Eigenbau Speicher an Sunny Island

  • guten Tag zusammen,
    nachdem ich hier schon viele nützlichen Informationnen gezogen habe,
    möchte ich hier auch mitteilen was ich daraus gemacht habe.
    Zu meiner Person:
    Ich arbeite im Grossraum Stuutgart bei einer Firma in der Entwicklung für Akkus, BMS und Ladegeräte.
    Seit 2013 habe ich eine Photovoltaik anlage auf dem Dach mit 12KWp (8Ost/4 West).
    Im Fuhrpark stehen u.a. ein Citroen Saxo Eletrique BJ 97 mit Original NiCD Zellen und ein
    Elektromotorrad Zero 2015DS mit 12,5KWh Batterie. 54PS 5,4s 0-100 Man kann mit Strom auch wirklich Spass haben . :D


    Mein Ziel ist es möglichst elektrisch mobil zu sein, mit eigenem Strom und hohem Autarkiegrad. Aus diesem Grund wollte ich auch einen Speicher haben, damit Abends nach der Arbeit mit der Sonne des Tages geladen werden kann.


    Ih weiss es ist aktuell noch schwer sich einen Speicher wirtschaftlich zu rechnen, man muss das haben wollen.


    Für mich kam dazu, dass aus einem nicht komplett abgerufenem Kundenprojekt Zellpakete mit 18560 Zellen über waren,
    daraus habe ich mit dann einen Speicher gebaut.
    Im Bild habe ich mal eine Übersicht über meine Komplette Anlage beigefügt.
    Interessant könnte für einige sein, dass es doch recht einfach möglich ist, z.B. eine Solaredge Anlage mit einem Sunny Island/Homemanager zu verheiraten.
    Aktuell läuft der SI im Bleimodus, Grenzen Sind eingestellt, dass der 14S Akku bei 4,15V/Zelle aufhört.
    Das funktioniert soweit ganz ordentlich. Das eigen entwickelte BMS hat noch nicht wegschalten müssen.
    Zur Zeit arbeite ich an der Kommunikation zwischen dem BMS und dem Island.


    So sieht das Ergebniss aus


    Weitere Infos folgen.
    Bin auf euere Fragen / Anregungen / Kritik gepsannt.

  • Hut ab, sehr schönes Projekt!


    ein paar Fragen dazu:
    Verstehe ich das richtig, du verhinderst nicht, dass du ins Netz zurück speist?
    Was mich noch interessiert..., kannst du dein eigen entwickeltes BMS etwas näher vorstellen :D
    Du schreibst, das BMS schaltet bei 2,9V / Zelle ab, wie weit entladest du die Akkus im Normalfall wirklich?


    Ich habe ein ähnliches aber viel kleineres Projekt vor und möchte die LiIon - Zellen im Bereich 3,2 - 4,1V betreiben.
    Das entspricht dann bei 14S ca. 45V - 57V. Aus Erfahrung im E-Bike Bereich erhöht sich dadurch die Zyklenzahl und Lebensdauer beträchtlich!


    Danke!
    Alfred

  • Interessantes Projekt, halt uns auf den laufenden. Das BMS was du verwendest, arbeitet es aktiv oder passiv?

    6,25 kwp - 25x SW Poly 250 Protect - WR Kaco blueplanet 4.6 TL1 - Ost/West - Solarlog 300 PM+

