Anlage auf Eigenstrom umstellen Probleme

  • Ich brauche mal einen Rat von erfahreren Personen ob meine Überlegungen richtig sind.
    Ich habe eine PV Anlage Dez. 2009 mit 12kWp mit 3 SMA WR. Sie erzeugt ca 10.000kwh, das entsprich in etwa auch meinem Jahresverbrauch. Bisher wird volleingespeist. Ich möchte auf Teileinspeisung umstellen. Statt 43ct für Einspeisung bekomme ich dann nur 25ct für Eigenverbrauch, spare aber Netzbezug von weiteren 25ct. Somit sollte sich Eigenstrom lohnen.
    Für den Umbau setzt der Netzbetreiber einen biderektionalen Zähler zum Messen der Eigennutzung. Ist es sinnvoll dazu einen Sunny Energy Meter und einen Sunny Home Manager zu installieren für eine intelligente Energiesteuerung im Haus? Die Installationskosten müssen ja verdient werden!
    Ich erwäge demnächst einen Plugin-Hybrid zu kaufen (MB GLC350e) der natürlich mit Eigenstrom geladen werden soll. Für die intelligente Ladesteuerung brauche ich noch Vorschläge. Reicht eine Schukodosenlösung oder brauche ich eine teure Wallbox für höhere Ladeströme?
    Würde sich bei mir eine Speicherlösung rechnen? Wie groß sollte sie sein, Technik, Hersteller?
    Für Hile mit diesen Fragen wäre ich sehr dankbar.

  • Mit dem Rechnen ist das so eine Sache.
    Einspeisung mit 43 Ct/KWh ist die Basis der Rechnung.
    Bei Umstellung auf Eigenverbrauch, wenn es denn bei dieser Anlage überhaupt möglich ist, kommt die Gegenrechnung.
    Vergütung für den EV 25 Ct/KWh, spart den Bezug von 25 Ct/KWh rechne ich dann mal mit Minus 18 Ct/KWh gegenüber der Volleinspeisung.
    Ein Speicher wäre dann noch zusätzlich ein abwegiger Grund, Geld zu vernichten.
    Freu Dich über die Vergütung der Volleinspeisung und den Ertrag.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • So ganz versteh ich eure Rechnung nicht.
    Wenn ich jetzt mal von oben die Zahlen nehme, halte ich mal fest:
    Stromverbrauch 10.000 kWh
    Stromertrag: 10.000 kWh
    Eigenverbrauch aktuell: 0kWh
    Einspeisevergütung: 0,43€/kWh
    Eigenverbrauchvergütung: 0,25€/kWh
    Bezugsstrom: 0,25ct/kWh
    Das macht im Jahr: 10.000kWh * 0,43€/kWh - 10.000kWh * 0,25€/kWh = 1.800€
    Wenn er jetzt selber 5.000kWh im Jahr verbraucht sieht das so aus:
    5.000kWh * 0,43€/kWh + 5.000kWh * 0,25€/kWh - 5.000kWh * 0,25€/kWh = 2.150€


    Also hätte er quasi vor Steuer einen Mehrertrag von 350€
    Frage bleibt ob der Verbrauchsstrom brutto oder netto ist, außerdem ist die vermutlich zu zahlende EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch auch noch nicht berücksichtigt...


    Stefan

  • warum sollte er die nicht mehr bekommen?
    die Vergütung richtet sich nach dem Inbetriebnahmedatum.
    Ab IB 01.01.2009 besteht die Möglichkeit mit dem Eigenverbrauch.
    Umschalten zwischen Volleinspeisung und Überschusseinspeisung kann der Anlagenbetreiber so oft wie er lustig ist, wenn er möchte sogar alle Viertelstunden.
    Er muß das nur dem Netzbetreiber vorher anzeigen (2 Tage ?) damit sich dieser darauf einstellen kann und in seiner Netzleitwarte die nötigen Vorkehrungen treffen kann .....

  • zum rechtlichen kann ich leider nix sagen, aber 350€ mehreinnahmen sind vermutlich etwas hoch angesetzt. 50% eigenverbrauch, da muss man auch ein bissi war am verbrauchsverhalten tun!
    physikalisch aendert sich am stromfluss nichts, nur wird anders gezaehlt.
    technisch sollte also wenig bis nichts dagegensprechen.
    frag halt einfach mal bei der stelle an, mit der du den einspeisevertrag abgeschlossen hast!

  • Zitat von flosky

    frag halt einfach mal bei der stelle an, mit der du den einspeisevertrag abgeschlossen hast!


    das ist bei uns dank EEG nicht nötig...