Strombedarf steigt um das Fünffache an, statt zu sinken

  • Zitat von hfrik

    Das ist mir deutlich zu pessimistisch. In einem 100%-EE-Szenario mit NEtzen läuft mit dem Sommer PV-Überschuss in Chna und Indien nachts (bei uns mittags) die Klimaanlage und in Nordafrika und Mittelmehtr dann im tagesverlauf die Kliamanlage.


    Ein globales HGÜ Netz wäre natürlich ein Traum(!) ganz besonders für die Nutzung von Solarstrom.


    Derzeit fehlt mir aber die Phantasie wer das bauen soll.


    Die ersten die so etwas probieren werden sind wahrscheinlich die USA und China, wobei China das Problem der einheitlichen Zeitzone hat, was den Verbrauch nicht so gut streckt.


    Technisch sind 100% EE auf der Welt kein Problem und wahrscheinlich auch garnicht teuer. Technisch ist auch Weltfrieden oder eine nachhaltige Nutzung der Weltmeere überhaupt kein Problem. Leider sieht die Praxis halt ganz anders aus.


    Zitat


    Was Cephalotus' Eltern angeht - nun auch die könnten sich eine PV-Anlage aufs Dach legen, und irgendwo gut versteck ne Geisha hinstellen, die dann im Sommer und 180 Tage in Herbst Winter und Frühjahr das Heizen übernimmt, und der Öler macht die Spitzenlast an den 20 kältesten Tagen. Dann reicht das Öl im Öltank gut 10 Jahre, und die Betriebskosten sinken.


    Ab dem Jahr 2025 wird auf dem Dach meines Elternhauses eine 5kW PV Anlage "kostenlosen" Strom produzieren. Abgezahlt ist sie heute schon.


    Dann wird es einen Batteriespeicher oder ein e-Auto oder plug-in Hybriden geben.


    Die Solarthermieanlage ist mittlerweile über 20 Jahre alt und wird sich bis dahin auch noch durch vielleicht nochmal 4-5 kW neue PV ersetzen lassen.


    Im Sommer hat man dann also vielleicht 2000-4000kWh über (evtl. in eine Klimaanlage investieren), da wäre es schön einen saisonalen Wärmespeicher zu haben (am liebsten wäre mir was, das Kristallwärme nutzt), der einen Teil der Fläche der heutigen 6000l Öltanks einnehmen kann.


    Das wäre so meine Vision und die geht schon weit über das übliche Maß hinaus...


    Und trotzdem bleiben dann so 1000l Ölverbrauch im Jahr. Klar, man könnte das mit Holz machen, aber mein Eltern haben beide körperliche Einschränkungen.


    Zitat


    @ Solar-Usrr - die Verfünffachung ist dennoch Unfug. Rechnet man die PJ in TWh um, kommen um 4000TWh heraus. E-Motor und Wärmepumpe sind aber Faktor 4 effizenter als fahrbare oder feststehende Ölheizung. Entsprechend schnurren die 3400 TWh im Wärme und Verkehrsmarkt allein durch diese Umstellung auf 850TWh zusammen.


    Nicht jede Form der Mobilität und nicht jede Heizung lässt sich durch reine E-Antriebe und durch Wärmepumpen mit JAZ 4 ersetzen.


    Dazu kommt die große Unbekannte Synthesegas. Vor allem davon hängt es ab, wie hoch der Strombedarf in einem no carb Szenario ist, denn ein LKW, der mit Synthesegas und einen Verbrennungsmotor fährt braucht ca. 5x mehr Strom als ein Elektro-LKW.
    Für sehr viele effiziente Häuser mit einem Jahreswärmebedarf von 3000kWh ist es völlig undenkbar, von der Erdgasheizung mit 5ct/kWh auf etwas anderes umzusteigen, solange es nicht verboten wird.
    Warum sollte man so etwas tun.
    Wenn die aber am Ende Synthesegas nutzen werden aus den 3000kWh Wärme nicht 750kWh Strom sondern 5000kWh Strombedarf. Trotzdem ist das wahrscheinlich attraktiver für die Entscheider.


