Neue Regeln durch EEG-Novelle und Digitalisierungsgesetz

  • Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG-Novelle) ist gestern vom Bundestag beschlossen und kurz darauf vom Bundesrat angenommen worden. Es tritt zum Jahreswechsel in Kraft. Photovoltaikanlagen größer 750 Kilowatt Leistung müssen sich damit ab 2017 in Ausschreibungen durchsetzen, wenn der erzeugte Strom zu einem festen Preis vergütet werden soll. Außerdem stimmte der Bundesrat dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende zu. Dieses sieht ab 2017 eine Einbaupflicht von intelligenten Messsystemen bei Photovoltaikanlagen größer sieben Kilowatt Leistung vor.


    Lange hatten Bundesregierung und die Regierungen der Länder um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG-Novelle) gerungen. Einig wurden sie erst in der Nacht zum 1. Juni. Aber fünf Wochen später hat der Bundestag die Novelle beschlossen und wenige Stunden später hat sie den Bundesrat passiert. Es ist mehr als ungewöhnlich, dass beide Parlamente am gleichen Tag über ein Gesetz befinden. Alle wesentlichen strombezogenen Gesetzgebungsvorhaben von Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) seien damit „fristgerecht vollendet“, gab sein Ministerium kurz darauf bekannt. Neben der Novelle des EEG winkte der Bundesrat ebenfalls gestern das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende durch, das Ende Juni vom Bundestag beschlossen worden war.

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  • Da fällt mir nur ein: Denen ist die aktuelle Hitze zu Kopfe gestiegen. Aber Ende 2015 in Paris groß jubeln und schwafeln, wie toll man ist. Und dann sowas....


    Gruß
    MBiker_Surfer

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    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Da kann man nur froh sein unter 7KWp geblieben zu sein. :mrgreen:


    Der Punkt der reduzierten EEG Umlage für Mieterstrom ist gut.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Diese Idi... :evil: mir fehlen die Worte.
    Ich frage mich, bis 2017 ist ja nun nicht mehr so lange hin,es eilt ja immer sehr bei Gabriel und er schafft es auch immer irgendwie seinen Mist schnell durchzudrücken, bekommt die Stimmen der braven Koalitions-Abgeordneten, wie wird es denn jetzt aber bei Anlagen über 7kWp umgesetzt ?
    Ich meine, wie funktioniert das ganz praktisch bei Altanlagen über 7 kWp und beispielsweise mit Eigenzähler ? Der Netzbetreiber (sein Messstellenbetreiber) tauscht den einfach ? Der Besitzer darf ihn dann noch entgegennehmen und verschrotten ? Oder muss der Anlagenbetreiber aktiv werden ? Mit dieser Methode ist man dann auch die ganzen Eigenzähler bei Altanlagen mit einem Schlag los und kann wieder schön Zählermiete kassieren. Die störten doch eigentlich auch nur beim Abkassieren.
    Das andere Anliegen aus dem Gesetzesentwurf war die Belastung des EEG-Umlagenkontos und Umverteilung des Guthabens hin zu großer Unternehmen, sonst müsste man am Ende ja dem kleinen Haushaltskunden und dem kleinen Unternehmer die Umlage bald wieder senken.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Zitat von seppelpeter

    Da kann man nur froh sein unter 7KWp geblieben zu sein. :mrgreen:


    Genau!
    Herzliche Grüße auch an St. Florian. :roll:

  • Lass ihn sich doch freuen dass er es mal gut getroffen hat. Ist halt auch nur einer der vielen Egozentriker. :lol:
    Die 7 kWp sind auch schon ein Scherz, die wurden scheinbar ausgewürfelt, aber der Trend muss da immer sein, bei jeder neuen EEG-Reform die KWp-Werte der betroffenen Anlagen wieder ein Stück nach unten zu bekommen. Ihn wirds auch noch demnächst treffen. :mrgreen:

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Zitat von Boelckmoeller3

    Ihn wirds auch noch demnächst treffen. :mrgreen:


    So wie die EEG Umlage für Mieter auch auf 100% angehoben werden wird im EEG 201x!


    Gruß
    MBiker_Surfer

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    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von Boelckmoeller3

    Ich meine, wie funktioniert das ganz praktisch bei Altanlagen über 7 kWp und beispielsweise mit Eigenzähler ? Der Netzbetreiber (sein Messstellenbetreiber) tauscht den einfach ?


    Genau so.

    Zitat von Boelckmoeller3

    Der Besitzer darf ihn dann noch entgegennehmen und verschrotten ?


    Genau so.

    Zitat von Boelckmoeller3

    Oder muss der Anlagenbetreiber aktiv werden ?


    Nein, nicht aktiv werden, du willst doch nicht den Workflow deines grundzuständigen Messstellenbetreibers vulgo VNB stören. Der ist gerade damit beschäftigt, roll-out und cash-flow auf die bzw. in Reihe zu bringen.

    Zitat von Boelckmoeller3

    Mit dieser Methode ist man dann auch die ganzen Eigenzähler bei Altanlagen mit einem Schlag los und kann wieder schön Zählermiete kassieren.


    Ist dich schön wenn man zusehen kann, wie Pläne 1:1 aufgehen.

  • Zitat von Boelckmoeller3

    Lass ihn sich doch freuen dass er es mal gut getroffen hat. Ist halt auch nur einer der vielen Egozentriker. :lol:
    ....
    Ihn wirds auch noch demnächst treffen. :mrgreen:


    Klar lasse ich ihm seinen Kleinbürgerspaß. Man muss auch gönnen können.
    Und in der optionalen Gruppe von 1kW bis 7 kW ist er ja definitiv dabei.
    Wenn der gruzustä Msb den roll-out mal eingeübt hat und sich die dazugehörigen Betriebsabläufe eingeschliffen haben, wird er über kurz oder lang (ich tendiere zu kurz....) sicher auch die Option ziehen, das Kleingeld einzutreiben.