Neue Anlage dazu?

  • Hallo,


    im letzten Jahr 30.06. Ging meine 6,05kw Anlage mit Ausrichtung -15° und 38° Neigung in Betrieb.
    Sie hat im ersten Jahr statt der 5950 prognostizierten 6450kwh gebracht. Ca. 2000kwh habe ich selbst verbraucht.
    Eine Bwwp schließe ich gerade an. Eine Wärmepumpe ist in 3-4Jahren geplant.
    Nun habe ich noch 1-2Dächer übrig. Ein Satteldach mit Ausrichtung -105/ 75° je 9x3,6m. (Ist ein Nebengebäude) mit sehr tragfähigem Blechdach.
    Was muss ich beachten, wenn ich nun noch mehr Solar bauen möchte?
    Das Nebengebäude ist ca. 30m vom Haupthaus weg und hat lediglich ein 5x6mm2 Kabel als Anschluss.
    Eine Garage mit 8x2m habe ich auch noch.
    Und nächstes Jahr kommt noch ein Carport dazu.


    Könnt ihr mir ein paar Tipps geben?

    Fronius 6.0-M-3, 22x 275Wp TrinaSolar TSM05 seit 2015
    BWWP Feinwerk Top Air LS/WT270 seit 2016
    Fronius 8.2-M-3, 36x 270Wp JAM-6-BK seit 2017

  • Zur Anlage würde gut das Satteldach Ost/West in 70-hart mit 8-10KWp passen.


    Die WP wird sich eher über mehr Module nach Süden auf Garage und Carport mit einer Ausrichtung und dazu das WSW Dach vom Sattel als 2. Ausrichtung freuen.
    Als Ziel wieder 8-10KWp dazu bauen.


    Wie hoch ist der Jahresstromverbrauch jetzt?


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  • Mein ursprünglicher Jahresstromverbrauch war 5.500kwh. Ist jetzt bei 3300 gelandet.
    Den Hauptteil nimmt im Sommer eine Poolpumpe. Die Brauchwasserwärmepumpe ist leider noch nicht drin. Kommt aber in den nächsten Wochen dazu.
    Ein paar Optimierungen im Verbrauch sind natürlich schon durch unser Verbrauchsverhalten dazu gekommen. Z.B. Waschmaschine morgens per Zeitschaltuhr programmieren. Rasenbewässerung am Brunnen noch zur Tageslichtzeit (nimmt auch ca. 1,5kwh täglich im Sommer).


    MfG Xilli

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  • Zitat von Xilli

    im letzten Jahr 30.06. Ging meine 6,05kw Anlage mit Ausrichtung -15° und 38° Neigung in Betrieb.
    Sie hat im ersten Jahr statt der 5950 prognostizierten 6450kwh gebracht.


    Letztes Jahr wurde an etlichen Standorten in DE eine höhere Einstrahlung registriert als der prog Durchschnitt.
    Das ändert sich jedes Jahr. Hoffentlich hast du einen Datenlogger, dann könntest du die Erträge vom letztem Jahr schon mal für die ersten 6 Monate mit diesem Jahr vergleichen. Welche Unterschiede stellst du fest?

  • Ich habe das loggen erst Mitte September angefangen. Vorher hatte ich noch keinen S0-Zähler.
    Allerdings ist das doch eher nicht der Hintergrund.


    Muss ein neues Kabel vom Nebengebäude ins Haus?
    Muss ich noch irgendwelche Zähler installieren?
    Im Augenblick ist ein Zweirichtungszähler im Haus.


    Lohnt sich das überhaupt noch, die 2.Anlage dazu zu bauen?


    MfG Xilli

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  • Zitat von Xilli

    Muss ein neues Kabel vom Nebengebäude ins Haus?


    Wenn du die Stringspannungen ins Haupthaus ziehen willst ja. Ich würde aber an deiner Stelle einen neuen WR im Nebengebäude installieren. Der 8.2er Symo liefert max. 12A auf der AC-Seite, das geht locker über das 5x6mm². Das sollte in der Hausverteilung mit 35A abgesichert sein. Wichtig: An der Leitung darf kein weiterer Verbraucher angeschlossen sein, das Kabel sollte von der Hausverteilung direkt auf eine Unterverteilung im Nebengebäude gehen, dann kann man dort den WR anschließen.


    Zitat von Xilli

    Muss ich noch irgendwelche Zähler installieren?


    Nein, normalerweise wird die Einspeisevergütung über eine Proportionalrechnung über die Größe der Anlagengeneratoren berechnet. Sind z.B. beide Anlagen gleich groß und Vergütung 1 = 16 Cent, Vergütung 2 = 12 Cent, dann wird für die gesamte Einspeisemenge 14 Cent bezahlt.


