Planung Inselanlage (Laderegler)

  • Hallo Zusammen,


    Unser Projekt soll Strom für eine Art Bauwagen liefern und dabei Genug Leistung für Kühlschrank, Licht und Sound liefern.
    Bis jetzt vorhanden sind:
    5 Siemens SM110 Solar Module
    1 Waeco Sinepower MSI 1812 Wechselrichter
    1 12 V 600 Ah Staplerbatterie


    Die Solar Platten sollen mit 6 mm² Solarkabel parallel geschalten werden, woraus sich dann eine Pmax von 550 W
    (durch das Alter der Platten ca. 510 W), eine Umpp von 17,5 V und ein Impp von 31,5 A ergibt.
    Wir sind jetzt gerade auf der Suche nach einem passenden und preiswerten MPPT Laderegler.


    Gefunden habe ich bis jetzt den SolarXXL MPPT 40A 12/24V, über den ich aber noch keine Erfahrungen finden konnte.
    Außerdem lässt er mit seiner Pmax von 520 W nicht mehr viel Leistungsreserve zur Leistung der PV-Anlage übrig.
    Kennt jemand das Produkt und kann sagen, ob es was taugt? Wie wichtig ist hier das exakte Einhalten von Pmax?


    Alternatiev kommt auch noch der Victron BlueSolar MPPT 100/50 in Frage, der aber mangels Display noch durch das Victron VE.Direct Bluetooth Smart Dongle erweitert werden müsste. Auf einen Verbraucherausgang müsste ich hier dann wohl verzichten, dafür bekomme ich ein Quallitätsprodukt.


    Bei vielen anderen Herstellern enden die Produktreihen leider schon bei 30 A.
    -> 126 € stehen 354 € gegenüber, was faktisch einfach mal das Doppelte ist. :roll:
    Vielleicht könnt ihr mir bei der Entscheidung helfen (ich bin natürlich auch immer für neue Vorschläge offen), da ich bei der Materie (noch :wink: ) nicht so den Überblick habe.


    Achja nur noch kurz zur Kontrolle:
    Von Laderegler zur Batterie: 16 mm²?
    Von Wechselrichter zur Batterie: 70 mm²?


    Schon mal vielen Dank für eure Hilfe!!!
    Samjuh

  • Moin Samjuh und willkommen im Forum.


    Gockel mal nach "Steca Solarix 4040 Solar Laderegler". Zusätzlich solltest du mal auf diese Seitre gehen http://wiki.polz.info/doku.php Dort gibt es einen Leitungsrechner und den Rest von diesem Wiki solltest du auch mal durcharbeiten.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat

    Die Solar Platten sollen mit 6 mm² Solarkabel parallel geschalten werden, woraus sich dann eine Pmax von 550 W
    (durch das Alter der Platten ca. 510 W), eine Umpp von 17,5 V und ein Impp von 31,5 A ergibt.


    Ein Mppt ist bei dieser Kostellation überhaupt nicht nötig.Pwm würde reichen. :mrgreen:

    Zitat

    SolarXXL MPPT 40A 12/24V


    Das sind Tracer Mppt
    http://www.epsolarpv.de/produk…cer-mppt-4215-bn-40a.html

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Hallo!


    danke für deine schnelle Antwort!
    Ein Bekannter hatte uns dringend zu einem MPPT Laderegler geraten. Der Steca ist ja einer nach PWM Prinzip.
    Ich hatte deswegen auch speziell nach MPPT Reglern gesucht und würde dem Rat auch gerne Folgen.
    Vielleicht hast du ja noch so einen im Kopf.
    Der größere MPPT Regler von Steca war glaube ich im bereich von 700 € (deutlich zu teuer!)
    Meine genauen Leitungslängen werde ich mal nachmessen und dann berechnen lassen (Vielen Dank für den Link :danke: ).
    Den Rest der Wiki werde ich mir heute Abend noch genauer anschauen.


    LG Samjuh

  • Ich bin sehr oft auch für MPPT Laderegler, aber in Deiner Konstellation völlig falsch.
    Die Module uralt aber der Regler soll unnötig teuer werden?

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Ok also der Leitungsrechner spuckt mir Werte von über 4 % aus, was laut wiki ja kritisch, aber gerade noch an der Grenze ist.


