Mini PV Anlage

  • Hallo zusammen,


    Ich interessiere schon seit einiger Zeit für die sogenannten Plug & Play Anlagen.
    Eine Große Anlage kommt bei mir eigentlich nicht in frage da das Dach einfach in die Falsche Richtung geneigt ist.
    In meinem Garten gibt es jedoch eine kleine Stützmauer auf die ich gerne ein einzelnes Modul stellen würde, um meine Grundlast etwas abzufedern. Nun habe ich mir letztens schon mal ein fertiges Set im Baumarkt angeschaut und auch im Internet findet man da ja so einiges. Nur leider erfährt man selten was für ein Modul man da genau kauft.
    Darum würde ich mir gerne Modul und Wechselrichter einzeln kaufen um zu wissen was ich da genau kaufe.
    Gedacht hatte ich an den Letrika SMI260 Wechselrichter, nun stellt sich die Frage nach dem passenden Modul.
    Im Auge hatte ich diese 2:
    http://www.photovoltaik-shop.c…rt-nemo-60m-280-mono.html
    http://www.photovoltaik-shop.c…heckert-nemo-60p-270.html


    Würden die Module Theoretisch zum Wechselrichter passen? Und wenn ja welches ist zu empfehlen, Das Mono oder das Polykristalline Modul? Soweit sind die Preislich nicht auseinander.


    Ich weiß das ich mich rechtlich da in einer Grauzone in Deutschland bewege. Eine Einspeisung von Strom kann ich ausschließen. Ich habe hier auch mein Büro, das heißt über den Tag läuft eigentlich immer der PC und Monitor + Drucker.
    Dazu noch die üblichen Verbraucher von Kühlschrank, DSL Router usw.


    Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen
    Viele Grüße
    Deichi

  • Servus,


    ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass EON Bayern das nicht zulässt. Ich hatte dort mit diversen Spezialisten telefoniert. Es gibt auch in deren AGBs einen Passus der das verbietet, diese einfach in eine Verbrauchersteckdose zu stecken. Ist aber schon 2 Jahre her und ich habe es dann gelassen, auch weil Kinder im Haus.


    Du müsstest es auf alle Fälle mit einer eigenen Leitung zum Sicherungskasten führen, absichern, einen ENS einbauen und anmelden. So wurde mir das damals erzählt. Es soll aber innerhalb Deutschlands regionale Unterschiede geben....


    Just my 5 Cents.

    Gruß
    MrEasy2002


  • Anstatt das Kabel vom Wechselrichter in eine Steckdose zu stecken, könnte ich es ja auch über eine Verteilerdose anklemmen. Da Frage ist ja auch ob man da schlafende Hunde wecken sollte? Wenn ich zu 100% sicherstellen kann das der Strom in meinem Haus verbraucht wird

  • Zitat von Deichi


    Anstatt das Kabel vom Wechselrichter in eine Steckdose zu stecken, könnte ich es ja auch über eine Verteilerdose anklemmen.


    Du dürftest das nicht aber ein beim zuständigen VNB eingetragener Elektriker kann und darf das.


    Zitat

    Da Frage ist ja auch ob man da schlafende Hunde wecken sollte?


    Da "schläft" keiner, jede netzparallel betriebene Anlage (und sei sie auch noch so klein) ist dem VNB zu melden und nach den geltenden Regeln der Technik zu installieren :!:


    Egal ob mit oder ohne Einspeisung, ob EEG-Anlage oder Nicht-EEG-Anlage, du wirst dich wie alle an die geltenden Regeln halten müssen wenn du auf der legalen Seite bleiben willst. Bedeutet also Festanschluss durch eine Elektrofachkraft und Meldung beim VNB.
    Alles andere ist nicht "Grauzone" sondern schlicht verboten.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo Deichi,


    und wilkommen im Club der "PV-Mini's" :-) Lies dir mal den Thread "MiniPV ordentlich anmelden" durch. Ich denke, da ist das ganze (mein ganzes) Dilemma ausreichend dargestellt, so dass Du als "mündiger Bürger" selber entscheiden musst, welchen Weg Du gehst. Und Du kannst mich gerne da auch nochmal kontaktieren - das Thema ist abendfüllend (am besten mit 'nem Bier oder Wein)


    Aber um auf Deine Frage zurück zukommen:
    Wenn ich Die Daten der Module und mit dem Letrika vergeliche, sehe ich da - als Laie - keine großen Unterschiede. Die Wattzahl variiert ein bißchen; der größte Unterschied ist die Nennspannung (beim Poly 1.000 V, beim Mono 31 V), aber Du willst ja nur das eine Modul in Betrieb nehmen...


