möchte PV nur zum Eigenverbrauch - neue Zählertafel

  • Hallo !


    Ich möchte für unser "Zweithaus" ( hier ziehen wir hin, wenn wir alt sind ) eine PV-Anlage zum Eigenverbrauch haben.


    Wir verbrauchen im Jahr - da wir nicht die ganze Zeit hier sind - ca 1800 Kwh ......


    Diese Mini-PV's zum Einstöpseln in die Steckdose kommen ja offensichtlich nicht in Frage .....wegen Zulassung ...


    Also - WAS machen .....?


    Das Haus hat eine ältere Bausubstanz (ich möchte das mit so wenig Aufwand wir möglich einbauen lassen ) -UND eine alte Zählertafel ( so ein schwarzes Ungeheuer mit Sicherungen zum reindrehen ) .....müßte DIE dann gegen eine neue ausgetauscht werden ?



    Vielen Dank für Eure Antworten :danke:


    Blondchen

  • Hallo und Willkommen im Forum,
    mach am besten mal ein Bild und stell es ein (unten bei "Dateianhang hochladen"), am besten auch vom Hausanschlußkasten (der ist normalerweise da, wo das Kabel von außen ins Haus kommt)
    Wie sich das anhört, entspricht es aber nicht mehr den aktuellen Anforderungen (und auch nicht denen davor ;) ) und muß dann bei einer wesentlichen Änderung, also etwa der PV, erneuert werden. Wenn die gesamte Verkabelung so alt ist, wie sich das anhört, wäre aber eine Komplettrenovierung auch nicht das verkehrteste, was man machen kann. Wenn ihr dann mal fest drin wohnt, macht ihr das sicher noch weniger gerne, das macht schon ordentlich Dreck. Muß man aber natürlich vor Ort beurteilen.
    Vorteil, wenn ihr es zusammen mit der PV macht, wäre, daß weite Teile davon in die PV-Rechnung mit rein könnten und eueren Gewinn aus der PV und damit die Steuern mindern ;)

  • Setzt nen neuen Kasten.


    Für eine PV in einem Haus das eben nicht *Dauerhaft* bewohnt wird macht reiner EV keinen Sinn .. oder eben rausgeschmissenes Geld.
    Also primär auf die Einspeisung achten. EV geht dann nebenbei oder halt nicht. Dazu braucht man aber ein EVU das einen Zweirichtungszähler setzt und den wird es ohne neuen Schrank nicht geben.


    Dürfte eigentlich der Solateur bzw. *sein* Elektriker miterledigen.

  • der nächste der nicht lesen will, da steht ZUM EIGENVERBRAUCH und da kommst wieder mit einspeisen ins Netz. Das war weder die Frage noch muss der TS begründen warum er nicht einspeisen will.

  • Naja, wenn es nur zum Igenverbrauch sein soll, macht es erst dann Sinn, wenn das Haus dauerhaft bewohnt ist. Ansonsten hat man jetzt das Problem, dass lange Zeit nur die Grundlast abgedeckt werden muss/kann, da wird ein 250Wp-Modul reichen. Wenn dann aber drin jemand wohnt wird das bei weitem nicht ausreichen. Macht man gleich mehr drauf, wird es finanziell absolut uninteressant...


    Daher würde ich eine Einspeiseanlage bauen mit EV, oder warten bis das Haus tatsächlich "normal" bewohnt wird...


    Stefan

  • Hi,


    Zitat von playboy

    der nächste der nicht lesen will, da steht ZUM EIGENVERBRAUCH und da kommst wieder mit einspeisen ins Netz. Das war weder die Frage noch muss der TS begründen warum er nicht einspeisen will.


    na und?


    Wir wissen doch alle, dass "nur zum Eigenverbrauch" vom Preis-/Leistungsverhältnis her Quatsch ist.
    Der TE weiss das nur noch nicht.
    Dann müssen wir ihm eben erklären, warum das so ist und was seinen Vorstellungen am nächsten kommt.


    Blondchen:


    Ich vermute mal, Du willst am Zweitwohnsitz die Stromrechnung günstig halten mit möglichst geringem Aufwand, oder?
    Ist das Haus in Deutschland? Seid Ihr dort nur im Sommer?


    Nur Eigenverbrauch hört sich erstmal nach einer Insellösung an.
    Ich denke aber mal, Du willst Dich nicht mit einer Inselanlage herumquälen, da so etwas i.d.R. einigen technischen Sachverstand, einen Batteriespeicher usw. bedeutet und ausserdem teurer ist wie eine gleich große netzparallele Anlage.
    Dann kommt nur eine normale, netzparallel arbeitende Anlage in Frage und die muss, wenn man`s richtig und gesetzeskonform machen will beim Netzbetreiber angemeldet werden.


    Eine netzparallel arbeitende Mini-PV ist genau so eine PV-Anlage wie die großen und unterliegt den gleichen gesetzlichen und technischen Regeln.
    Die Frage ist daher eher: Schliesst Du einfach ein paar Module und einen kleinen Wechselrichter an ohne Anmeldung, also "schwarz" oder machst Du`s offiziell.


    Dazu musst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen neuen Zählerschrank haben, der den aktuellen technischen Vorgaben entspricht, einen Wechselrichter, der ebenso der aktuellen AR-N 4105 entspricht und das sind Kosten, die sich nur lohnen, wenn die Anlage eine gewisse Größe hat.
    Wenn Du EUR 10.000 oder mehr in die Hand nimmst und zwischen 7 und 10 kwp baust, hast Du eine ganz normale Anlage, die sich auch heute noch in etwa 15 Jahren amortisiert hat.


