Weitere Mehrkosten durch Gesetz zur Digitalisierung der EW

  • Weitere Mehrkosten durch Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende


    Der Einbau eines intelligenten Messsystems soll auch Betreibern von Solarstromanlagen größer einem Kilowatt Leistung vorgeschrieben werden können. Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende mit der entsprechenden Änderung beschlossen. Zudem findet sich im Text eine Änderung, die für höhere Kosten bei Verbrauchern führen kann: Müssen neue Halterungen und Gehäuse aufgrund des Zählereinbaus montiert werden, zahlt dafür wahrscheinlich am Ende der Kunde.


    Der Bundestag hat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Damit es in Kraft treten kann, muss es noch den Bundesrat passieren und vom Bundespräsidenten unterschrieben werden. Ist beides erfolgt, müssen sich Betreiber von Photovoltaikanlagen größer sieben Kilowatt Leistung intelligente Messsysteme einbauen lassen – gegen weit höhere Entgelte, als heute üblicherweise für den Betrieb eines Einspeisezählers berechnet wird.


    Einbaupflicht für Anlagen größer sieben Kilowatt Leistung


    Die Einbauverpflichtung ist zum einen für netzgekoppelte Erneuerbare-Energien-Anlagen vorgesehen aber auch für Haushalte und Unternehmen, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr beziehen. Unterschiede gibt es lediglich bei den zeitlichen Vorgaben und den Preisobergrenzen. Bei Ökostromerzeugern sollen folgende jährlichen Entgelte nicht überschritten werden:


    für Anlagen größer 7 bis 15 Kilowatt Leistung 100 Euro brutto
    für Anlagen größer 15 bis 30 Kilowatt Leistung 130 Euro brutto
    für Anlagen größer 30 bis 100 Kilowatt Leistung 200 Euro brutto


    Bei noch größeren Systemen nennt der Gesetzentwurf keinen festen Preis als Obergrenze. Ein „angemessenes Entgelt“ solle in Rechnung gestellt werden, heißt es. Im Gegensatz zu den Anlagen bis 100 Kilowatt Leistung, die bereits ab 2017 zum Einbau eines intelligenten Messsystems verpflichtet werden können, ist dies bei den größeren Kraftwerken erst ab 2020 möglich. Bis dahin, so spekulieren die Politiker, haben sich die Preise für die Messsysteme infolge des massenhaften Ausbringens von Geräten verringert.


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    PV-Forum wird Messstellenbetreiber: ComMetering

  • Zitat von Elektron

    Weitere Mehrkosten durch Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende


    Zudem findet sich im Text eine Änderung, die für höhere Kosten bei Verbrauchern führen kann: Müssen neue Halterungen und Gehäuse aufgrund des Zählereinbaus montiert werden, zahlt dafür wahrscheinlich am Ende der Kunde.


    Das ist vom Grunsatz her nichts wirklich Neues, denn für den vorschriftsmäßigen Zählerplatz war man als Kunde schon immer selbst zuständig :roll:


    Wenn der Zählerplatz oder Teile davon nicht den TAB entsprechen hatte der Kunde (egal ob PV-Betreiber oder nur Strom Bezugskunde) den Zählerplatz schon immer nach den aktuellen Bestimmungen auf seine Kosten umzurüsten.


    Einziger Unterschied: Aufgrund der neuen Geräte die mit alten Zählerplätzen ggf. nicht mehr kompatibel sind geht jetzt der erforderliche Umbau vom Messstellenbetreiber aus und nicht vom Eigentümer der zu ändernden Einrichtungen (Zählerplatz).
    Der bisher für den Kunden geltende "Bestandsschutz" wird also ganz gezielt nur für diese eine Maßnahme aufgehoben.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hi,
    ich hab es am 26.10.2015 schon geschrieben...
    http://www.photovoltaikforum.c…larworld-t109661-s10.html

    Zitat von Red5FS


    Auch die Studie dazu ist erst interessant...Seite 92-110
    https://www.bmwi.de/BMWi/Redak…2,sprache=de,rwb=true.pdf


    Da bleibt viel Spiel nach oben. Ich bin der Meinung, das wird mal "alle" Verbraucher treffen...ist nur die Frage wann und wie...


