Verständnisfrage zu Laderegler - LiFePo4 - Victron

  • Hallo und liebe Grüße!



    Verständnisfrage zu Laderegler im Inselbetrieb


    Zum Einsatz kommen 8 Stück LiFePo4 Akkus zu je 3,2V.


    Lassen sich die Laderegler von Victron Energy der kleineren „Blue Solar“ Serie bezüglich Spannung Programmieren?


    Lässt sich der Ladestrom z.B. auf 30,4V verlässlich begrenzen? Oder sind die Werte voreingestellt?
    Kann der Laderegler verlässlich die Tiefentladung verhindern? Kann ich den Wert beliebig programmieren z.B. 20,8V?
    Kann der Laderegler den Wechselrichter bei einer frei programmierbaren Spannung wegschalten?


    Die Bedienungsanleitung gibt in diese Richtung leider keine Auskunft.
    Da kein Display vorhanden PC Software habe ich auch keine gefunden würde ich mal auf *nein* Tippen???


    Falls man den Laderegler nicht Programmieren kann wie können die Akkus Geschütz werden beziehungsweise etwas konservativer betrieben werden? Das BMS wird vermutlich den Laderegler nicht wegschalten können?


    Könnt ihr ein wirklich gutes BMS empfehlen.



    Folgende Laderegler sind gemeint
    Blue Solar MPPT 75/15
    Blue Solar MPPT 100/15
    Blue Solar MPPT 100/30
    Blue Solar MPPT 100/50
    Blue Solar MPPT 150/35

  • Hallo Reinhard,


    Vielleicht ist das BMS und der Ladecontroller von ECS eine gute Alternative.
    Nachteil war bisher die 120V max. PV-Spannung.


    http://ecs-online.org/Laderegl…rdnu6utpbjv2qasmvre1r4k97


    Ich habe vom Steca den Tarom 6000-M in Einsatz. Der hat einen Eingang für Ladeabschaltung und 3 Relais.
    Ist allerdings sehr teuer.

    PV: 5 kWp Solaredge 6000SE, 2 kWp Steca Tarom 6000-M, 2x Studer XTH 6000, 25kWh LiFeYPO4, SMA-Smartload 6 kW Heizpatrone gesteuert mit Powerdog, KIA Soul EV, Opel Ampera (LEAF2 ab April 2018) mit 2 Ladestationen gesteuert mit Powerdog, Ökofen-Pellets-BHKW

  • Zitat

    Lassen sich die Laderegler von Victron Energy der kleineren „Blue Solar“ Serie bezüglich Spannung Programmieren?


    Über Computer APP +Kabel oder Drahtlos über Bluetooth Dongle+Handy


    Zitat

    Kann der Laderegler verlässlich die Tiefentladung verhindern?


    Bei den Modellen mit Lastausgang kann man direkt,oder bei höheren Lasten per Relais schalten.
    Ansonsten ist das die Aufgabe eines Batteriemonitors(BMV700)

    Bilder

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Zitat von Reinhard-L


    Zum Einsatz kommen 8 Stück LiFePo4 Akkus zu je 3,2V.
    ...
    Lässt sich der Ladestrom z.B. auf 30,4V verlässlich begrenzen?


    Willst Du die LiFePO4 möglichst schnell zerstören? :roll:


    Bei Solaranwendungen sollte man eine Ladespannung von 3,5 V, noch besser 3,45 V nicht überschreiten.


    Zitat


    Kann der Laderegler den Wechselrichter bei einer frei programmierbaren Spannung wegschalten?


    Ein normaler Laderegler ersetzt kein Batteriemanagementsystem. Du brauchst ein Batteriemanagementsystem dass dafür sorgt dass jede einzelne Zelle im zulässigen Bereich betreiben wird. Das kann der Laderegler nicht erledigen.


    Zitat


    Falls man den Laderegler nicht Programmieren kann wie können die Akkus Geschütz werden beziehungsweise etwas konservativer betrieben werden? Das BMS wird vermutlich den Laderegler nicht wegschalten können?