    Zitat von Xilli

    Lohnt sich das überhaupt noch, die 2.Anlage dazu zu bauen?


    Natürlich. Grundsätzlich lohnt sich die PV immer noch auch ohne Eigenbedarf (6 kWp bringen rund 400 EUR pro Jahr), außerdem wird dein Eigenverbrauchsanteil auch noch ein wenig steigen, da vor allem im Schwachlastbereich (Schlechtwetter, Winter) noch mehr eigene Energie verbraucht werden kann.


    Habe für Anfang nächsten Jahres den selben Plan im Auge, allerdings kann ich meine 8kWp nur um rund 4 kWp erweitern :D

  • Zitat von passra

    Natürlich. Grundsätzlich lohnt sich die PV immer noch auch ohne Eigenbedarf (6 kWp bringen rund 400 EUR pro Jahr)...


    Kannst du mal vorrechnen, wie du das machst? Wenn ich mit 900 kWh pro kWp und Jahr rechne, sowie mit einem Preis für die Erzeugung von 10 Cent pro kWh und einer Einspeisevergütung von 12 Cent, dann bleiben bei meiner Rechnung bei einer 6 kWp-Anlage nur 108 Euro im Jahr über. Wäre schon interessant zu wissen, wie man einen viermal höheren Gewinn einfahren kann!

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Vom Hauptsicherungskasten im Haus ist bereits mit 35A zum Nebengebäude abgesichert. Im Nebengebäude ist eine Unterverteilung installiert. Von dieser geht es nochmal rüber auf die Garage. Dort gibt es ebenfalls eine Unterverteilung.
    Jeweils 5x6mm2.
    Merkt der Zweirichtungszähler also allein, dass da noch ein weiterer Einspeisender Symo ist?


    Wenn ich mir da max. 10kwp aufs Dach mache, muss doch bestimmt auch so ein Smartmeter mit rein?


    Meine jetzige Anlage fährt auf 70weich mit S0.
    Die neue hat ja dann quasi Ost/West mit geringerer Dachneigung.


    Muss ich mal rechnen.

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  • Hallo,


    Zitat von Xilli

    Könnt ihr mir ein paar Tipps geben?


    noch ein - zugegeben etwas ungewöhnlicher - Vorschlag.


    Du willst ja vermutlich unter 10 kwp bleiben, damit für Dich die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch nicht fällig wird, oder?
    In diesem Fall kannst Du insgesamt sogar 13 kwp zubauen.


    Max. 10 kwp als neue Anlage und die alte Anlage kann nach EEG § 61.3 (Satz 2.3) um bis zu 30% "erweitert" werden bei Wahrung des Bestandsschutzes.
    Diese Regelung zur Wahrung des Bestandsschutzes bei Erweiterung bezieht sich nur auf die Pflicht zur EEG-Umlage, alle anderen Gegebenheiten (Einspeisevergütung, Datum der Erstinbetriebnahme im Blick auf die Förderungsdauer usw.) bleiben davon unberührt.


    In diesem Falle zählen die "erweiterten" 3 kwp zu der alten Anlage, was die Pflicht zur Zahlung von EEG-Umlage bei EV betriffft.

  • Zitat von jdhenning


    Kannst du mal vorrechnen, wie du das machst? Wenn ich mit 900 kWh pro kWp und Jahr rechne, sowie mit einem Preis für die Erzeugung von 10 Cent pro kWh und einer Einspeisevergütung von 12 Cent, dann bleiben bei meiner Rechnung bei einer 6 kWp-Anlage nur 108 Euro im Jahr über. Wäre schon interessant zu wissen, wie man einen viermal höheren Gewinn einfahren kann!


    Gegenfrage: Wie kommst du auf Gestehungskosten von 10 Cent? Damit würden sich PV-Anlagen ja nie in 12-14 Jahren abzahlen lassen.
    Mein Ansatz ist ein aber anders: Ich habe 9000 EUR auf einem Sparbuch liegen (mit 0% Zins) und baue mit diesem Geld eine PV. Mit 6 kWp erzeugt sie im Jahr rund 6000 kWh/kWp (zumindest in Bayern). 6000 *0,12 = 720 EUR - 70 EUR Versicherung = 650 EUR. Davon kann man dann noch Rücklagen für den WR bilden, bleiben dir pro Jahr eben 400 - 500 EUR als Verzinsung deines eingesetzten Kapitals.
    Wenn ich alles eigenfinanziere, brauche ich ja keinen Kapitalrückfluß zur Abzahlung.
    Ganz davon abgesehen, dass meine fremdfinanziert 8kWp-Anlage durch den Eigenverbrauch im Jahr rund 1100 EUR abwirft und somit der Kredit in 12 Jahren abbezahlt werden kann.