Stromspeicher größe

  • Hallo zusammen,
    als Neuling möchte ich mich gern mal von Erfahrenen Forenmitgliedern beraten lassen :P
    In naher zukunft erwerben wir ein EFH mit LWP und einem geschätzen Jahresstromverbrauch von etwa 9000kw.
    Also die Verkaufer haben für die LWP einen Durschnittsverbrauch von 6700kw im Jahr gehabt. Die Werte stammen aus einer 3 Köpfigen Familie mit Raumtemperaturen ~25°C. (Bitte nicht über die Temp. diskutieren)
    Nun meine Frage, gerne würden wir eine PV Anlage installieren lassen, etwa 5-8 KW Anlage nur
    wie groß wähle ich am besten den Stromspeicher??


    Auch bin ich an einem solchen System Interessiert http://www.senec-ies.com/formularbestaetigung-58


    Sry falls ich eine so oft gestellte wiederholt stelle :oops:


    Hoffe auf zahlreiche Antworten :danke:


    Markus R.

  • Machen wir es kurz


    PV-Anlage so gross wie möglich, aber unter 10kWp bleiben. Zwei Ausrichtung z.B. Ost/West lindern die MittagsErzeugungsspitze und lassen noch etwas Abendsonne zu. Beides finde ich insbesondere bei Batteriesystemen wichtig.


    Du musst ja, im Falle von Förderungen Wirkleistungsbegrenzungen einrichten ( Aktuell 60% oder so, Tendenz fallend)


    Batteriegrösse ist eien endlose Diskussion


    Beobachte deinen eigenen Verbrauch eine Zeitlang von 18.00 - 7.00Uhr Das sollte mal als Mass der Dinge für die Batteriegrösse genommen werden.


    Grüsse
    Carsten

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Ich habe eine Ost/West 1/3 zu 2/3 9,46 KWp Anlage mit einem 9 KWh LiFePO4 Speicher.
    Jahresverbrauch 6090,22 kW
    Jahresertrag 8150,77 kWh
    Autarkiequote 60 %
    Eigenverbrauchsquote 50 %
    Günstig sind z.Zt. die Powerwall Speicher, die allerdings nur 2 KW(p) laden / entladen. Das dürften die LWP, der Ofen, Wäschetrockner und die laufende Waschmaschine locker um den Faktor 2-3 überbieten.
    Mein SI 6.0 läd gerade mit 4,25 KW den Speicher...


    Die 9 KWh Speicher habe ich damit ich noch ein paar Stunden bei Stromaufall von der Batterie die Heizung (Pellets) laufen lassen kann - (bis die Sonne wieder scheint oder der Strom wieder da ist.). D.h. effektiv nutze ich 6 KWh. Die restlichen 3 KWh dienen als Puffer und zur Verflachung der Zyklen der Batterie (mal schaun ob das tatsächlich etwas zur Lebensdauersteigerung bringt - oder ob die normale zeitliche Alterung dominiert.).
    Bisher bin ich mit meinem Setup extrem zufrieden - bei dem was man hier so liest - habe ich echt Schwein gehabt mit der Anlage...


    9,36 kWp, 05/2014, 39 x Panasonic VBHN-240SE10, WR Sunny Boy 5000TL-21
    5,0 kWp, 05/2014, WR Sunny Boy 3000TL Single Tracker 5,0 kWp, 05/2014, Home Manager 245 , Sunny Island 6.0H 05/2014, 9 KWh Sony LiFePO4 05/2014 , 60% hart

  • Zitat von Carstene

    Machen wir es kurz


    PV-Anlage so gross wie möglich, aber unter 10kWp bleiben.


    Machen wir es kurz:
    Das Herumreiten auf der 10 Kwp-Grenze finde ich übertrieben. Die etwa 60 Euro EEG Umlage im Jahr sollten nicht die Hauptentscheidungsgröße für die Anlagenleistung sein.


    Zitat von Carstene

    Zwei Ausrichtung z.B. Ost/West lindern die MittagsErzeugungsspitze und lassen noch etwas Abendsonne zu. Beides finde ich insbesondere bei Batteriesystemen wichtig.


    Zwei Ausrichtungen mindern aber auch den Gesamtertrag.
    Ost/West bringt weniger Gesamtertrag als Süd


    Zitat von Markus2016

    In naher zukunft erwerben wir ein EFH mit LWP und einem geschätzen Jahresstromverbrauch von etwa 9000kw.
    Also die Verkaufer haben für die LWP einen Durschnittsverbrauch von 6700kw im Jahr gehabt. Die Werte stammen aus einer 3 Köpfigen Familie mit Raumtemperaturen ~25°C. (Bitte nicht über die Temp. diskutieren)


    gibt es für dieses EFH denn keine zuverlässigen Berechnungen, warum muß mit einem "geschätzten Jahresstromverbrauch" überlegt werden?
    Handelt es sich um ein großes oder altes und schlecht gedämmtes Haus, ist evtl. eine Verringerung des Heizenergiebedarfs möglich oder sinnvoll?