    :twisted::twisted::twisted:
    Gruß Red5FS

    Gruß Red5FS
    ---
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    Meine Anlage
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  • oder einfach auf die 10 cent Einspeisung verzichten 100 € sparen und Inselbetrieb machen, dann könnens derzeit den Zähler in die Haare schmieren.

  • Zitat von playboy

    oder einfach auf die 10 cent Einspeisung verzichten 100 € sparen und Inselbetrieb machen, dann könnens derzeit den Zähler in die Haare schmieren.


    Scherzkeks, und wer zahlt die Umrüstung auf vollständig autarke Insel :shock:
    Da gehört ja bekanntlich sehr viel mehr dazu als nur auf die Einspeisevergütung zu verzichten.... :evil:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von smoker59

    ...
    Der bisher für den Kunden geltende "Bestandsschutz" wird also ganz gezielt nur für diese eine Maßnahme aufgehoben.


    Nicht für bestehende EEG-Anlagen bis 7KW.
    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/089/1808919.pdf

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
  • Zitat von stan


    Nicht für bestehende EEG-Anlagen bis 7KW.


    Mit "Bestandsanlagen" waren nicht PV-Bestandsanlagen gemeint sondern bestehende Elektroinstallationen zu denen der Zählerplatz ja dazugehört :idea:
    Das sollte aber aus meinem Beitrag hervorgehen wenn man nicht nur den einen Satz liesst :roll:


    Bestehende Elektroinstallationen haben bislang Bestandsschutz soweit sie zum Zeitpunkt der Errichtung den Vorschriften entsprachen und keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden. So ist es zum Beispiel nicht vorgeschrieben eine Anlage mit Nullung auf FI-Schaltung umzurüsten (auch wenn es vlt. sinnvoll wäre :idea: ) wenn die Anlage nicht "verändert" wird.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von smoker59


    Scherzkeks, und wer zahlt die Umrüstung auf vollständig autarke Insel :shock:
    Da gehört ja bekanntlich sehr viel mehr dazu als nur auf die Einspeisevergütung zu verzichten.... :evil:


    was für Umrüstung ? der pip hängt einfach auf einer Phase als Inselbetrieb und wenn der abschaltet wird auf Netzeinspeisung umgeschaltet. dafür gibts ja entsprechende switch.

  • Zitat von smoker59

    ...
    Das sollte aber aus meinem Beitrag hervorgehen wenn man nicht nur den einen Satz liesst :roll:


    Bestehende Elektroinstallationen haben bislang Bestandsschutz soweit sie zum Zeitpunkt der Errichtung den Vorschriften entsprachen und keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden. So ist es zum Beispiel nicht vorgeschrieben eine Anlage mit Nullung auf FI-Schaltung umzurüsten (auch wenn es vlt. sinnvoll wäre :idea: ) wenn die Anlage nicht "verändert" wird.


    Ich habe auch den vorletzten Satz gelesen:

    Zitat von smoker59

    ...
    Einziger Unterschied: Aufgrund der neuen Geräte die mit alten Zählerplätzen ggf. nicht mehr kompatibel sind geht jetzt der erforderliche Umbau vom Messstellenbetreiber aus und nicht vom Eigentümer der zu ändernden Einrichtungen (Zählerplatz).
    Der bisher für den Kunden geltende "Bestandsschutz" wird also ganz gezielt nur für diese eine Maßnahme aufgehoben.


    Das ändert doch nichts an meiner Aussage, das Bestandsanlagen bis 7kW nicht betroffen sind.
    Oder hätte ich schreiben sollen: "... nicht für die Elektroinstallation von PV-Bestandsanlagen bis 7kW."


    Viel problematischer wird es aber für PV Anlagen > 7kW und eigenem Erzeugungszähler in Zusammenhang mit dem neuen MsbG-Entwurf.

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010

    Einmal editiert, zuletzt von stan ()

  • Nur das auch normale Bezugskunden auch mit den IM an der Reihe sind.
    Auch die Oma mit 2000kwh Jahresverbrauch wird u:U mit IM versorgt.
    Der neue Schaltschrank evt.1000-2000€ muß dann trotzdem von ihr aufgebracht werden. :|

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