Strombedarf steigt um das Fünffache an, statt zu sinken

  • Deutschland muss erheblich mehr Ökostrom produzieren als bislang geplant. Das hat "Greenpeace Energy" in einer neuen Studie ermitteln lassen. Auf Deutschland könnten viele Änderungen zukommen. -> Die Welt


    Zitat von Die Welt

    Wenn alle Autos und alle Heizungen in Deutschland nur noch mit Ökostrom betrieben werden, sind natürlich viel mehr grüne Kilowattstunden nötig. Laut Studie der HTW könnte sich der deutsche Stromverbrauch in etwa verfünffachen, von heute rund 600 Terawattstunden auf 3120 Terawattstunden im Jahre 2040. Eine Zahl, die selbst von überzeugten Energiewende-Protagonisten ein gewisse Fähigkeit zum Umdenken erfordert.


    "Wir müssen die Wind- und Solarenergie drei bis sechs Mal schneller ausbauen als von der Bundesregierung geplant", erklärte Volker Quaschning die Ergebnisse seiner Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der HTW Berlin.


    Quelle und kompletter Artikel: "Die Welt"

  • Besser =>alle Deutschen nach Island emigrieren.Dort gibts schier unerschöpfliche Geothermieenergie. :mrgreen:
    Die Euroschulden und Lobbymarionetten Politiker läßt man einfach zurück und laden alle Emigranten nach D ein. 8)

  • Zitat von Kollektor


    Deutschland muss erheblich mehr Ökostrom produzieren als bislang geplant......


    .............wenn man wirklich, ehrlich und wahrhaftig den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzen möchte 8)


    Ich glaube nicht, daß die Politiker, die den Klimavertrag unterzeichnet haben das auch wirklich wollen.
    Alles nur Lippenbekenntnisse............ :roll:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Das überrascht mich nicht im geringsten, es hätte mich überrascht wenn es anders wäre. Wenn man sich nur mal überlegt, dass man für 100km Elektroauto rund das 1 1/2 fache an Strom braucht des Tagesbedarf einer 4 köpfigen Familie, wird doch klar dass der Strombedarf in der Zukunft dramatisch steigen wird. Ich bin nur mal gespannt wie lange es dauert bis unsere schlauen Politiker das auch merken und was sie dann machen. Bis dahin mach ich weiter mit meiner eigenen Energiewende.

  • Da hat der Herr Wetzel aber schnell erreicht, was er erreichen wollte. Die Verfünffachung beruht auf dem bequemen Weg, nicht viel zu ändern ausser der Erzeugungsseite. Was Herr Quaschning weiter gesagt hat, macht schon viel mehr Sinn:

    Zitat

    Bei Umsetzen ambitionierter Effizienzmaßnahmen steigt der Strombedarf von derzeit rund 600 TWh auf „nur“ 1320 TWh. Dieser ließe sich aber prinzipiell mit erneuerbaren Energien in Deutschland decken.


    Allerdings sind da ein paar provokante Maßnahmen mit drin:

    Zitat

    Gas-Brennwertkessel und KWK-Anlagen sind daher für die Dekarbonisierung bei der Energiewende nicht geeignet. Soll die Dekarbonisierung im Jahr 2040 abgeschlossen sein, dürfen solche Anlagen ab dem Jahr 2020 nicht mehr neu gebaut werden

    .
    und

    Zitat

    Möglichst ab 2025, spätestens aber ab 2030, sollten in Deutschland keine Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden.


    Keine Brennwertkessel mehr nach 2020 und keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor nach 2025. Das verlangt mancher Traditionsfirma einiges ab. Aber ohne solche Umwälzungen geht es nicht, wenn man sich die Zahlen anschaut.


