Die Auswirkungen von Höhe auf den Ertrag (1000m aufw.)

  • Hallon liebe Community,
    Ich bin Student und möchste zwecks meiner Masterarbeit mit Ihnen in Kontakt kommen. Das Thema meiner Masterarbeit ist "PV Engineering at high altitudes".
    Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus auf den Besonderheiten, die sich beim Betreiben/Planen von Solaranlagen in hohen Lagen ergeben. Durch die Höhe kommt es zu einer besonderen Beanspruchung der diversen Komponenten, aber auch durch höheren Ertrag durch höhere Einstrahlungswerte und niedrige Temp. Auch dern WR muss anderes dimensioniert werden, wegen dünnerer Luft


    Ich möchte gerne echte Daten mit Simulationen vergleichen. Hat hier zu jemand was von Anlagen in höhereren Lagen gehört oder weiß jemand evtll wo ich echte Einspeisewerte bekommen kann.


    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße


    Buddy

  • Ich will hier nicht anderer Leute Masterarbeit machen, empfehle aber die Datenblätter z.B. der Wechselrichter zu lesen. Normal stehen da auch Höhenangaben drin und bei den meisten Herstellern bekommt man Freigaben für andere Höhen, aber möglicherweise nicht mit voller Leistung. Wenn man ein paar Jahre Berufspraxis hat, wird man recht schnell sehen, warum das so ist, für Studenten überlasse ich das zur Übung.

  • Bei Fronius sind die Höhenangaben schön drin. Das Hauptproblem scheint aber die Spannung zu sein, wieso weiss ich auch nicht genau.


    Bei Anlagen über 3000müm liegt der spezifische Tagesertrag weit > 8kwh/kWp, ohne Reflektionen vom Schnee (bei 15° Modulneigung). Die Luft ist sauberer, kälter und es windet mehr.


    Bei 60° Neigung sind die Werte weit höher, wobei wir da wieder andere Probleme haben (Hinterlüftung, Schnee hinter der Anlage). Je nach Ausrichtung des Einstrahlungsmessgerätes zeigt das über 1300W/m2 an...


    Die Hütten sind meist ohne Netzanschluss, das heisst, wenn die Batterie gegen voll geht oder voll ist, dann regelt die Anlage zurück. Darum sind da auch die Jahresdaten nicht speziell gut (oder es liegt im Winter Schnee drauf, die Hütte ist nicht besetzt)

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Fronius Symo Hybrid 5.0, BYD HVM 11kWh, Ohmpilot, Wallbe stufenlos am Powerdog

  • Höhe bedeutet auch, dass andere Anforderungen an die Materialien, allen voran die Module gestellt werden.
    Wegen der stärkeren Einstrahlung und höheren UV Strahlung würde ich nur bestes Material verbauen.
    Das Glas, die EVA Folien altern schneller.
    Kabel nicht vergessen, da steht zwar UV beständig drauf, sie sind es aber keinesfalls auf Dauer.
    Es können starke Windböen auftreten, daher für gute Befestigung der Module sorgen.
    Schneelasten auf den Modulen können ein anderes Problem sein für das Glas und den Rahmen.
    Inverter, dito Laderegler wurden schon angesprochen. ..... :D

  • Zitat von alterego

    Ich will hier nicht anderer Leute Masterarbeit machen, empfehle aber die Datenblätter z.B. der Wechselrichter zu lesen. Normal stehen da auch Höhenangaben drin und bei den meisten Herstellern bekommt man Freigaben für andere Höhen, aber möglicherweise nicht mit voller Leistung. Wenn man ein paar Jahre Berufspraxis hat, wird man recht schnell sehen, warum das so ist, für Studenten überlasse ich das zur Übung.


    Nein, die mache ich schon selber. Trotzdem vielen Dank für die Info. :D
    Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Wechselrichter beziehen sich auf die Maximalspannung und die Kühlung.
    Bei verschiedenen Wechselrichter wurden auch diese Bedingungen gezielt berücksichtigt.
    So können z.B. die Wechselrichter der Fronius Primo Serie uneingeschränkt bis 4000m eingesetzt werden, andere Serien mit Einschränkungen bis 3600m.
    Bis 2000m können prinzipiell alle Wechselrichter uneingeschränkt verwendet werden.


    Vll weiß jemand aber noch mehr drüber, in Hinsicht zu einem Korrekturfaktor in Simulationen. Ich weiß das wird meine Arbeit sein, dewegen suche ich nach Leuten mit Praxiserfahrung in diesem Gebiet um an echt Daten zukommen.
    Gerne bleibe ich mit Ihnen in Kontakt und lasse Ihnen meine Arbeit am ende zukommen. :D

  • Geringerer Luftdruck, Luftdichte, Dampfdruck etc. wirken auf Bauteile positiv wie negativ z.B. andere Eigenschaften von bestimmten Weichmachern, Klebestoffen.


    Studer hat auf ihrer Homepage einige Referenzanlagen. In Europa sind die Gebirge was Strahlung und Höhe angeht nicht sehr hoch.
    Frag mal bei den Teleskopprojekten in großer Höhe nach, RWE Solar könnte wegen Zellen (Weltraum) lohnen.


    Die Andenregion teilweise über 3000 Meter ist ja auch bewohnt, es gibt da sogar Großstädte.