Vergleich jeglicher Wechselrichter ?

  • Hallo,
    würde gern mal erfahren, ob es eine oder mehrere Seiten gibt, wo viele Wechselrichter aufgeführt sind, als so eine Art Testbericht bzw. Vergleichsliste oder Plus-Minus-Liste, wo von jedem Vor- und Nachteile nach Erfahrungswerten aufgeführt sind. Es scheint ja nun erheblich viele zu geben und man blickt da nicht wirklich durch als Einsteiger.
    Es ist auch nicht nur mühsam sondern unzumutbar, erst Texte von hunderten Seiten durchlesen zu müssen, weil man so was alle paar Abstände kurzgefasst aktualisieren kann.
    Insgesamt hat man das Gefühl, dass 80% der Käufer/Bastler solcher Solarsachen, Solarzellen wie Batterien und Wechselrichter Versuchskaninchen für unausgereifte Technik sind und das zu gigantischen Summen an Geld.
    Schlimm wird wenn man zusammenrechnet, was man „hinterher (!)“ alles bezahlt hat und man für Jahrzehnte Steckdostenstrom hätte kaufen können, zumindest bei denen die nicht in der Tundra/Gartenlaube wohnen und so was nicht haben.
    Fast alle Energiesysteme haben eine sehr miserable Amortisation. Ein System muss sich in 1-2 Jahren bereits bezahlt gemacht haben, sonnst ist es keine Verbesserung. Wenn man seinen späteren Reingewinn nämlich wieder in Neuanschaffungen zahlen will oder muss ist das nicht das Ziel, sondern eine grausame fruchtlose Beschäftigungstherapie für die die nichts besseres mit ihrer kurzen Lebenszeit anfangen können. Gute und preiswerte Technik hilft da also entgegen. Möge es ein Ende nehmen, dass die Technik die autark macht gewaltsam preislich durch Monopole oder Abgaben und Einfuhrzölle absichtlich hochgehalten wird, damit sich das Volk nicht autark sondern weiterhin abhängig macht gemolken zu werden.
    Die ganze Technik wäre zu 5-10% des Preises herstellbar.




    Wichtige Kriterien dabei sind unter anderem:


    Preis-Stromleistungs-Verhältnis
    Auch wenn hohe Qualitäten oft mehr kosten, heißt das nicht automatisch, dass alles was teuer/teurer ist schon allein deshalb automatisch werthaltiger ist. Windige Importeure kaufen in China Ware billigst ein, sagen wir zu einem Drittel, setzen sie 20% unter den deutschen Standardpreis, schlussendlich bleibt es Chinamüll und ist unausgereift wie auch nur wenige Zeit haltbar.
    Zu dieser Tatsache gesellt sich allerdings hinzu, dass es auch gute Geräte gibt, die wiederum so dermaßen überteuert sind, dass sie sich schon kaum noch finanziell rechnen. Gleichen Chinaschrott zu kaufen, nur weil der Händler oder Fabrikationsname mitbezahlt wird ist nicht die Erfüllung.


    Störungsanfälligkeiten
    Sind ein Thema, wie z.B. bei Überlast, die einen schalten automatisch ab oder zu bei Überlast, anderen brennt die Endstufe weg und das Gerät ist defekt. Es möge keiner erklären, dass die Geräte alle gleichgut ausgetüftelt sind. Fast immer ärgert man sich über unausgereifte Konstruktionen.



    Baugruppenharmonie
    Nicht selten hat man Wechselrichter mit Ladegerät, so wie es auch Telefone mit Fax gibt. Mag das Fax gut sein, das Telefon war dann oft grottenschlecht. Es ist aber so verstrickt, dass man es nicht mal ersetzen kann, weil es voll integriert ist. Man hat also nicht selten anhängende Baugruppen die unausgereift sind und eher einen Klotz am Bein darstellen. Taugt das Ladegerät nichts, hat man es nicht nur umsonst gekauft, sondern behindert vielleicht sogar die Zufügung eines anderen separaten gar nicht möglich ist, weil die Software es nicht zulässt, weil die Software es nicht mit steuert oder weil man nicht an die nötigen Kontakte rankommt, notfalls ein Relais, was das externe L. steuert.
    Harmonieren diese Baugruppen also nicht oder zu schlecht, dann ist das nicht die Erfüllung.



    Softwarefähigkeiten
    Ähnlich der Baugruppenharmonie ist es auch mit der Software und dem Display. Die einen Produzenten denken mit, andere müsse das erst noch lernen. Man siehts ja an den Handys wie grausig bei machen die Menüführung ist oder was an Fähigkeiten einfach fehlt.



    Händlerverbreitung
    Es kann ein Argument sein, wenn das Gerät bei vielen Händlern verkauft wird, weil erstens wenigstens ein Preiswettbewerb besteht, zweitens damit das Gerät bestimmt mehr vermarktet wird und sich schon deshalb automatisch länger am Markt hält und ggf. somit sogar höhere Chancen hat weiterentwickelt zu werden, als dass es urplötzlich vom markt verschwindet, wie wenn ein „Chinese“ Massenverteilung über Ebay macht und dann einfach nicht mehr.



    Einige kritische Punkte fehlen bestimmt noch, kann man ja später noch mal aktualisieren.

  • "Fast alle Energiesysteme haben eine sehr miserable Amortisation.
    Ein System muss sich in 1-2 Jahren bereits bezahlt gemacht haben, sonnst ist es keine Verbesserung."


    Hast du da mal konkrete Beispiele?

  • Kannst doch selber mal rechnen wie teuer Batterien, Wechselrichter und Solarzellen samt Arbeitszeit sind wund wieviele kW Strom man dafür kaufen könnte.


