Hagelschaden PV Module

  • Hallöchen,


    Weingarten vor knapp vier Wochen ein Jahrhundert Hagelereignis mit 8 cm Hagelkörnern. Die habe immense Schäden verursacht, nur meine 22 Kwp PV Anlage scheint heil davon gekommen zu sein. Eine Thermografie ergab keinerlei Beschädigungen.
    Nun hört und liest man immer wieder von Microrissen, die in nachfolgender Zeit die Anlagenleistung stark mindern können. Der Nachweis dieser Risse scheint ja sehr schwierig zu sein.
    Meine Anlagenversicherung will zwingend den Schaden nachgewiesen haben, wenn denn einer vorliegt. Dies kostet aber ja nun mal richtig viel Geld und wenn die Module intakt sind, böeibenochbaif den Kosten hängen.


    Was würdet Ihr an meiner Stelle weiter machen?



    Grüsse

  • Ich könnte mir vorstellen das ein Schaden am ehesten mit einer Elektrolumineszenzaufnahme entdeckt werden kann.
    Zu den Kosten kann ich nichts sagen.
    :arrow: Low cost Outdoor Elektrolumineszenz

    Schott String1 DN 50°, Süd+30°/ String2 DN 45°, Süd+20°/ Kostal Piko 5.5 6,08 kWp 2011
    Schott DN 35°, Süd+30°/ SMA SB1300TL-10 1,33 kWp 2012
    JK:26 D:3 T:1
    L:37 D:8 T:3

  • Hi,


    Zitat von Tuwok

    Was würdet Ihr an meiner Stelle weiter machen?


    ich würde mir der Versicherung gegenüber eine spätere Schadenmeldung offenhalten mit dem Hinweis, dass sich die Folgen möglicherweise erst nach einigen Monaten zeigen. Also eine Schadennummer für den Vorgang geben lassen und dafür sorgen, dass der Fall mindestens ein Jahr, evtl. länger, offen bleibt.

  • Guten Tag,


    das im o.g. Link genannte Mitglied pv-buero soll dir evtl. ein Angebot unterbreiten.


    Ich habe für meine 6 kW Anlage bei einem aus meiner nähe testenden Unternehmen für die EL-Testung Brutto ca. 3500.- EUR bezahlt.


    Das teuerste waren die Gerüstkosten weil mit einem Hubsteiger die Anlage nicht erreicht werden konnte.
    Teuer ebenfalls noch Kosten für die An- Abfahrt und evtl. Hotel wenn die testende Firma von weiter her kommt. (die EL-Testung kann nur Nachts bei Dunkelheit (ab ca. 22:00 Uhr) erfolgen.)


    Dann gibt es alternativ noch mobile Testcenter.
    Hier werden die Module abgebaut und in einem Anhänger mit Messgeräten getestet.
    (Kosten keine Ahnung aber wohl die teurere Metode)


    Bei mir waren bei einer Anlage von 26 Stück Modulen 4 sichtbar defekt und die restlichen 22 hatten Zellschäden durch Hagel.
    Bei der anderen Anlage waren von 56 Stück 1 Modul sichtbar defekt und 7 weitere Module hatten Hagelschäden welche durch die EL-Testung gefunden wurde.
    Auf den Anlagen sind unterschiedliche Module verbaut.


    Die beiden Anlagen sind nebeneinander auf getrennten Gebäuden. Soll heißen dass von einer Anlage nicht automatisch auf die andere geschlossen werden kann.



    Gruß
    CES

  • Wie gesagt. Nach der Thermografie scheinen die Module zu 100 % in Takt. Keine fehlerhaften Zellen und Hagelschäden zu erkennen. Von daher fällt es mir schwer, 3000 bis 5000 Euro in die Hand zu nehmen und bleibe anschließend auf den Kosten hängen weil nix defekt ist.

  • Wenn ich meine Module nach jedem Hagelschaden überprüfen lassen würde...........oha.
    Da wäre ich pleite bevor der EEG-Zeitraum abläuft.


    Gerade hat es hier noch gehagelt. Man konnte zwar sein eigenes Wort nicht mehr verstehen, hielt sich aber noch in Grenzen.
    Vor 4 Wochen kamen Tennisbälle runter:

  • Ich würde auch sagen, auf Glasbrüche checken und erstmal die Erträge und Anlage im Auge behalten. Das der Versicherung auch so mitteilen und dir eine spätere Schadensmeldung deswegen vorbehalten.
    Anlagen mit steileren Generatorwinkeln sind wohl bei Hagel im Vorteil.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Hallo,


    nach einem schweren Hagelereignis macht eine EL-Untersuchung Sinn, da auch oft Module betroffen sind, die keine direkten Glasschäden aufweisen. Wenn's keine Glasschäden gab, würde ich vorerst nur die Erträge checken.


    Unser PV-Check kostet 250.-€ Grundpreis plus 20.-€/Modulstrang plus Fahrtkosten ab Rüsselsheim plus evtl. Übernachtung.
    Größere Anlagen auf Anfrage.
    Als Ergebnis gibt's die EL-Bilder. Einen ausführlichen Bericht (der meist nicht gebraucht wird) müssen wir extra berechnen. (ca. 450.-500.-€). Wir sind inzwischen auf diese Untersuchungen spezialisiert und machen das ständig (mehrfach pro Woche).


    Hier gibt's öfter mal Bilder unserer PV-Checks.


    Gruß Matthias Diehl
    pvbuero