    Wenn wir kein starkes europäisches oder globales Stromnetz bekommen und keine Rindwallspeicher, dann brauchen wir grob 10kWh Kraftwerke mit Synthesegas. Ein Großteil davon wird e-Gas sein, entweder importiert oder hierzulande eben aus EE-Strom gemacht.
    Für 1kWh Strom aus einem Gasturbinenkraftwerk brauche ich 3kWh Stromerzeugung.


    Und man wird grob 20% des produzierten Solar und Windstroms wegwerfen bzw. für neue Sachen nutzen wie Klimatisierung, weil es sich nicht rechnet, Infrastruktur nur für Spitzenzeiten zu bauen...


    Wenn ich in der Spitze 500GW PV Leistung am Netz habe und nur 100GW brauche, dann kann ich nicht 400GW über Netze an Speicher und Elektrolyseure abgeben, sondern vielleicht nur 100GW.


    Ich gehe völlig konform mit Dir, dass Elektrifizierung der richtige Weg wäre, also Wärmepumpen und O-Leitungs LKW. Nicht umsonst erkläre ich seit Jahren Klein-BHKW zum Feind der Energiewende.
    Das Problem ist, dass eine Vielzahl von Einzelentscheidungen nicht zur richtigen Systementscheidung führt, daher glaube ich weder an ein Sterben der Gasheizungen (wir haben heute MEHR Gas- und Ölheizungen in D als vor 30 Jahren) und ich glaube leider auch nicht daran, dass Deutschland O-Leitungen für LKW bauen wird. Wenn das aber nicht pasisert werden die LKW eben mit Treibstoffen fahren müssen...


    Das ist das Problem dieser Studien. Sie behandeln Phantasien und theoretische Optima, berücksichtigen aber nicht die Entscheidungen, die die Leute tatsächlich treffen, weil das System nun mal so ist wie es ist.


    Wäre uns Klimaschutz wichtig würde wir heute wesentlich weniger Kohlekraftwerke und weitaus mehr Erdgasautos haben. Ganz offensichtlich ist uns Klimaschutz außer bei politischen Reden aber scheißegal.
    (und darüber hinaus ist eine starke Erdgasabhängigkeit von Putin bzw. seinem Nachfolger auch nicht ohne eigene Risiken)


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von Ulenspiegel


    Wir haben 1500 TWh Wärmebedarf, ---600 TWh Bedarf an fossilen Treibstoffen, ... 600 Twh elektrische Anwendungen.


    Wie kommst du auf 3000 TWh?


    Summe der Primärenergie =/= Summe der Nutzenergie.


    Auch ein 100% EE Szenario kann sehr hohe Umwandlungsverluste haben, ganz besonders bei Nutzung von Synthesegas.


    Das 80% EE Szenario + 20% Erdgas sieht WESENTLICH freundlicher aus.


    Oder man macht es ohne viel Gas, dann braucht es aber einen richtigen Strukturwandel, also mindestens ein EUMENA Stromnetz / (Desertec) und Oberleitungs-LKW sowie ein Verbot von Gas und Ölheizungen sowie ein Verbot von PKW mit Verbrennungsmotoren.
    Technisch denkbar, ich glaube trotzdem nicht daran, nicht im heutigen Europa mit der ganzen Kleinstaaterei...


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von cephalotus

    Ein globales HGÜ Netz wäre natürlich ein Traum(!) ganz besonders für die Nutzung von Solarstrom.


    Derzeit fehlt mir aber die Phantasie wer das bauen soll.


    China möchte so ein Netz, wie weit die Planungen da sind weiß ich nicht...