    Zitat von Markus2016

    Nun meine Frage, gerne würden wir eine PV Anlage installieren lassen, etwa 5-8 KW Anlage nur
    wie groß wähle ich am besten den Stromspeicher??


    --> PV Anlage so groß wie sie sinnvoll auf dem Dach Platz hat, Stromspeicher weglassen wenn wirtschaftliche Überlegungen relevant sind. Mit dem Speicher kann kein Geld verdient werden, ein Speicher frisst nur den Ertrag der PV Anlage auf.
    Wenn der finanzielle Aspekt nachrangig ist, kann über den Speicher nachgedacht werden.

  • Also, wir, 4Personen, haben mit einer SB 8.0 eco angefangen, also mit 8 kWh. Wir sind dann, da unser Verbrauch bei ca. 7000 kWh liegt, auf 10 kWh Kapazität gegangen -auch, weil ich sehr günstig an das Zusatzmodul von Sony gekommen bin-. Es stellt sich heraus, dass diese Größe mit einer Ost/West Ausrichtung für uns die optimale Variante darstellt, da die SB ja einen vorhersagesteuerten Ladeverlauf hat und dementsprechend die SB auch mal am Vormittag, also eher Ost-Ausrichtung geladen wird. Deshalb ist diese Ausrichtung besser als eine reine Südausrichtung. Du hast also ein erweitertes Ladespektrum, wenn man es so nennen wollte. LG :danke::danke:

    Nord-Ost 19 x WINAICO WSP-280M6 PERC WINAICO
    20 ° Nordosten (50 °)
    Süd-West 16 x WINAICO WSP-280M6 PERC WINAICO
    20 °Südwesten (230 °)
    Regenwasser 7,0 m3 (Toil.und WM)
    Solartherme 8,0 m2 500L-Speicher
    Sonnenbatterie 10,00 eco
    Holzofen

  • Hallo


    Also zum Speicher kann Ich nach gut der hälfte des Jahres folgendes sagen:


    Ein Speicher Lohnt sich in der Regel Finaziell nur für den Verkäufer ! Bei meinem Beispiel sieht es so aus. Einsapung durch Speicher (5.0 kWh) ca. 1000 kWh / Jahr. Um diese 1000 kWh zu erreichen muss ich allerdings 1200 kWh in den Speicher Laden ! Rechne ich das jetzt mal alles so grob dann Spare ich ca. 200€ an zugekauftem Strom, Verliere aber 120€ durch nicht Eingespeißten Strom (0.123 C/kWh) Macht also stolze 80 € / Jahr ersparniss.... Da das teil mit Laderegler 7000€ gekostet hat dauert es nur schlappe 87,5 Jahre bis ich die Investition wieder raus habe....


    Ich will hier aber nicht alles Negativ sehen, dass gute Gefühl ist es mir Wert. Mein Netzbezug pro Monat liegt aktuell bei 10 kWh ! Das freut mich...Nochmal würde ich es allerdings nicht machen.

  • Zitat von PeterPan666


    muss ich allerdings 1200 kWh in den Speicher Laden ! Rechne ich das jetzt mal alles so grob dann Spare ich ca. 200€ an zugekauftem Strom, Verliere aber 120€ durch nicht Eingespeißten Strom (0.123 C/kWh) Macht also stolze 80 € / Jahr ersparniss.... Da das teil mit Laderegler 7000€ gekostet hat dauert es nur schlappe 87,5 Jahre bis ich die Investition wieder raus habe....


    Nur der guten Ordnung halber... :mrgreen:
    Du verlierst 1200(!)x0,123€ = 147,60€.
    Macht dann noch schöne 52,40€ - aber egal, Gefühle kann man nicht finanziell bewerten :lol:

  • Meine Zahlen zur Speicherentscheidung


    Die Werte sind seit Anfang Mai letzten Jahres bis heute


    Mai 2015 bis heute: Entnahme: 1735kWh = 433€ Ersparnis in Bezug, Ladung in Akku 2382kWh = 314€ entgangene Einspeisevergütung


    Ersparnis 120 Euro
    Akkupreis inkl. KfW rd 6k€


    Dauert also noch was bisser bei der schwarzen Null ist


    Egal: das gute Gefühl ist entscheidend

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11