    Willst Du nur 5.000 ausgeben, bekommst Du dafür vermutlich nur knapp 3 kwp, das wäre von der Größe her für Deine Ansprüche wohl o.k., aber die Amortisationszeit ist länger.


    Willst Du nur ganz kleines Geld ausgeben, dann kauf` Dir ein paar Module (EUR 100,- pro Stück mit 230 - 250 Watt) und passende Modulwechselrichter (etwa 100,- bis 150,- EUR pro WR) bei eBay, da bist Du mit etwa EUR 500,- dabei, hast 500 - 700 Wp und die steckst Du einfach in eine Steckdose, an der nichts anderes hängt und wo die möglicherweise alte Leitung geprüft und sicher ist.
    Das ist natürlich die illegale Lösung (Guerilla-PV), bei der Du Dich nicht erwischen lassen darfst (Module also nicht an der Straße aufstellen, sondern im Garten verstecken) und bei der auch nicht das kleinste Sicherheitsrisiko bestehen darf, denn wenn die Hütte abbrennt (marode Steckdose z.B. oder vergammelter Zählerschrank), zahlst Du den Spass selbst.


    Ausserdem musst Du, wenn Du nicht im Haus bist und keine Verbraucher laufen die Anlage ausschalten, weil sonst der Zähler rückwärts dreht und das erfüllt den Tatbestand des Betruges.

  • Zitat von playboy

    der nächste der nicht lesen will, da steht ZUM EIGENVERBRAUCH und da kommst wieder mit einspeisen ins Netz. Das war weder die Frage noch muss der TS begründen warum er nicht einspeisen will.


    Habe doch geschrieben das EV rausgeschmissenes Geld ist.


    Der TS macht sich wegen ein paar Hundert Euro für eine zeitgemässe Elektroinstallation Gedanken - also scheint es ihm doch auf die Wirtschaftlichkeit anzukommen und dem steht die EV-PV nunmal entgegen. Eine *illegale* Lösung will er nicht - vermutlich weil er sonst auf dem Risiko sitzen bleibt.

  • Zitat von RolandD


    Habe doch geschrieben das EV rausgeschmissenes Geld ist.


    Nur weil du das schreibst muss es ja nicht richtig sein :wink:
    Ich finde Ralf`s Aussage da schon "richtiger":

    Zitat von Ralf Hofmann

    Wir wissen doch alle, dass "nur zum Eigenverbrauch" vom Preis-/Leistungsverhältnis her Quatsch ist.
    Der TE weiss das nur noch nicht.
    Dann müssen wir ihm eben erklären, warum das so ist und was seinen Vorstellungen am nächsten kommt.


    Zitat von RolandD

    Der TS macht sich wegen ein paar Hundert Euro für eine zeitgemässe Elektroinstallation Gedanken


    Klar, würde ich auch machen. Ein "paar Hundert Euro" sind schließlich auch Geld und je nachdem wie die Elektroanlage insgesamt aussieht können da auch schnell mal ein paar Tausend Euro draus werden. Nur ist eine "zeitgemässe Elektroinstallation" eigentlich unabhängig von PV ja oder nein.
    Sie ist zwar mehr oder weniger Voraussetzung für eine PV-Anlage aber auch ohne PV irgendwann sowieso erforderlich, spätestens dann wenn man dauerhaft im "Alterswohnsitz " wohnt.


    Zitat von Blondchen

    hier ziehen wir hin, wenn wir alt sind


    Wann seid ihr denn "alt"...... :wink: oder bessergesagt wie lange dauert es denn noch bis ihr dauerhaft dort wohnen wollt :?:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo an Alle !


    Vielen vielen Dank - das hat mir wirklich die Sache transparenter gemacht !


    Ich danke für Eure Energie in den Diskussionen .


    AAAAAlso : Die Leitungen sind bei der Sanierung erneuert worden, so dass Sie auf dem neuesten Stand sind.
    Ich muß wohl aber tatsächlich bei Neuanschlüssen eine neue Zählertafel haben. Ist ein so großer Kostenfaktor, daß wir bei unserem Verbrauch ( und wir ziehen erst in 10 Jahren dahin, dann sind wir alt und eh nur auf Reisen lach )....daß wir viele viele Jahre noch Leben und Strom verbrauchen müßten, bis sich das amortisiert und rechnet .....


    Ich hoffe auf die Zukunft - das es irgendwann einmal kleinere Lösungen gibt .


    NOCHMAL DANKE EUCH ALLEN !!!!!!!!!!!!

  • Zitat von Blondchen

    .


    Ich muß wohl aber tatsächlich bei Neuanschlüssen eine neue Zählertafel haben. Ist ein so großer Kostenfaktor, daß wir bei unserem Verbrauch ( und wir ziehen erst in 10 Jahren dahin, dann sind wir alt und eh nur auf Reisen lach )....daß wir viele viele Jahre noch Leben und Strom verbrauchen müßten, bis sich das amortisiert und rechnet .....


    Ob das ein so großer Kostenfaktor ist hängt auch vom Anbieter ab :!:


    Ich hab selbst schon mal einen Kostenvoranschlag von meinem örtlichen Elektriker über 2000,-€ für einen Zählerschrank bekommen, Solateure hier aus dem Forum wären vermutlich um den Faktor 10 günstiger gewesen, vor allem wenn der Umbau im Zusammenhang mit der Installation einer PV-Anlage erfolgt 8)

    mit freundlichem Gruß
    smoker59