    Ich denke, dass das wohl eher eine Entscheidung der Optik ist, aber fachlich kann "CarpeDiem" Dir da besser helfen, der kennt sich wohl gut mit dem Letrika aus.


    In diesem Sinne,


    Holger73

  • Das Thema Mini PV erinnert mich an eine Situation in den USA.


    Dort ist in einem Dutzend Staaten Oralverkehr selbst zwischen verheirateten
    Paaren per Gesetz verboten und kann sogar streng bestraft werden.


    Wer aber hält sich daran? Und wer ist dafür in den letzten Jahren bestraft worden?


    Während hier im Forum noch hunderte Seiten lang und breit über von ..harmlos über ..erlaubt, erlaubt nur wenn..... fast erlaubt..., bald erlaubt..., ganz verboten..., ganz schlimm... gefährlich..., ganz gefährlich oft nach persönlicher Interessenlage der Schreibenden.. diskutiert wird, machen es täglich hunderte und inzwischen viele viele Tausend in Deutschland und stören sich nicht an diesen Diskussionen.


    Ich selbst warte immer noch auf die erste Verurteilung, Bestrafung.


    Das könnte den Schluß zulassen: Wer sich in Amerika von seiner Frau keinen blasen läßt, weil es gesetzlich verboten ist, ist vom Typ her der Gleiche, der sich in Deutschland keine Mini PV anschafft, weil er Angst hat, es könnte verboten sein.

  • Zitat von FelzenSolar

    Wer sich in Amerika von seiner Frau keinen blasen läßt, weil es gesetzlich verboten ist, ist vom Typ her der Gleiche, der sich in Deutschland keine Mini PV anschafft, weil er Angst hat, es könnte verboten sein.


    word!
    jetzt mal rein technisch gesehen:
    achte einfach drauf, dass die wattzahl des moduls max. ca. 10% ueber der dc-wattzahl des modulwechselrichters und die spannung des moduls am mpp im oberen ende des mpp-bereichs des wechselrichters ist, dann kann nix schiefgehen!
    wenn du nur ein modul anhaengst, dann treibt das etwa 1A strom.
    am besten in einen stromkreis haengen, an dem fast keine last drauf ist, dann ist's von der stromlast her (in diesem kreis) auch unkritisch, ist ja ueblicherweise fuer mind. 16A ausgelegt...
    alles falls optimale ausrichtung (+/- 3h um den zenit) vorliegt, ansonsten sind halt die zu erreichenden werte geringer...

  • Hi Deichi,


    Holger 73 hat ganz richtig auf den thread " Mini PV ordentlich anmelden " verwiesen, wo alles Wesentliche behandelt wurde.
    Wenn Du Dich für Guerilla entscheidest, müssen natürlich alle, die im Haus/in der Wohnung leben/normalerweise da sind, wissen, dass sie keinen Kontrolletti vom VNB oder EVU rein lassen dürfen, solange Deine PV angeschlossen/angesteckt ist bzw. auch nur die Anschlusskabel zu sehen sind...
    Sicher ist ganz wichtig, dass Deine PV ihre Stromeinspeisung automatisch beendet, sobald das Netz abgeschaltet wird bzw. die Sicherung rausfliegt, sonst gefährdet Deine PV-Anlage, die, die nach dem Abschalten nicht damit rechnen, dass noch Spannung auf der Leitung ist bzw. dass Spannung plötzlich erscheint, wenn die Sonne rauskommt. Sowas führt leicht zu einem Personenschaden, besonders wenn alles jahrelang gut ging und man das Risiko verdrängt hat.
    Besser ist jedenfalls, die Verbraucher ganz abgetrennt vom Netz zu versorgen, die den ganzen Tag laufen und auch Versorgungspausen vertragen wie z.B. Kühlschrank/Gefriertruhe mit Kältespeicher und erforderlichenfalls im Winter den Schalter zum Netzbetrieb umzulegen. Dann sparst Du Akku und Laderegler, die Du bräuchtest, wenn Du z.B. den Rechner oder die Beleuchtung mit Solarstrom versorgen wolltest


    Freundliche Grüße
    pvx