Erdreichaktivierung mittels PV

  • Habe wiederholt gelesen,das man in den Sommermonaten überschüssige Wärme aus PV und Raumkühlung über eine Wärmepumpe rückwärts wieder in dieErde schickt.Bin jetzt in einer Situation das täglich zu viel Wärme von der PV übrig ist.Die wärmepumpe ist noch nicht installiert,aber die Erdbohrung ist schon alles vorhanden.Hat sich hier schon jemand mit dem Thema befasst?Einspeisung steht nicht zur Debatte,es ist einfach genug Energie übrig,und ob im Winter Teile der Energie noch in der Erde vorhanden ist,konnte mir keiner sagen.In 80m Tiefe hab ich bereits eine Messonde installiert,zeigt 12,1°C an.Ist so denke ich ein interessantes Thema.Gruss Bernd

  • Zitat von bernd2013

    Bin jetzt in einer Situation das täglich zu viel Wärme von der PV übrig ist.


    kannst du dein Anlagenkonzept beschreiben? Bei meiner PV Anlage komme ich nämlich nie in die Situation daß Wärme übrig wäre, und schon garnicht zu viel davon.


    Zitat von bernd2013

    Hat sich hier schon jemand mit dem Thema befasst?


    nun, ich vermute mal einer von denen:


    Zitat von bernd2013

    Habe wiederholt gelesen,das man in den Sommermonaten überschüssige Wärme aus PV und Raumkühlung über eine Wärmepumpe rückwärts wieder in dieErde schickt.


    und genau die würde ich dazu auch befragen


    Zitat von bernd2013

    ...,und ob im Winter Teile der Energie noch in der Erde vorhanden ist,konnte mir keiner sagen.


    na sicher ist die noch in der Erde vorhanden, wo sollte sie auch sonst sein?
    nur ob du im Winter da etwas mit anfangen kannst, da habe ich starke Zweifel.


    Zitat von bernd2013

    Ist so denke ich ein interessantes Thema


    ja, ganz bestimmt.

  • die Erde wird normalerweise schon von innen beheizt (Erdwärme) , da macht es keinen Sinn zusätzlich im Sommer Wärme in das ungedämmte Erdreich einzubringen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Hallo Bernd,
    Damit habe ich mich bei unserem Hausbau auch beschäftigt. Bei einer einzelnen Bohrung hängt die Nutzbarkeit der eingespeisten Wärme mMn davon ab, ob sich das Wasser im Untergrund bewegt. Selbst wenn das nur ein paar Meter pro Jahr sind, ist die Wärme nach 4 oder 6 Monaten nicht mehr am Bohrloch, sondern daneben.


    Wenn der Untergrund kaum Wasser führt oder dieses nicht mobil ist, hast du eine Chance, die Wärme auch nach Monaten teilweise zurückzugewinnen.


    Mit einem Sondenfeld sieht es auch anders aus. Dann kann man in eine Sonde Wärme einspeisen und aus einer anderen wieder entziehen.


    Ebenfalls sollte es möglich sein, die Wärme nach kurzer Zeit wieder zu entziehen. Wenn du also zum Beispiel am Wochenende einspeist und unter der Woche wieder entziehst.


    So wie ich dich kenne, wirst du es sowieso ausprobieren und uns dann berichten ;-)


    Gruß Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Ich hatte auf einer Fachtagung einen Stahlbauer aus Cemnitz kennengelernt,er hat 10Bohrungen a140m,normale Wärmeentnahme im Winter 50Watt pro m und Stunde.Hat dann im Sommer die Wärme aus den Schweissarbeitsplätzen in die Erde versenkt und erreichte im nächsten Winter Werte bis 70Watt/m und Stunde.Ich denke wenn Wärme oder Abwärme vorhanden ist sollte man den Versuch starten,die Kosten sind sehr gering.Ansonsten muss ich mehrere WR abschalten.Ich gehe davon aus Energie kann man nicht genug haben.Durch die hohe E-produktion komm ich natürlch weit in den Winter.

  • Warum keinen *richtigen* saisonalen Wärmespeicher basteln. Stahltank - Tank im Tank im Erdreich versenkt und darüber die WP laufen lassen. Oder irgendwas ähnliches.


    Vermutlich würde eine Sonde im Winter eh Wärme liefern. nur das man nie wüsste ob es wirklich die eingebrachte Wärme ist.

  • Das merkt man schon, wenn die Sonde dann 13 Grad liefert statt vorher 12.


    Gruß Jochen

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  • Zitat von JayM

    Das merkt man schon, wenn die Sonde dann 13 Grad liefert statt vorher 12.


    Sind die Ergebnisse immer stabil ? Mhm, ich war bisher davon ausgegangen das man durch die Sonden die *Verhältnisse* beeinflusst werden. Sprich das es mal mehr oder Weniger werden kann.

  • Kommt drauf an. So eine Sonde hat ja zwei Hauptaspekte:
    - kurzfristige Entzugsleistung, typisch sind 50 W/m
    - jährlicher Energieentzug, hat mit der Regeneration übers Jahr zu tun. Entzieht man übers Jahr zuviel Energie, sinkt die Sondentemperatur über die Jahre.


    Wenn man also mit sommerlicher Wärmeeinspeisung eine messbare Temperaturerhöhung sieht, ist klar, dass man Wärme zurück bekommt.


    Bleibt die Temperatur gleich, kann es sein, dass man nichts erreicht hat. Oder man hat die langfristige Abkühlung durch ungenügende natürliche Regeneration kompensiert.


    Da hast Du dann auch Recht, wenn man vorher keinen Trend etabliert hat, kann es schwierig sein, den Erfolg zu beurteilen.


    Gruß Jochen

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  • Ich muss noch dazu sagen das ich bereits 50TL Wasserspeicher zur Verfügung hab,sind nach 2 Wochen intensiver Sonne auch auf 80-90°C und der Batteriespeicher (85 Kwh)ist auch Vormittags schon voll.Regeltechnisch wäre es das einfachste,wenn der Wasserspeicher 80°C erreicht hat,die Pumpen einschalten und die Wärme bis auf 70°C in die Erde fahren.Frage ist noch mit welcher Wassertemperatur kann man in die Erde reinpumpen.Gruss Bernd