    Neue Idee:
    Reihenschaltung der Module, sprich 87,5 V Uges, 6,3 A Iges.
    Hier wäre mein schon vorhandenes 6 mm2 Kabel voll ausreihend.


    Dass ein PWM Regler bei meiner Parallelschaltung Sinn macht, ist mir mittlerweile auch klar (Danke für die Belehrung :D ).
    Wenn ich das aber richtig verstanden habe wäre bei der Reihenschaltung hier jetzt ein MPPT Regler nötig, womit wir wieder am Anfang wären. :mrgreen:


    Heißt das, das Produkt von "SolarXXL" ist ein umgelabletes Gerät von "Tracer"?
    Wenn ja, ist es brauchbar?

  • Aus deinem Dilemma kommst du nur heraus, wenn du eine Wirtschaftlichkeitsberechnung machst. Je nach Art der Aufstellung bekommst du von PVGIS eine Anzahl kWh, die du im Jahr einsammeln kannst. Dann nimmst du noch den Zeitraum der Abschreibung, den Kaufpreis der Komponenten und erhälst einen Preis pro kWh. Das machst du einmal mit dem MPPT-Regler und einmal mit dem PWM-Regler. Dann rechnest du noch mal die Leitungsverluste für die jeweilige Variante aus und bestimmst die Kosten für den entgangenen Strombezug. Über 10 Jahre gerechnet wird sich der niedrigere Kaufpreis des PWM mit den Verlusten aufrechnen lassen. Dann rechnest du noch mal aus, was bei einem dickeren Kabel an bewerteten Verlusten entsteht. Wahrscheinlich wird ein PWM plus ein dickeres Kabel die preiswerteste Lösung sein.


    Für deine Berechnungen solltest du aber nicht von der maximal möglichen Leistung ausgehen, sondern von der Leistung im Jahresdurchschnitt. DAnn liegst du näher an der Wahrheit.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • MPPT regler bei der Konstellationungünstig .. gut überlegen.. das mMuß ein 150V Mppt sein .. sprich mit 100/30 ist da nix, und der Spannungshub auf 12V .. eher ungünstig.. Ich würde das parallel absicheren und an einen PWM .. oder besser gleich 2 kleinen PWM wo man sich dann Parallelabsicherung sparen kann mit je 30 A kaufen 2tes Kabel ziehen .. und einmal 2 und einmal 3 an einen Regler.. billiger und redundant auch noch.. zumindest würd ich das so machen.. außer ihr habt sehr lange Kabelwege von der PV bis zum Regler. Hatte ich erst 45m Kabelweg bei beeits verlegtem 6mm² Kabel das ist natürlich doof.. da geht es dann nur über hohe Spannung am MPPT..

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Zitat

    Neue Idee:
    Reihenschaltung der Module, sprich 87,5 V Uges, 6,3 A Iges.
    Hier wäre mein schon vorhandenes 6 mm2 Kabel voll ausreihend.


    Tracer sind an sich gut aber gerade bei höhen Stringspannungen wie in der Idee soll es
    desöfteren zu Ausfällen gekommen sein.Außerdem musst du die Leerlaufspannung zusammenzählen
    21,7v+mindestens 10% Aufschlag bei hohen minus Temperaturen.
    wieder zurückwandeln auf 12v ergibt widerum höhere Wandlelverluste.
    könntest 2x 2er Strings machen aber dann kannst du 1 Modul nicht verwenden.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Vielen Dank für die großen Hilfestellungen!


    Wir werden jetzt nochmal erweitern, auf 10 der oben genannten Platten. In Planung stehen dann 7 aufrecht nebeneinander und 3 liegen in Reihe davor, weil es anders nicht raus geht mit dem Platz. Ich hatte jetzt an Strings mit jeweils 2 Platten gedacht, die dann mit 6 mm2 verkabelt werden. Die Überlegung ist jetzt, ob ich direkt mit dem 6 mm2 Kabeln der Strings die ca. 7 m zum Laderegler lege oder mit einem größerem Querschnitt jeweils zwei Strings zusammen fasse und den restlichen mit 6 mm2 vom Dach lege. Problem bei Methode 2 ist, dass ich hier mindestens 16 mm2 verwenden muss, um weniger Verlust zu erzielen, und ich das nicht so billig her bekomme.