Was passiert mit der "alten" PV Anlage?

  • Hallo miteinander,
    das nachfolgende Thema wurde hier schon diskutiert. Allerdings möchte ich gerne Eure Meinung auf meinen Fall hin einholen.
    Ich habe eine PV Anlage, 3,5 Jahre alt, 9.36 KWp. Südostausrichtung. Nun kaufe ich in der Nähe (400m weiter) ein anderes Haus. (Süd,südost Ausrichtung) Mein jetziges Haus wird durch einen Neubau auf dem Nachbargrundstück vermutlich teil oder vollbeschattet. (Steht noch nicht fest) Rechtlich habe ich keine Möglichkeit Einspruch zu erheben. Nun stehe ich vor folgenden Optionen. 1) Haus mit Anlage verkaufen. Wieviel bekomme ich noch für meine Anlage? Habe ich für den geplanten Neubau eine Hinweispflicht?
    2) PV Anlage mieten. Macht für mich keinen Sinn.Auch im Hinblick auf die zukünftige Beschattung.
    3) Umziehen, wobei ich auf das neue Haus vermutlich nicht alle Paneele bekomme. Dann würde auch noch ein neuer WR als Kostenfaktor dazukommen.
    Was würdet ihr mir raten?
    Ich habe bereits das Energieberatungszentrum xxxx aufgesucht. Das Ergebnis war ich soll die Anlage lassen und mir auf das neue Haus eine neue PV Anlage machen. Hat mir auch gleich eine Firma benannt die das macht und einen Termin bei dem ausgemacht. Klang für mich wie eine Nötigung zum Kauf.

  • Hi kuhtreiber,


    wenn der Käufer Deines alten Hauses nicht selbst draufkommt, dass die PV künftig beschattet sein wird, könnte er das dann vielleicht als verborgegen Mangel nachträglich geltend machen. Über Risiken und Nachwirkungen berät Dich ein guter Immo-Anwalt. :mrgreen: Jedenfalls ist Verschweigen nicht gentleman like.
    Ein Umzug, bloß wegen PV-Leistungsverlust wird sich wohl kaum rechnen. Aufstocken?


    Freundlichen Gruß
    pvx

  • Also ich ziehe nicht wegen der Beschattung um. :lol: Wegen des versteckten Mangels sehe ich das ähnlich. Kannst Du zu den anderen Fragen etwas beitragen?
    Wenn der Käufer die PV übernimmt, bekommt er die gleichen Zuschüsse wie ich? Oder fällt er in die aktuelle Förderung?

  • Wenn der Käufer die Anlage übernimmt, bekommt er die ale Vergütung. Auch die Restlaufzeit wird übernommen...
    Wenn Du auf dem neuen Haus eine neue Anlage baust, bekommst Du dafür die aktuelle Vergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 20 Jahre


    Stefan

  • Zitat

    Mein jetziges Haus wird durch einen Neubau auf dem Nachbargrundstück vermutlich teil oder vollbeschattet. (Steht noch nicht fest)


    Wie wär`s wenn du daas erstmal klärst, also wie hoch wird das Nachbarhaus, wie weit weg von deiner Anlage :?:


    Wenn man diese Daten hat kann man schon recht genau abschätzen bzw. ausrechnen ob und wie weit deine Anlage verschattet wird.
    Ich würde mir an deiner Stelle eine Simulation mit Google Sketchup erstellen, da kann man das recht gut erkennen.
    Oder eine Horizontdatei für PVGIS http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe damit kannst du sogar die zu erwartenden Erträgevorher/nachher simulieren.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • OK, evtl. habe ich zu viele Fragen auf einmal gestellt, oder mich unklar ausgedrückt.
    Ich ziehe unabhängig vom Neubau auf dem Nachbargrundstück in das neue Haus. Das heißt für mich hat Priorität zu wissen ob es sinnvoll ist die Solaranlage als Wertsteigerdes Objekt auf dem Haus zu belassen, oder Mitzunehmen. In meinem neuen Haus möchte ich - wenn ich sie nicht mitnehme- keine neue PV haben.Da kommt nur Warmwasser aufs Dach. Wenn ich sie mitnehme, nehme ich sie halt weil ich sie schon habe und sie noch recht neu ist. Also, was ist rentabler, lassen oder abbauen.
    Das Thema mit der Beschattung ist noch völlig unklar, da sich der Nachbar ausschweigt. Ich weiss das er bauen will, nicht jedoch wann und wie hoch. Ich weiß jedoch das es ein 2 Familienhaus wird, die Höhe ergibt sich aus den Nachbarhäuser, welche alle deutlich höher sind als meines. Somit bin ich im Schatten. Und Schatten bedeutet geringer Mehrwert beim Verkauf des Hauses.