    Die Studie macht aber sehr schön klar, dass das 1,5 Grad Ziel ohne tiefgreifende und sehr schnelle Transformation nicht zu halten ist.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von Winni

    Das überrascht mich nicht im geringsten, es hätte mich überrascht wenn es anders wäre. Wenn man sich nur mal überlegt, dass man für 100km Elektroauto rund das 1 1/2 fache an Strom braucht des Tagesbedarf einer 4 köpfigen Familie, wird doch klar dass der Strombedarf in der Zukunft dramatisch steigen wird. Ich bin nur mal gespannt wie lange es dauert bis unsere schlauen Politiker das auch merken und was sie dann machen. Bis dahin mach ich weiter mit meiner eigenen Energiewende.


    Im größeren Zusammenhang sind die Zahlen für eMobilität nicht ganz so erschreckend. Wenn man die 40 Millionen PKW à 10 000 km/a Fahrleistung komplett umstellen würde, bräuchte man rund 80 TWh, also unter 15% des heutigen Stromverbrauchs.


    Und dafür spart man sich ein Menge Ölimporte :-)


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Der neue, tolle Artikel von Daniel "Wetzelstrom" Wetzel. Ich hab es schon in einem anderem Forum geschrieben, aber Wetzel wird noch shreiben, dass die Energiewende Deutschlandsuntergang ist, wenn Hamburg aufgrund des gestiegenen Meeresspiels bis zum Hals im Wasser steht.
    Wie der Wetzel tickt, kann man immer sehr gut auf Twitter sehen. "Wetzelstrom" ist dort sein Accountname.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


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    D:4
    T:1
    GroßMeisterLusche

  • Zum ersten mal hat es Wetzel bei den Tatsachen belassen und nicht versucht diese zu verdrehen.


    Ich verstehe überhaupt nicht die Aufregung wegen eines läppischen Anstiegs der EE bis zum Jahr 2040 von heute 200 TWh auf dann 3.000 oder meinetwegen 3.500 TWh.


    Wir haben ein Wirtschaftswachstum von 1,7% und das soll ein Boom sein und Beschäftigung schaffen? Wir importieren für richtiges Geld (keine Wertschöpfung im Land) jede Menge Zeug, aus unsicheren Quellen. Wir haben einen Anlagenotstand, negative Zinsen etc.


    20 Jahre jedes Jahr 100 Mrd. € investiert das wäre fast nix für D. Selbst 500 Mrd. € jedes Jahr wären drin, wenn man entsprechende Rahmenbedingten schafft. Dank eigener (noch) PV.-und WKA.- und Netze.- und Trafo-Industrie ist das alles locker zu machen.


    Man wollte doch ein EU weites Super Investitionsprogramm auflegen. 1 Bill. € jedes Jahr EU weit, wären machbar.


    Das es bei allem auch um Effizientsgewinne geht, ist Nebenprodukt!


    Wir werden aus sehr verschiedenen Gründen eher deutlich über 3.500 TWh liegen, als unterhalb von 2.000 TWh zu landen im Jahr 2050. Man wird sich 2050 nicht leisten können, auch nur ein Krümelchen Material wegzuwerfen und nicht zu recyceln. Ich gehe davon aus, das sämtliche Müllkippen dieses Landes wieder aufgebrochen werden und der 'Bergbau' in D. eine ganz neue Blüte erfährt.


    neben dem weiteren Ausbau an Land, wird Offshore mit Anlagen > 10 MWp (25 MWp) und ca. 6.000 MWh je MWp entwickelt werden. Warum sollten Offshore Anlagen D. nicht in der finnischen Ostsee stehen? Warum können wir mit Polen zusammen nicht deren Ostsee nutzen? Warum, ich könnte ewig weiterschreiten.


    Mir persönlich geht das 1,5° C Ziel 100 Lichtjahre am Arsch vorbei! Ich sehe die EE als einzigen Weg den heutigen Wohlstand in Europa zu erhalten und ggf. noch auszubauen und ein Modell zu schaffen, das Asien und Afrika einen gangbaren Weg aufzeigt.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Erst muss die Einsicht kommen, dass EE keine Bedrohung oder Zumutung sind sondern das Gegenteil, dann wird es recht schnell gehen.
    Und es müsste mal deutlich und für alle erklärt werden dass das Warten auf den Superspeicher der Holzweg ist, dann rennt auch nicht jeder in eine andere Richtung.

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