaltungen.
    Wenn du bei der Fernsehfernsteuerung nur eine von zwei Batterien wechselst, wird demnächt die andere auslaufen.


    MfG Georg

  • Bei Starthilfe an Fahrzeugen passiert überwiegend nichts anderes, als Voll + Leer parallel. Mehr als leichtes Funken beim Anschluss ist nicht zu befürchten. Allerdings sollte man Vorsicht walten lassen, wenn die Geberbatterie am gasen ist. Die letzte Verbindung sollte hierbei auf jeden Fall an der Nehmerbatterie stattfinden, um die Gefahr einer Knallgasexplosion durch Lichtbogen zu minimieren. :!:

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • Moin haniball, wenn die große Batterie knackevoll ist und noch weiter geladen wird, dann liegen da maximal 15 Volt an. Wenn die kleine Batterie völlig leer ist, dann hat sie noch 11 Volt (dadrunter beginnt Batteriemord). Nehmen wir an, die kleine Batterie hätte 100 Ah, dann sollte sie mit maximal 10 Ampere geladen werden (mehr geht, muss aber nicht sein). Mein Vorschlag wäre, einfach in eines der Verbindungskabel einen Widerstand zu setzen.
    U = R * I
    4 = R * 10
    R = 0,4 Ohm
    Der nächste Wert in der E12-Reihe ist 0,39 Ohm. Besorg dir einen, der rund 20 Watt abkann. Die kleinere Batterie ist dann absolut sicher vor einem unerwünscht hohen Ausgleichsstrom geschützt und die Verluste am Widerstand werden immer kleiner, je mehr sich die Spannungen annähern. Diese Lösung ist vielleicht energetisch nicht das Optimum, aber absolut preiswert.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • ...Wobei der Nehmerakku hierbei nur insoweit geladen wird, wie sich der Geberakku durch PV in Absortion befindet. Wenn hoher Wert darauf gelegt wird, den mobilen Nehmerakku zuverlässig zu laden - unabhängig der Witterung und des SOC des Geberakkus, würde ich den anfangs erwähnten, oder ähnlichen Modellbaulader empfehlen.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

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