  • Also ich speise nur Überschuss aus der Potovoltaik ein.
    Die Kombination Sunny Island, Homemanager und Energy Meter verhindern einspeisen von der Batterie ins Netz.
    Das BMS basiert auf Chips von Texas Istruments. Ungefähr so wie in diesem Diagramm


    ein Analogfrontend und ein Chip der das Fuelgauge und Überwachen der Grenzen macht.
    Nach aussen gibt es aktuell den SM Bus damit kann ich mit einem PC Tool die Einzelzellen, Ströme, Temperature SOC SOH usw. sehen. Geplant ist jetzt ein Übersetzer von SM BUS auf CAN vom Sunny Island, da ich mit diesem BMS den SOC
    viel genauer wie der Sunny Island berechnen kann.
    Das BMS hat Halbleiter zum abschalten bei Feheler, es wird kein grosser Schütz/Contactor benötig.
    Die eingestellten Werte OV 4,2V und UV 2,9V sind die Werte bei denen das BMS im Fehlerfall abschalten würde.
    Die tatsälichen Werte regelt der Island. Berechnet folgender massen:
    Abschaltung bei gewünscht 4,1V/Zelle 4,1Vx14 -> 57,4V
    Der Island geht von 24 Bleizellen aus 57,4V/24 -> 2,39V also der Island habe ich bei allen Einstellung auf 2,38V stehen.
    Der Island hört bei Blei so bei 1,8V / Zelle auf zu entladen. 1,8*24/14 -> ca 3,1V Lithium passt perfekt. :)


    Dem Island täusche ich 300AH Blei vor, Entladetiefe auf 40% das passt ganz gut, das die SOC vom Island und BMS mit einander harmonieren , wenn regelmässig geladen und entladen wird.
    Wenn an den langen schönen Tagen die Abendsonne die Fahrzuege noch laden kann und die Batterie nur die 1-2KWh für Grundverbrauch Haus leisten muss zeigt der Island viel zu hohes SOC an. Ich denke der ignoriert seinen Eigenverbrauch.

  • Deine Einstellwerte machen Sinn, man sieht, du verstehst was von LiIon :wink:
    Sieht aus wie ein Bleeding BMS, welchen max. Bleedingstrom kann das BMS?

  • Hallo,


    eine durchaus praktikable Lösung, welche wir auch umgesetzt haben. Es jedoch beim Prototypen geblieben, da wir gewerblich Eigenversorgungssysteme bauen und ein "Nulleinspeiser" unserer Meinung nach keine Zukunft hat.


    Die Problematik ist der Kontakt zum öffentlichen Netz!


    Kontakt zum öffentlichen Netz = alle Vorschriften, Gesetze, Meldungen, Besteuerungen also das komplette Pogramm ohne wenn und aber und das EEG Gesetz lässt Platz für Spielraum..... es kann jederzeit alles geändert werden und auch rückwirkend!


    Die Problematik ist auch bei den "Nulleinspeisern", dass diese alle zur träge sind, die saldierenden Zähler schaffen es nicht so schnell zusammen mit der Software des Wechselrichters zu reagieren, es findet immer eine Einspeisung statt, egal ob von Batterie oder von der PV-Anlage.


    Also für Zuhause, zum Basteln.... nicht negativ gemeint, von manchen Bastelanlagen können wir nur lernen.... prima Sache was Du gemacht hast! :D


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Also das BMS hat Bleeding Widerstände , aber das balanciert mit 100mA.
    Da lacht die Batterie drüber.
    ich habe beim Aufbau und zusammenschalten der vielen Packs alles manuell mit 10W Widerständen balanciert.
    Batterie läuft seit März ohne dass die Zellen auseinander laufen.


    Das Nulleinspeisen regelt der Island mit dem Energy Meter.
    Das funktioniert gut Lastsprünge werden schnell und gut ausgeregelt.

  • Sehr schön gemacht, überlege auch immer einen Litium Speicher aufzubauen, habe noch neue Akkusätze von einer Elektro Chopper... Sind 10 Packs mit 14s/8p Sanyo Zellen.

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Bei 10 *14S8P. Also eine 80p Konfiguration passt das schon.
    Besser ist natürlich mehr.
    Der 6KW Wechselrichter schiebt z.B.
    dauerhaft 80A in die Zellen.
    Also 1A pro Zelle. Das ist gegen Ladeschluss scho ne Menge.
    Der Speicher soll ja ne Weile laufen.