    Hört sich vielleicht erstmal utopisch an, wenn man aber bedenkt dass weniger und vielleicht bald kaum noch fossile Kraftwerke mehr gebaut werden (Kosten) gibt es doch eine ganze Menge an Ländern die auf den Ausgleich der Erzeugung über ein weiträumiges Netz angewiesen sein werden. Das ist dann für alle eine Win-win Situation und damit gar nicht mehr so utopisch...
    Oder man schaut zB nach Frankreich, da ist offensichtlich dass dort Importe zunehmend wichtig sein werden (AKW bauen klappt nicht so richtig..), da gibt es ein großes Interesse den Austausch über Ländergrenzen auszuweiten.

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6

  • Hallo zusammen,


    ich sehe es genau so, dass die Verfünffachung des Stromverbrauches unrealistisch wird.
    Zum einen haben wir die Tatsache der Energieeffizienz. Bei mir ist es z.B. genau so wie bei cephalotus, Ich hatte zwischen


    2500 bis 3000l Heizöl = 28.000 – 33000kWh für Heizung und WW
    Und 5500 kWh für den Hausstrom.


    Mit Einbai einer Wärmepumpe vor 10 Jahren komme ich jetzt auf


    5000kWh Strom für Heizung und WW und Kühlung des Hauses
    5400kWh an Hausstrom


    Mein Energieverbrauch im Haus liegt einschließlich Kühlung noch bei ca. 25%. Das Dumme ist nur, dass sich meine Kosten nur um ca. 25% gesenkt haben. Das liegt einfach an der Energiekostenstruktur, die gar keinen Anreiz bietet den Energieträger zu wechseln. 1kWh an Strom liegt bei ca. 26 Cent. Die kWh bei Heizöl liegt bei ca. 7Cent. Hier muss nur der Energiepreis mal nach Energiewert umgestellt werden, dann würde die ganze Sache langsam Sinn ergeben. Ist leider erst seit 3 Jahren im Gespräch. Dann wird es noch 5-7 Jahre dauern.


    Mit meiner PV-Anlage und Akku aus 2014 sieht die ganze Angelegenheit völlig anders aus. Von meinem Hausverbrauch beziehe ich noch 1600 kWh aus dem Netz. Der Rest wird selbst erzeugt. Von der Heizung beziehe ich nur noch ca. 4000kWh aus dem Netz. Der Rest kommt in der Übergangszeit von PV. Außerdem werden speise ich im Jahr 2.200kWh ins Netz ein.


    Auch hier ist das Problem, dass die PV-Anlagen keine sinnvollen Steuerungsmechanismen bieten, um mehr Strom in der Übergangszeit für die Heizung zu verwenden. Da bin ich für mich noch am basteln, um das effektiver hin zu bekommen. Insgesamt nur eine Frage der Nachfrage am Markt. Das regelt sich von allein.


    Und in der Mobilität ist es nicht anders. „Verbrenner“ sind viel zu ineffizient. Es wird viel zu viel Wärme Produziert. Die Motore laufen, außer bei Langstrecken, viel zu oft im schlechten Verbrauchsverhalten. Leider ist die angebotene Speichertechnik nicht leistungsfähig genug, um ein E-Auto für die Masse interessant zu machen und der Strompreis unattraktiv.


    Also, wenn wir komplett auf Elektro umstellen und sich die Technik dementsprechend anpasst, kommen wir vielleicht auf eine Verdopplung des Strombedarfes. Eine Verdreifachung sehe ich schon für Weltuntergangsbetrachtung.


    Gruß Assel+

  • Also das weltweite Strometz kommt vermutlich so wie das weltweite Eisenbahnnetz - ungeplant, ohne zentrale stelle die das baut, aber am Ende dennoch da.
    Wir können ja heute schon Leistung zwischen Irland unddem MEkong-Delat verschieben, nur noch nicht gar zu viele GW, aber so um 10 GW könnten da heute schonzwischen EU-Ost unc China -Westgrenze vagabundieren, wenn man alle alten 765kV-Leitungen des Warschauer-Pakt verbundnetzes reaktiviert, die derzeit leer über die EU-Ostgrenze kommen, könnten das noch einige GW mehr werden, wenn China die in Bau befindlichen Kopplungen fertig hat.


