Müllabfuhr in NRW fünf mal so teuer wie in Bayern

  • Ist zwar nicht PV wie vieles im Forum, aber diese Ungerechtigkeit muss einmal erwähnt werden.


    Die Überschift ist etwas plakativ, passt aber zur Studie in der SZ.


    Eine Leverkusener Familie muss demnach fast 600 Euro mehr für die Müllentsorgung bezahlen als ein identischer Haushalt in Nürnberg. Gelsenkirchen ist die rühmliche Ausnahme. An der Landesregierung kann es ja nicht liegen. :wink:


    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gel…ie-in-nuernberg-1.3045801
    Ranking mit Excel-Dateien: http://www.hausundgrund.de/presse_1155.iframe,1.html

    9,1kwp - Süd (2009)

    2,5kwp - Nord (2019)

    Das beste Schnäppchen ist, wenn man das, was man nicht braucht, nicht kauft

  • Im Süden wird der Müll eben besser getrennt (Kehrwoche ) und somit ist die Restliche Entsorgung günstiger.


    Wer sich die Zeit spart, die er für die Trennung des Mülls z.B. in Glascontainer, Altpapiersammlung, Recyclinghof benötigt muss eben etwas mehr zahlen. Er hat kja dann Zeit damit er mehr arbeiten kann um dieses Geld zu verdienen.


    Wer weniger Müll produziert => kleinerer Mülleimer => günstigere Gebühren.


    Unter dem Strich bleibt alles gleich.



    Django

  • Zitat von django65

    Wer weniger Müll produziert => kleinerer Mülleimer => günstigere Gebühren.


    Dieses Argument zog leider in unserem Landkreis überhaupt nicht. zum Jahr 2016 wurden alle Haushalte gezwungen, für den Restmüll entweder eine Gebührenerhöhung um fast 60% in Kauf zu nehmen oder die Tonne gegen eine anderen Formats (im besten Fall doppelte Größe bei halbiertem Abfuhrrhythmus) zu tauschen. Bekanntgemacht wurde dies unauffällig auf dem Abfallkalender und mit den erst Wochen später im neuen Jahr verschickten Gebührenbescheiden. Das gab wochenlang Zeitungsartikel, Staus in der Telefonhotline usw. ...

  • Hallo,


    unsere Stadt ( Pforzheim ) ist stark verschuldet, sie muss zwangssparen. Das heisst : alle Ausgaben runterfahren ( einsparen ) alle Einnahmen erhöhen ( teilweise deutlich ). Vermutlich gehört Leverkusen auch dazu.
    Pforzheim legt noch diesen Sommer alle Brunnen im Stadtgebiet trocken!


    Gruss
    Badenzer

    50 Suntech STP245S = 12,25 kWp; Power-One 12,5; Ausrichtung +84 Grad; DN 38 Grad; EV; IB 3/12

  • Also ich bezahle das 5fache hier in der Stadt im Verhältnis zum Haus auf dem Land.
    Es ist schon erstaunlich wie voll die Restmülltonnen immer sind, da sind wohl viele zu faul zum trennen

  • Bei uns wurden die Müllgebühren mit Einführung der Biomülltonnen dieses Jahr auch wieder teurer.
    Die Kommunikation war aber nahezu perfekt. Es wurde frühzeitig angekündigt, als es konkreter wurde auch schön ins Detail gegangen. Die Biotonne ist dabei grundsätrlich Pflicht und man musste es beantragen und (theoretisch) nachweisen wenn man selbst kompostiert. Wobei der Biomüll meines Wissens nicht kompostiert sondern verstromt wird.


    Ich kann aber auch nachvollziehen das der Müll teurer wurde. Vor ein paar Jahren wurde RFID-Marken eingeführt die aufgeklebt werden mussten. Die Dinger machten aber immer mal wieder Ärger. Jetzt haben wir Chips an den Tonnen. Dementsprechend wurden, zusätzlich zu den Biotonnen, auch alle Restmüllbehälter neu ausgegeben.
    Dazu kommt noch das unser Kreis seit ein paar Jahren keine eigene Deponie mehr hat, wird im offiziellen Sprech nur noch als Umladestation betitelt.



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • Zitat von JAU

    Dazu kommt noch das unser Kreis seit ein paar Jahren keine eigene Deponie mehr hat, wird im offiziellen Sprech nur noch als Umladestation betitelt.


    dazu kommt noch, daß seit vielen Jahren sowieso kein Restmüll mehr auf eine Deponie mehr gebracht werden darf

  • Ich habe bisher in BaWü, dann einige Jahre in NRW gelebt, und jetzt in Bayern.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass hier besser der Müll getrennt wird. Vor allem bei schwäbischen Hausfrauen. :wink: Im Ruhrgebiet musste man uns an der Uni beibringen, wie der Müll korrekt getrennt wird (wurde dann auch in der Klausur abgefragt. Im Logistik-Studium. Ernsthaft.). "Gelbe Tonne" war da für manche wohl ein Fremdwort. Könnte aber in München genau so sein.


    Als weiteren Unterschied habe ich ausgemacht: In Dortmund hat sich die Müllabfuhr jedenfalls in unserer Straße selbst darum gekümmert, die Tonnen bei der Leerung aus den Innenhöfen oder sonstwoher zu holen. Die hatten Schlüssel für manche Häuser und sind dann rein und haben die Tonnen geholt. Und dann nach der Leerung auch wieder an ihren Platz gebracht. Da war das Müllauto also immer viele, viele Minuten in einer Straße zugange, und auch mit mehr Personal.


    Naja, hier in Bayern und in BaWü ist das jedenfalls an meinen Wohnorten anders: Da ist man selbst dafür verantwortlich, die Tonnen rechtzeitig rauszustellen, so dass das Müllauto nur schnell vorbeifährt. In meinem alten Kaff in Bawü stand das Müllauto vielleicht 20 Sekunden vor der Tür, hat unsere Tonne und die des direkten Nachbarn geleert, und weiter ging es. Hinten ist auch nur ein Mitarbeiter am Wagen für die Leerungen. Vergisst man das Rausstellen, wird eben auch nicht geleert. So ist es bestimmt deutlich weniger personal-, zeit- und verwaltungsintensiv und damit auch günstiger.


    Ob das jetzt besonders NRW-spezifisch ist, oder eher Großstadt-spezifisch, das weiß ich nicht. Hier in der bayrischen Großstadt müssen die Tonnen auch selbst rausgestellt werden, übernimmt allerdings der Hausmeisterservice. Der kostet aber auch ne Menge. :mrgreen:

  • Müll ist i.d.R. kein freier Markt.
    Also Monopol.
    Da bekommt man nur selten den günstigsten Preis. :wink:
    Auch ist die Müllmenge, Einwohner je km², Entfernung zur Entsorgung, Art der Entsorgung (Deponie oder Verbrennung), usw. nicht zum Preis ableitbar.


    Da wird genommen was vorher in der Stadt/Kreis durchgewunken wurde.


    Anders ist es einfach nicht zu erklären, dass 3 Städte, die alle zur gleichen Verbrennung fahren deutlich unterschiedliche Müllgebühren erheben.


    Ergo, Gebühren sind wie Steuern.

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