Nedap Anlage mit SBS190F&PC1800FT Batterien mehrmals defekt.

  • Seit 2012 habe ich eine Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von 3,2 kWp in Betrieb. Zur Speicherung der Energie waren zunächst zwei SBS190F in Betrieb. Der erste Satz versagte den Dienst nach 11 Monaten. Der gleiche neue Satz Batterien hielt dann auch nur knapp 11 Monate. Danach wurde die PC1800-FT eingebaut. Nachdem man in kurzer Folge den 3. Satz PC1800-FT bei mir eingebaut hatte gibt es jetzt etwas Hoffnung. Nach mehrfachen Änderungen der Ladeeinstellungen im Power Router funktioniert nun der 3. Satz PC1800-FT seit etwa drei Monaten zuverlässig. Da mehre Eigentümer dieser Anlage in meiner Nachbarschaft die selben Probleme haben, habe ich die WDR Service Zeit eingeschaltet.


    Unter dem Link findet man den Beitrag der WDR Service Zeit zu diesem Thema.


    http://www1.wdr.de/mediathek/v…ure-mogelpackung-100.html


    Mein Ziel ist es, möglichst viele Geschädigte ausfindig zu machen.


    Auf Grund des WDR Beitrags haben sich in der Zwischenzeit zwei weitere Besitzer einer vergleichbaren Anlagen mit dem gleichen Batterie Problem gemeldet. Die Firma Nedap und Enersys machen von sich aus, um das Problem generell zu beheben, gar nichts!
    Nedap könnte ganz einfach herausfinden wer einen Batteriedefekt hat, macht die Firma aber nicht. Wer es selbst nicht merkt hat Pech gehabt!


    Gruß


    N. Kohns

  • Habt Ihr denn mal die Batteriespannungen über längere Zeit aufgezeichnet? Batterien gehen ja nicht einfach so kaputt. Da muss ja wohl etwas an der Parametrierung faul sein. Wie sahen die defekten Batterien aus. Waren diese ausgebeult?


  • Hallo und guten Morgen,


    ich verstehe dass du sauer bist..... die Problematik Montagsautos gibt es solange, seitdem es Autos gibt.


    Wir beobachten Speicherhersteller ziemlich genau und welche Anlagen diese auf den Markt bringen und auch hier verhält es sich wie bei den anderen Speicherherstellern.... es wird immer wieder Anlagen geben, welche nicht das bringen, was versprochen wurde.


    Die Ursachen hierfür sind vielfältig.


    1. Mangelnde Beratung
    2. Produktionsfehler
    3. Fehlerhafte Installation
    4. Nicht angepasstes Verbraucherverhalten


    Hochglanzprospekte und der Speichervertreter halten nicht immer das was versprochen wird. Die Ausbildung und Schulung der Fachberater ist hier ein wichtiger Punkt, welcher nachhaltig für zufriedene Kunden sorgt.


    Mangelnde Erfahrung der Speicherhersteller sorgt für unzufriedene Kunden, da die Komponenten nur auf den Blatt Papier das bringen, was diese bringen sollen (z.B. Ami-Speicher.... läuft auf den Papier super und verkauft sich wie geschnittenes Brot... und real????).


    und immer wieder .... billig billig und noch billiger und es muss alles noch billiger werden.... :mrgreen:


    Die Installation vor Ort sollte nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen. Eine Speicheranlage ist keine Waschmaschine. Eine Speicheranlage ist High-Tech!


    ... und letztendlich der Verbraucher... die meisten pflegen ihre Anlage und halten sich an die Vorgaben und andere geben ständig Vollgas! :D .... irgendwann dann P tot :D... bei netzparallel Anlagen eher unproblematisch, bei Nulleinspeiser und VIC Anlagen ehr häufig... daher sollte nicht nur der Verbraucher "gebrieft" werden, auch die Anlagen sollte nicht auf den letzen Euro gerechnet sein, sonder ehr großzügig ausgelegt sein.


    ... und die ganze "spannungsprüferei"..... ok :D .. ein Auto braucht mehr Sprit wenn man bergauf fährt und bergab eben weniger. Nun den Verbrauch ständig zu notieren ist interessant, dazu sollte man aber die Geschwindigkeit, also die Last mit notieren., sonst ist die ganze Schreiberei für die Katz.


