was bleibt vom PV Einkommen

  • Hi zusammen, ich bräuchte ganz kurz euer Wissen. Stehe irgendwie auf dem Schlauch.
    Wenn ich Mieteinnahmen in Höhe von zb 500 Euro habe (Kaltmiete), dann kann ich ja schlecht die 500€ ausgeben, weil diese noch versteuert werden. Korrekt?
    Und genauso ist es doch auch mit der PV. Umst werden pro Quartal abgeführt, aber das was netto bleibt, wird doch versteuert.
    Also muss man davon sich auch noch ca grobgeschätzt 25% auf seite legen!?


    Danke
    Martin

    Anlage von 2006 (Mietshaus)

    83 x Sanyo HIP-215 NHE 5 / 3x SMA SB 5000, 1x SMA SB 2100
    Leistung: 17,845 kWp mit Volleinspeisung

    Anlage von 2011 (Haupthaus Süd)

    36 x Aleo S19 245W / 1x SMA Tripower 8000 TL-10
    Leistung: 8,82 kWp seit Juli 2014 Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung

    Anlage von 2020 (Haupthaus Nord)

    58 x Solarfabrik Mono S2 - Halfcut 340W / 1x SMA Tripower 15000 TL-30

    Leistung: 19,72 kWp mit 70% hart.--- Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung




  • Hi Martin,


    Zitat von Mattn

    Also muss man davon sich auch noch ca grobgeschätzt 25% auf seite legen!?


    wenn Du in der entsprechenden Steuerklasse bist und es ausserdem nicht schaffst, die Steuer durch Ausgaben zu reduzieren, dann ja.

  • Zitat von Mattn

    aber das was netto bleibt, wird doch versteuert.
    Also muss man davon sich auch noch ca grobgeschätzt 25% auf seite legen!?


    versteuert werden müssen nicht die Einnahmen, sondern der Gewinn.
    Du kannst also deine Ausgaben erstmal von den Einnahmen abziehen.
    Sollte dann noch ein kleiner Gewinn übrigbleiben, werden ev. etwas Steuer fällig.
    Ein gutes Unternehmen investiert dann besser einen Teil des Gewinnes wieder und spart damit Steuern.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Hallo Martin,


    wie klaus24V schon sagte, wird nicht die Einnahme sondern der Gewinn aus dem Betrieb der PV-Anlage versteuert. Und da gibt es verschiedene Steuerungsmöglichkeiten:


    a) Nehmen wir mal an, du hast eine Überschusseinspeiseanlage aus deinem Kapitalreserven bezahlt (also nicht finanziert) und (fast) keine laufenden Kosten. Du schreibst die Anlage linear ab.
    --> Dann hast du jährlich etwa gleiche Einnahmen (die EEG-Vergütung) und gleiche Ausgaben (die Abschreibungen); dein Gewinn (oder Verlust :wink: ) wird dann über die EEG-Laufzeit jedes Jahr halbwegs gleich sein. Diesen musst du mit deinem persönlichen Steuersatz versteuern. Alles sehr überschaubar.


    b) Nehmen wir jetzt mal den extremeren, aber nicht selteneren Fall, dass du die Anlage zum Großteil finanziert hast und die 20% - Sonderabschreibungsmöglichkeit für deine Anlage nutzen möchtest.
    --> Die Einnahmeseite bleibt über die Jahre wieder halbwegs gleich, aber deine Ausgabeseite verändert sich im Laufe der Zeit. Zu Beginn hast du hohe Ausgaben wegen der hohen Abschreibungen und der hohen Zinslast. Dies führt bei sehr vielen Anlagen in den ersten Jahren zu einem steuerlichen Verlust, der sich aber dafür in den kommenden Jahren umso höher in einen steuerlichen Gewinn ändert. Du bekämst also in den ersten Jahren noch Geld vom FA zurück und müsstest dafür in den späteren Jahren umso mehr bezahlen. Da verschiebt sich die Steuerlast.


    Beachte: Die Steuerlast hängst von Gewinn bzw. Verlust ab und nicht von dem Betrag den du am Jahresende auf deinem PV-Girokonto hast. Liquidität ist etwas anderes; das Verwechseln viele Leute.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)