Planung einer Insellösung für den autarken Garten

  • Hallo liebe Community,


    ich lese hier schon eine Weile mit und habe mich ein wenig mit der Planung einer autarken Anlage für den Garten beschäftigt.


    Zu betreiben gibt es:


    1x max. 1200 Watt Gartenpumpe
    1x max. 100 Watt TV
    1x max. 1500 Watt Klima Split Gerät
    1x max. 170 Watt Kühlschrank


    Also ca. 3000Watt in Summe.


    Herausgesucht habe ich mir folgende Teile:


    1x Generic 3500W Spannungswandler DC 12V 230V Sinus Wechselrichter (echter Sinus)
    2x LANGZEIT Solar 280AH 12V C100 Solar- Versorgungsbatterie
    1x Steca Laderegler Tarom 4545 12/24V
    2x LG Solar Solarmodul LG300N1K-G4 NeON 2 Black 300 Watt mono schwarz


    Die Pumpe wird eher selten laufen (Abends ab 22Uhr, automatik). Die Klima Anlage auch nur nach Bedarf und wohl eher nicht zu den Pumpzeiten. Der Kühlschrank sollte 24/7 laufen und der TV halt auch eben nach Bedarf.


    Was haltet Ihr von der Konstellation, ich weis das der Wechselrichter NoName ist, aber mit dem Risiko möchte ich leben.
    Wichtig ist mir das ich 24/7 Strom anliegen habe da die Pumpe (Standby) und der Kühlschrank immer mit Strom versorgt werden sollen.


    Schonmal vielen lieben Dank!
    Gruß, Maxcyber

  • Moin maxcyber und willkommen im Forum.


    Ich empfehle dir mal auf diese Seite zu gehen: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php Das ist der Solarrechner der EU. Dann kannst du sehen, ob dein erhoffter Ertrag mit deinem zukünftigen Verbrauch passt. Wahrscheinlich wirst du mit dem Strom deutlich sparsamer umgehen müssen, als du aktuell vermutest. Mit deinen 0,6 kWp wirst du im Sommer knapp über 2 kWh am Tage einsammeln; die Klimaanlage kann dann also eine Stunde und zwanzig Minuten laufen!


    Über Solarbatterien sagte ich schon häufiger, dass die wegen dem Aufkleber mindestens 30% teurer sind als normale Batterien. Die von dir ausgesuchte Batterie ist für 600 Zyklen ausgelegt (man geht oft von 200 Vollzyklen pro Jahr aus; die Batterien sind also nach 3 Jahren hinüber) und kostet rund 275 Euro. 280 Ah * 12 V = 3,36 kWh Nennkappa, macht 2,35 kWh nutzbare Kappa (70%). 275 Euro / (2,35 kWh * 600) = 19,5 Cent por kWh. Jede kWh, die du in so eine Batterie reinschiebst und wieder rausholst, kostet dich mindestens 20 Cent (Ladeverluste nicht eingerechnet). Das ist zu teuer! Mach dich mal auf die Suche nach Traktionsbatterien (für Kehrmaschinen, Rollstühle etc.). Mit Staplerbatterien kommt man bis auf 10-12Cent pro kWh herunter.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo, du solltest bei dieser Leistung mit der Systemspannung (Batterie und WR) auf 24V, besser 48V gehen da dann der Laderegler mehr PV Leistung kann und die auftretenden Ströme nicht so groß sind. Auch hast du dann Reserven beim Laderegler für eine Erweiterung. Vielleicht ist auch ein PIP 4048 mit MPPT Laderegler für dich preislich interessant?
    Grüße Toni.