    In anderer Richtung arbeiten sich SAPP und EAPP (South African Power Pool, East Afrrican Power Pool ) langsam nach Norden voran, z.B. bekommen Kenia und Äthiopien gerade eine HVDC-Kopplung, und Äthiiopien verhandelt mit NAchdruck über 400kV-Kopplungen in Richtung Sudan und Ägypten. In gegenrichtung bau die EU ein 2GW Seekabel von Grichenland über Zypern nach Israel, und Portugal macht wohl Ernst mit einem Seekabel nach Marokko. Italien trödelt mit den Seekabeln nach Tunesien, ich weis.
    Von Deutschland aus wird es wohl noch ein drittes 1,4GW Seekabel nach Skandinavien geben, diesmal nach Schweden (Hanse power bridge) , und UK bekommt nochmal ein 2 GW Kabel nach Frankreich, das wäre dann in der Planungsreihenfolge das 6. Kabel zwischen UK und Kontient (Südlich), nach Norwegen soll es nicht nur ein Kabel von England aus geben (1,4GW) sondern auch eins nach Schottland (1,4GW), auch Icelink scheint voranzukommen.
    Steigende Mengen an Seekabeln und HGÜ-Ausstattung drücken mittelfritig die Preise über Skaleneffekte, das könnte also spannender werden. ABB und Prysmian überbieten sich ja gerade bei neuen Kabeln, jetzt liegt Prysmian mit einem 700kV Seekabel vorne. Mit 4750A wie beim ABB-KAbel (Prysmian gibt keinen maximalstrom an) würde das bis 3,3GW je Trasse (bipolar) taugen. Von MArokko südwärts bis Nigeria sind die Länder auch daran in verschiedensten Einzelprojektnen ein Höchstspannungsnetz zu schaffen, wie schnelld as wird wird man sehen.
    Aber es kommt weltweit Bewegung in die Netze auch in den USA und Südamerika läuft vieles an. Anders als noch vor einigen Jahren. Den flaschenhals in D sollte man wegbekommen.
    Und bei deinen Eltern wird eine Wärmepumpe und ordentlich SOlar vermutlich mehr bringen als ein Saisonspeicher - und ein Saisonspeicher wird am ehesten tun mit Glaubersalz, PE-Rohr-Spiralwärmetauscher, Druckluftumwälzung und Flächenheizung - Natriumazetat wäre schon deutlich teuerer, und liegt in der temperatur zu hoch für Wärmepumpenfüllung.
    Da man seit 1940 geschafft hat, bis ca, 1970 in dpraktisch alle Häuser wasserführende HEizungen einzubauen, wird man es auch schaffen bis 2040 in fast alle Häuser Flächenheizungen oder grosse HEizkörper einzubringen, die mit Vrolauftemperaturen unte r40° klarkommen, besonders wenn das durch die eine oder andere Dämmmassnahme unterstützt wird. Würde man die Abgabenlast von Heizöl und HEizgas auf das Niveau von selbstgenutztem PV-Heizsstrom anheben, würde das ganze nochmal heftig Fahrt aufnehmen.
    Die FLut bürokratischer Hindernisse bei der Eigennutzung von PV-Strom ist aktuell das grösste Hinderniss im PV-Bereich sowie im Wärmebereich.
    Im LKW-Bereich könnte es durchaus langsam Bewegung hin zur Oberleitung geben, wenn schon VW langsam vom Diesel abrückt. Der Diesel wird inzwischen als mit den heutigen technsichen Möglichkeiten als ausentwickelt angesehen. Entwicklungsaufwand und verbesserungen stehen in keinem Verhältnis mehr zueinander. Wenn die ERrkenntnis da ist, bzw. gerade reift, und andererseits klar ist dass man mit dem was man hat nicht auf dAuer weiterkommt, ist klar dass man eine grundsätzlich andere Lösung braucht. Die vollständige Umstellung LKW auf Oberleitung und Batterie passt Infrastrukturseitig durchaus in den Haushalt des verkehrsministers - nicht Schmerzfrei, aber das ist ja nie so. Im Vergleich zu dem was Nahles für sinndfreie Aktionen aus dem Fenster werfen darf Peanuts.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Das mit dem Netz wird kommen, weil es richtiges Geld zu verdienen gibt, durch die Preisschwankungen, die eher höher, als niedriger werden, weil der Deal KKW und PSW bzw. Braunkohle und PSW ein Auslaufmodell ist und die Schwankungen der EE regional hoch sein werden.