    Je nach BMS trennt es entweder die Batterie komplett, oder es kann individuelle Ladequellen und Verbraucher trennen.


    Zitat


    Könnt ihr ein wirklich gutes BMS empfehlen.


    Die günstigste Variante ist die Verwendung eines Single-Board-BMS, das man je nach maximalen Dauerstrom schon für unter 100 € bekommt.


    Teuerer wird es mit den prozessorgesteuerten BMS von ECS, REC, EV-Power, usw. Da muss man dann in Summe mit 300-500 Euro rechnen. Kommt dann noch eine Visualisierung hinzu dann wird es noch teurer.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Also ich weiß ja nicht wo ihr eure Zahlen so herhabt aber LiFePo4 wird generell bis 3,6V maximal bis 3,65V pro Zelle geladen. Wenn der Laderegler bei 28,8V begrenzt sollte das perfekt passen. Dazu noch einen passiven Balancer auf jede Zelle , welche in Summe auf etwas mehr als die Ladeendspannung des Ladereglers eingestellt sind und gut iss ;)


    viele Grüße
    Leon M.

    Wechselrichter: DIY 4kW Sinustrafowandler + 3kW Victron Umbau
    DIY Sinuswandler mit PC Konfiguration und Log-Funktion: RS1512
    Batterie: 200 NiCd Zellen a 375Ah zu 10p20s
    Solarmodule: 24V/4,5 kWp
    Akkumonitor: D.I.Y.

  • Zitat von Leon M

    Also ich weiß ja nicht wo ihr eure Zahlen so herhabt aber LiFePo4 wird generell bis 3,6V maximal bis 3,65V pro Zelle geladen. Wenn der Laderegler bei 28,8V begrenzt sollte das perfekt passen.


    Diese Werte gelten bei konstanter Ladung mit 0,3C. Bei kleinen Ladeströmen von PV-Anlagen muss man schon bei niedriger Spannung abschalten sonst werden die Zellen überladen und haben dann eine erheblich verkürzte Lebensdauer.


    Sehe Dir bitte mal dieses Experiment an.


    Ich sage voraus das alle die mit ihren PV-Anlagen mit 3,6 V laden nicht lange Freude am LiFePO4 Akku haben werden. :roll:


    Eigentlich sollte die Steuerung des Ladens und Entladens gar nicht über die Spannung erfolgen sondern über die aktuelle Kapazität. Der optimale Betriebsbereich für eine lange Lebensdauer liegt im Bereich von 20-80 % SOC.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Wichtig ist das man bitte die Temperturkompnenation des Victron MPPT Laderegler abstellt und das geht nicht per APP sondern nur per MPPTPref.exe .. soweit ich das im Kopf hab.


    und bei den großen MPPTS ab 100/30 stellt man LIFE einfach per Drehschalter ein, da wird die Kompensation automatisch mit abgeschalten

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Hallo und liebe Grüße!



    Vielen Dank für eure Hilfe! Ich freu mich über weitere Kommentare.


    Winston hat laut Datenblatt eine Operation Voltage von 2.8 bis 4.0V also nicht alle LiFePo4 enden bei 3,6 (falls ich das nicht falsch verstanden habe)


    Irgendwie scheint mir das LiFePo4 noch einen langen Weg hat bei den privaten Eigenbauern.

  • Natürlich kann man auch die Winston LiFePO4 bis 4 V laden. Es steht ja auch nichts dabei wie oft man das dann kann bis die Zelle kaputt ist.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Vielen Dank egn!


    Anscheinend bin ich da bezüglich deinen Links etwas auf der Leitung gestanden.


    Hab ich das richtig verstanden das es kaum leistungsvorteile bezüglich Kapazität bringt wenn man die LiFePo4 über 3,4 / 3,45 / 3,5 Volt aufladet?


    Also hoher Verschleiß bei mehr Ladestrom der zu keinen wirklichen Vorteilen führt?


    Das würde bedeuten eine Begrenzung der Ladespannung nach oben 3,4V wären Ideal also 27,2 Volt


    Fangen nicht viele BMS erst oberhalb von 3,4 Volt an ein zu greifen?



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