    Die Batterien welche hier im Thread angesprochen wurden, machen zuerst mal einen ordentlichen Eindruck. Für mein Geschmack ist die Batteriebank für das gesamte System zu klein. Das ist wie ein 20-Litertank im BMW M3 mit den kleinen Unterschied, dass der BMW Tank nicht altert (nicht so schnell), die Batterien schon.


    Es muss eben billig, billig, billig, sein.....und dann muss es nochmal billiger werden und alle warten darauf, dass es noch billiger wird :mrgreen: So kann man eine gute Technik (Nedap) kaputt machen :? da ist Nedap selbst schuld!


    Sonnige Grüße :danke:

  • Das mit der Batteriegrösse resp. Lebensdauer muss man differenziert anschauen, das hängt von den Einstellungen ab, wie tief die Batterie entladen wird, Parametrisierung der Ladung, etc.
    Die Daten aus dem Batterielogbuch wären sicher mal ein erster Schritt für die Analyse.

  • Ich sehe es genauso, Batterie zu klein.
    Wenn schon klein dann bitte Lithium, denn da ist prozentual mehr nutzbare Energie entnehmbar als bei einem Bleiakku.
    Ebenso sind die Ladeverluste geringer als bei Blei, denn man kann fast 100% der geladenen Energie auch wieder herausholen.
    Wenn nun der kleine Akku für bessere Nutzbarkeit eingestellt wird ist klar das es auf die Haltbarkeit geht.
    Wie man einen Bleiakku fit hält kann man bei mir gut sehen, meine PZS sind aus den 90ern und immer noch am Leben. Nachts wird bei mir im Schnitt 2,5kwh aus dem Akku entnommen, dem gegenüber steht 48kwh.

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Die PC1800-FT haben nur 400 Zyklen. Wenn die Einstellungen wirklich so sind, dass die Zellen 80% geleert werden jede Nacht, dann ist 11 Monate immer noch wenig, aber durchaus im Rahmen. Wenn die Amis up to schreiben, hätte ich die Hälfte erwartet..
    Auf jeden Fall in einem solchen Betrieb würde ich den Batterien nicht mehr wie 2 Jahre geben...
    http://shop.odysseybattery.com/p/pc1800-ft


    Bei den Hoppecke sind 3 Jahre schon etwas kurz. Im Datenblatt sieht man aber, dass die Dinger noch 1500 Zyklen bringen, wenn man sie auf 80% entläd. Denen hätte ich also bei einem Zyklus pro Tag 4-5 Jahre gegeben. Ich würde auch keine Gel Batterien für so ein System nehmen, ist leider wegen der geringen Anforderung an die Belüftung gerne verbaut und schadet dem Ruf vom Bleiakkus. Eher mit flüssig Elektrolyt. Pezibär hat in seinem Batteriewiki alles schön erklärt.
    http://wiki.polz.info/doku.php

  • Der Akkupack bei den NEDAPS ist für die Verwendung nicht nur wahrscheinlich sondern definitiv zu klein.


    ....und nicht nur die Zyklen sind wichtig, der Lade- und Entladestrom ist genauso wichtig, denn Blei-Gel Batterien können selten hohe Lade- und Entladeströme dauerhaft bewältigen. Blei-Flüssigkeit schon eher... Lithium sowieso.


    Wir haben nun schon über tausend Hoppecke Blei AGM Solar Bloc 6V verbaut, bis heute kein Ausfall... wird wohl an der Dimension 6 V und and der Gesamtauslegung des jeweiligen Systems liegen.


    .... nächste Überlegung, wenn Blei groß dann ist der Batterieteil teurer... dann besser Lithium einsetzen? 8)


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Hallo.


    Habe selbe PV Anlage. Auch meine Akkus sind jetzt aber nach 3.5 Jahren defekt. Sie sind aufgequollen und haben gekocht.
    Garantie Fehlanzeige.


    Bin stinksauer.


    Mit freundlichen Grüßen


    Christian Linke