    Warum sollte ich eine WP einbauen? Ich habe und werde mir keine Fußbodenheizung einbauen lassen und ich kenne einige, die das selbst dann nicht machen, wenn sie sanieren.


    *Fußbodenheizung für ein 50 m2 Zimmer kostet weniger, als die Heizkörper und die Rohre und ist auch schneller verlegt.


    Und zudem, gibt es einen gigantischen Bestand an Immobilien, von den EFH in der Peripherie, in die niemand 50.000 oder gar 100.000 € investieren wird, nur um auf Effizient zu machen und unendlich viele einfache und kleine Mietwohnungen, die bezahlbar bleiben müssen und die heute schon < 100 kWh je m2 (mit Warmwasser) verbrauchen.


    Wer da eine Sanierungswelle starten möchte, um die mit einer WP auf < 25 kWh zu bringen, dem wünsche ich viel Spaß bei den Demos !


    Und unser Aquariumfreund hat ja trotz 'falscher Qualifikation' ein realistisches Bild auf die Welt. Bevor der Orthopäde seinen Energiebedarf von 150.000 kWh (nur Haus) senkt, weil die Preise in 'motivieren' gibt es schon einen Volksaufstand und der Mittelstand (Handwerk und Industrie ) drehen am Rad (CDU & CSU)


    Da ist es doch viel simpler, einfach nur genug Strom zu machen, wo liegt eigentlich das Problem?
    Wenn man Siemens und Co. vermitteln kann, das man auf 100% gehen wird (EU &/D) dann werden die schon investieren und die Preise purzeln mal richtig. China und die USA werden ganz sicher in den nächsten 10 Jahren (nach einer Super Dürre) die Reißleine ziehen, da wäre es verdammt schlau, als Europa ohne Brennstoffe (Gas & Öl) einige Jahre Vorsprung zu haben.


    Die EE generieren so viel Wertschöpfung (Fertigung und Aufbau) das man mit 25% Steuergutschrift und/oder mit 4% Festzins (Versicherer) so viel Geld einsammelt, dass man locker 2040 100% EE haben wird.


    100% EE für die EU &/ D. bedeutet nicht, das gar kein Öl oder Erdgas mehr verbraucht wird! Es geht weltweit zuerst um die Bilanzen ins Lot zu bringen.


    Die technischen und administrativen Probleme sind lösbar, wenn massiv und stetig investiert wird.


    wir sprechen von kWh Preisen, die nicht viel höher liegen werden, als auf dem heutigen Börsenniveau, für das niemand auch nur einen Cent rausrückt, um da im Wettbewerb ein fossiles Kraftwerk zu etablieren.