  • Aus meiner Sicht würde ich sagen, alles beim alten belassen und die Anlage mitverkaufen.
    - Rückbau der Anlage und Neuaufbau auf Deinem neuen Dach wird sich nicht rentieren.
    - Anlage behalten und das alte Dach pachten wird bei einigen Käufern kritisch angesehen


    Da bleibt nur Anlage mitverkaufen, wenn das Haus verkauft wird.


    Stefan

  • Zitat von LumpiStefan

    Aus meiner Sicht würde ich sagen, alles beim alten belassen und die Anlage mitverkaufen.
    - Rückbau der Anlage und Neuaufbau auf Deinem neuen Dach wird sich nicht rentieren.
    - Anlage behalten und das alte Dach pachten wird bei einigen Käufern kritisch angesehen


    Da bleibt nur Anlage mitverkaufen, wenn das Haus verkauft wird.


    So würde ich das in diesem Fall dann auch machen. Was ich allerdings nicht verstehe......

    Zitat von kuhtreiber1988

    In meinem neuen Haus möchte ich - wenn ich sie nicht mitnehme- keine neue PV haben.Da kommt nur Warmwasser aufs Dach


    Da muss bei deiner PV-Anlage aber irgendwas gewaltig schief gelaufen sein, daß du so unzufrieden damit bist und stattdessen auf Solarthermie setzt :roll:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Denke auch daß die Ab/Aufbaukosten nicht unerheblich sein werden.


    Was ich aber noch nicht verstehe:
    Der Nachbar baut vermutlich ein 2 Familienhaus und dadurch entsteht bei Dir eine derartige Abschattung, daß die PV nicht mehr lohnt?
    Die 2 Familienhäuser bei mir in der Gegend sind 2 geschoßig plus Giebeldach.
    Ist Dein Dach ca. 90° gedreht (daß Dein Giebel parallel zu dem vom Nachbar verläuft) oder warum entsteht dann eine derartige Abschattung?
    Das Nachbarhaus steht entweder entfernt von Dir und selbst wenn Du einen Bungalow mit Flachdach hast, sollte sich nur zu bestimmten Randzeiten eine Abschattung ergeben.
    Es sei denn Dein Dach ist 90° zur Achse gedreht?
    Oder kommt noch eine starke Hanglage dazu (Nachbar bergseitig von Dir)?
    Rechne das doch einfach mal durch: nachbargrundstück mit angenommer Haushöhe und Abstand zu Deiner PV und für wie lange eine Abschattung entsteht. Ist ja eine unkomplzierte Rechnung und dann hast Fakten..


    Der Business Case für Dich ist ohnehin ein anderer:
    Wie ist gerade der Immobilienmarkt bei Dir: gut/schlecht, hoher Preis, erwartetet Preisentwicklung, alternative Vermietungschancen, brauchst den Cash vom alten Haus um das neue zu finanzieren. Die paar k€ von der PV werden da nicht den Ausschlag geben, selbst wenn Du die dem neuen Käufer schenkst.
    Beim Verkauf der PV mußt dennoch aufpassen, daß das Finanzamt mitspielt. Du bist erst 3 Jahre im Betrieb (soweit ich ds lese). Wenn Du dann unter Preis verkaufst, könnte das liebe Finanzamt Liebhaberei vermuten und Dir rückwirkend die Steuerersparnis streichen. ALso beim Verlauf schön drauf achten, daß zumindest kein dicker Verlust entsteht.


    LG
    zehti

  • Es gibt auch Käufer die keine PV wollen (zumindest wenn sie wissen, daß das "Arbeit" mit dem Finanzamt bedeutet).
    Auf keinen Fall als Teil des Hauses sondern in einem getrennten Vertrag verkaufen. Der Preis hängt dann natürlich von den zu erwartenden Erträgen ab.


    Zum Nachbarn - wenn es einen Bebauungsplan gibt, steht da drin, was maximal erlaubt ist, wenn nicht hast du geringe Chancen den Plan noch in deinem Sinn etwas ändern zu lassen (dann unterschreibst du sofort, sonst verzögert sich das ohne deien Unterschrift etwas, was viele Bauherrn auch nicht gerne sehen)