    Vergleichen wir einen Fahrraddynamo. Der kostet vielleicht 20,- was 70 kWh entspricht. Er schafft 10Watt. Um die 70kW rein zu bekommen, müsste der sich also 7.000 Stunden drehen und 10 Watt abliefern. Lustig, dass der bereits nach 3.000h kaputt geht.
    Betont sei noch dass weitere Kosten diesen Dynamo sowieso ergänzen.
    Der holt also nicht mal seinen Kaufpreis rein. So ist es fast mit allen Systemen. Aber selbst eine Verdoppelung ist nicht die Erfüllung, weil man Geld auch wo anders einfacher verdoppeln kann und davon Strom kaufen kann, ohne die teure Technik.


    Bereits bei den Akkus kann man mal einrechen wieviel kW sie je einspeichern können und wann sie kaputt-Geladen-Entladen sind.


    Ein 12V 100Ah Bleiblock OPzS kostet 390€. 50% Entladung 2000 Zyklen sind die Berechnungsbasis. Ergibt 1,2 kW pro Ladung davon, also 0,6 kW (weil 50%) 2000x geladen entladen (bis der Akku alt wird) = 1200kW bewegte Strommenge zum Wert von 350€.
    So schön es ist einen Akku zu haben, kostet der Preis des Akkus allein so viel wie die Strommenge, die ich eigentlich kostenfrei gewinnen möchte/wollte. Weil man also regelmäßig Akkus nachkaufen muss, verkachelt man seinen Strom im Akkupreis. Die Solarzelle und den WR noch gar nicht mit eingerechnet.

    Einmal editiert, zuletzt von Henner ()

  • Hi


    Du kannst dir ja mal einen Brotbackautomat kaufen. Mal sehen wieviel Brote du Backen musst, um den wieder einzuspielen. Natürlich abzüglich deiner eingekauften Zutaten und Stromverbrauch und klar, essen (Eigenverbrauch) solltest du die Dinger auch noch. Und falls du noch auf die Idee kommst die Brote zu Verkaufen (Überschuß) kommen noch ganz andere Auflagen und Unkosten auf dich zu :wink:


    Grüße

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Die Diskussion geht hier etwas am Ziel vorbei. Es ging nichts ums totale schlechtreden, sondern darum, dass wenn man schon mit solchen miserablen Amortisationen zu kämpfen hat, man um so genauer auf die Kosten und Qualitäten der Technik achten muss. Der Brotbackautomat ist da kein ganz guter Vergleich, weil man sich dort wenigstens andere Rezepturen mischen kann, wohingen Strom überall der gleiche ist und es nicht auf Variablen davon ankommt, bis auf dass er sinus sein sollte. Viele wollen den Stein der Weisen neu erfinden stürzen sich in Kosten und am ende ? Außer Spesen nichts gewesen ! Das ist auf keinen Fall das Ziel, passiert aber zu mindestens 80%, weil die meisten nicht kalkuliert denken können.
    Ich denke mal dass es auch die wenigsten sind die keine Steckdosen nebenan haben und sich die meisten mit Sonnenstrom billiger an Energie machen wollen.


    Interessant ist, dass ein 100,- Smartphone mehr kann als eine 800,- Digitalkamera und keiner glauben will, das das für´n Äppl und´n Ei doch herstellbar ist.



    Ganz verrückt wirds, wenn man die 10.000,- auf die Bank schafft oder anderst effizient anlegt und 40 Jahre lang Zinsen kostenfrei bekommt die Strom "kostenfrei" machen. Gold hatte sich in 10 Jahren mindestens verdreifacht, die 10T€ wären somit 40T€ geworden, hätte man sich nicht mit völlig überteuerter Elekronik das Geld zunichte gemacht.


    Es gäbe auch viel mehr Eigenheimbesitzer, wenn nicht jeder so kranke Gier nach alle paar Jahre einen neuen Neuwagen zu fahren hätte. 2x auf ein neues Auto verzichten reicht um ein billiges altes Haus zu kaufen mit dem man sofort Miete einspart.

    2 Mal editiert, zuletzt von Henner ()

  • Dann rechne doch mal dein Auto ob sich das lohnt, :mrgreen:

    Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
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  • Ok, dann kalkuliere doch mal was ein Batt-System inkl. PV, Batterie, WR und LR sowie Verkabelung ohne Arbeitszeit kosten dürfte, damit es in 1-2 Jahren seine Anschaffungskosten wieder eingespeilt hat.


    Nur mal so am Rande bemerkt. Eine Batterie kannst du in unseren Breiten ca. 250mal im Jahr Vollladen. Das bedeutet, pro nutzbarer KWh Kapazität 250kWh pro Jahr. Strombezugswert ca. 60€! Dabei lasse ich mal alle Wirkungsgrad/Systemverluste mal außen vor.


    Also dürfte das ganze max. 120€ Anschaffungskosten pro nutzbarer kWh Kapazität kosten inkl. aller Komponenten. Ist das realistisch???

    Gruß PV-Express


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  • PS und ein Tip weil du neu hier bist: Bitte ändere deine vorgenannten Beiträge nicht, wenn schon darauf geantwortet wurde. Das verfälscht gerne den Sinn der nachfolgenden Antworten. :!:

    Gruß PV-Express


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  • Zitat von Henner

    Die Urfrage war:


    Vergleich jeglicher Wechselrichter ?


    Sorry aber du bist mit deinem Dynamo vom Thema abgewichen


    Um deine Frage konkret zu beantworten, ich kenne keine vergleichbaren Seite die du suchst.

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