    Bitte sich mal bei SW ein Modul von 1996 zeigen lassen (20 Jahre)
    Bitte sich mal die WKA von 1996 anschauen (heute E126)


    Und seit wann brennt eigentlich erst die Luft und wird richtiges Geld in die Hand genommen? Die Industrie wird sich extrem beschleunigen in ihrer Entwicklung, darum ist ein Ziel von Heute 200 TWh auf 3.500 TWh zu kommen vollkommen realistisch.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Nun, wie viele haben 1960 gesagt dass sie nie was anderes haben wollenals die gemütliche Wärme des Kohleofens, und dass ihnen nie so neumodisches Zeug wie ne Ölheizung ins haus kommen würde, und hatten 1975 trotzdem eine Öl oder Gasheizung installiert?
    Wir werden noch Energie für Dinge verballern an die wir heute nicht Denken, in grössenordnungen. Und der EE-Zubau word auch nach 2050 anhalten. Aber dass man sich in 2040 krampfhaft an Heizkörpern von 1960 oder 1980 festhält, daran glaube ich nicht. Auch Röhrenradios sind selten geworden. Der Stromverbrauch für elektronische Unterhaltung ist dennoch gestiegen.
    Flächenheizungen sind einfach angenehmer (Strahlungsgleichgewicht etc.) Der Altbestand in der PEripherie wird entweder saniert oder abgerissen. Dass er genau im status Quo unendlich lang weiter instandgehalten wird, wird mit jedem Jahr weiter in der Zukunft unwahrscheinlicher. (-> labiles Gleichgewicht - irgendwann fällt die Immobilie in die eine oder andere Richtung)

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Hallo PV-Berlin,


    was hat eine Wärmepumpe zwingend mit Fußbodenheizung zu tun? Du kannst eine Wärmepumpe auch mit altmodischen Heizkörpern betreiben. Der Strombedarf liegt ca. 15% höher als bei Fußbodenheizungen. Somit kann ich diesen Beitrag nicht nachvollziehen. Der Strombedarf liegt nicht bei 25kwh weil so effektiv, sondern weil min 3 Teile der wärme aus der Erde kommen. Das Heizverhalten muss umgestellt werden = 24h/7 Tage die Woche! Wir reden natürlich nicht vom „Billigmodel“ Luftwärmepumpe, die nur für Anwender mit geringer Lebenserwartung gebaut werden oder für die Bauherren, die noch das Haus für den „Feind“ bauen.


    Fußbodenheizung wird gebaut, damit die Raumgestaltung vereinfacht wird, das Raumklima verbessert wird und gleichzeitig mit diesem System auch gekühlt werden kann.


    Natürlich kann ich Heizkörper verbauen, zusätzlich Klimaanlagen installieren, die Kompromisse mit zügiger Luft hinnehmen…… Von der Investition mit Sicherheit günstiger????? Wenn schon Systeme genutzt werden, dann doch bitte mit all seinen Möglichkeiten und nicht schelmenhaft vergewaltigen! Es wird schon sonst genug Unsinn praktiziert.


    Schade dass unsere Fachkräfte nur die Produkte kennen und nicht deren Möglichkeiten und erst recht keine eigenen Erfahrungen mit der eigenen Technik – soll ja nur verkauft werden.


    Gruß Assel+

  • Zitat von Winni

    Das überrascht mich nicht im geringsten, es hätte mich überrascht wenn es anders wäre. Wenn man sich nur mal überlegt, dass man für 100km Elektroauto rund das 1 1/2 fache an Strom braucht des Tagesbedarf einer 4 köpfigen Familie, wird doch klar dass der Strombedarf in der Zukunft dramatisch steigen wird. Ich bin nur mal gespannt wie lange es dauert bis unsere schlauen Politiker das auch merken und was sie dann machen. Bis dahin mach ich weiter mit meiner eigenen Energiewende.


    Hallo Winnie
    Du musst aber auch bedenken, um 1 Liter fossilen Treibstoff zu erzeugen, werden ca 10 Kwh Strom vergeudet.
    Damit, kann man mit einem Stromer bei entsprechender Fahrweise 80 Km fahren !
    Gruß
    Fritz

    Fritz