Photovoltaikanlage Eigenstrom

  • Hallo,
    bastele seit 2 Jahren an einer Eigenstromerzeugung.


    System besteht aus 4 Gel-Batterien 12V 230Ah, welche in Reihenparallelschaltung (2parallel, 2 Reihe) verdrahtet wurden. Geladen werden die Batterien auf einer gemeinsamen Anschlussschiene mit 2 Ladereglern, die jeweils durch PV-Module versorgt werden.


    Ich möchte nun 2 andersartige (anderer Hersteller und Kapazität) Batterien dazuschalten, wenn die Hauptbatterie zu wenig Ladung hat. Dies soll über ein Schütz an einem Pol erfolgen. Diese Batterien werden über einen eigenen Laderegler versorgt.
    Würdet ihr eine Diode einbauen, um die Batterieanlagen voneinander zu trennen? (Spannungsdifferenz bis 5V, da unterschiedliche Ladung)


    Weiterhin möchte ich mehrere weitere Laderegler an die Anschlussschiene der Hauptbatterien anschließen, um noch mehr PV-Strom einzuspeisen. Meines Erachtens trennen die Regler von sich aus sich selbst.
    Hat jemand damit Erfahrung?


    An den Anschlussschienen hängen 2 autarke Sinuswechselrichter, die bei Unterspannung selbsttätig abschalten.


    Schema der Anlage


    http://dawa.ws/pv-schema/2ndlknnos4hr/

  • Man läd mit allen was man hat einen Block aber nicht 2 unterschiedliche wovon einer immer VOll ist und defacto fast immer unbenutz ist, und dadurch den komplett überschuss verschenkt, und den anderen künstlich mehr belastet nur weil der andere Ladereger abregelt und eigentlich mit laden könnte. Das ist wirklich komplett verkehrt



    Merke: Man nimmt einen großen Block und diese einen großen Block läd man mit allem was man hat, alles andere ist eine extreme negativ Rechnung



    Btw ... 2007 angemeldet 9 Jahre später die erste Wortmeldung?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
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    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Zitat von radopa

    Ich möchte nun 2 andersartige (anderer Hersteller und Kapazität) Batterien dazuschalten, wenn die Hauptbatterie zu wenig Ladung hat. Dies soll über ein Schütz an einem Pol erfolgen. Diese Batterien werden über einen eigenen Laderegler versorgt.
    Würdet ihr eine Diode einbauen, um die Batterieanlagen voneinander zu trennen? (Spannungsdifferenz bis 5V, da unterschiedliche Ladung)


    Weiterhin möchte ich mehrere weitere Laderegler an die Anschlussschiene der Hauptbatterien anschließen, um noch mehr PV-Strom einzuspeisen. Meines Erachtens trennen die Regler von sich aus sich selbst.
    Hat jemand damit Erfahrung?


    Hallo radopa,


    du kannst die Batterien mit einem Schalter verbinden. Die 5V Unterschied sind nur theoretisch. Die Batterien sind bei hohen und niedrigen Spannungen nicht besonders spannungshart. Das heißt ein kleiner Lade- oder Entladestrom verändert schon die Spannung.
    Ich hatte einen Schalter zwischen verschiedenen Batterien, hab den aber inzwischen ausgebaut und die Batterien direkt verbunden.
    Du kannst auch mehrere Laderegler an deine Sammelschiene anschließen, die stören sich gegenseitig nicht. Du solltest aber nicht die Module von den unterschiedlichen Reglern miteinander verbinden. Jeder Regler hat sein eigenes Modulfeld.


    MfG Georg

  • Wenn Du nicht wirklich auf einen einzigen Batterieblock umstellen willst, einfach beide Batterien zusammen schließen und wie pezi schreibt mit allem Laden was Du hast. Der Lade-/Entladestrom verteilt sich dann entsprechen der Innenwiderstände automatisch auf die Batterien entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Vielen Dank für die Infos.


    Ja, seit 2007 angemeldet und regelmäßiger Besucher, und Betreiber von 3 Netzeinspeiseanlagen und einer Autarkanlage.
    Fragen kommen manchmal später. Das Forum hier ist sehr erschöpfend und gut strukturiert.


    Nun zurück zu meinen Problemen:
    Einen Block zu bilden ist theoretisch möglich, leider sind die Batterien unterschiedlich, 4x230Ah und neu 2x200Ah. Deswegen die Überlegung in 2 Blöcke zu splitten.


    Die Bleigelbatterien lade ich mit 27,4 V. Habe nun festgestellt, dass die Leistung gefühlte 25% nach 2 Jahren abbaut. Entladetiefe ist auf 40% eingestellt, teilweise habe ich mit 30 und 50% experimentiert.
    Die Laderegler sind relativ schnell auf Volladung und regeln entsprechend ab. Batterien im Verbund wurden auch bereits mehrfach getauscht ( Position gewechselt)


    Nur bei Ladespannungen von 28,4V als Boosterladung verbessert sich die Leistungsausbeute.


    Hat jemand Erfahrung mit den hohen Ladeströmen? Batterie sind 4x CTM 12V 230Ah
    Laderegler sind 2X Steca Tarom 245 und 3x No-Nameregler mit jeweils 30A.Die Laderegler haben jeweils eigene Modulfelder.


    Verbraucherseitig sind 2 Steca PI1000 angeschlossen.

  • Zitat von radopa

    Die Bleigelbatterien lade ich mit 27,4 V. Habe nun festgestellt, dass die Leistung gefühlte 25% nach 2 Jahren abbaut. Entladetiefe ist auf 40% eingestellt, teilweise habe ich mit 30 und 50% experimentiert.
    Die Laderegler sind relativ schnell auf Volladung und regeln entsprechend ab. Batterien im Verbund wurden auch bereits mehrfach getauscht ( Position gewechselt)


    Na das wurdert mich aber nicht wenn die an Leistung verlieren und überhaupt 4 Jahre bislag durchgehalten haben, du lädst sie ja sowieso nur bis max 75-80% wieder auf"... . 27,4 ist doch eine Float Spannung für den Ladeerhaltungsbetrieb in einer USV aber keine Ladeendspannung im zyklischen Betrieb bei Entladung um die 50%???. 28,4 hötte her gehört im Zyklischen Betrieb sonst machst sie ja zwangsweiße kaputt..eigentlich 28,8


    Btw hat du wirklich eine CTM GEL ???... weil die gängigen CTM's sind AGM oder Hast du wirklich die Gel weil es gibt eine Davon aber die ist echt sehr selten.... wenns die AGM wären die musst du Zyklisch sogar mit mindestens 28,8V bzw noch höher zulässig laden. Hast du dir nie das Datenblatt angesehen mit den Ladeendspannungen oder wie kommst du darauf die mit 27,4V zu laden?? Weil das passt weder zur Gel noch zur AGM


    Für Gel würde das gelten.. Siehe Punkt 2.2.2 Wiederaufladung/Umschaltbetrieb
    http://www.zelltronik.de/gebra…nweisung-Gel-zyklisch.pdf

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    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

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  • Zitat von radopa

    Einen Block zu bilden ist theoretisch möglich, leider sind die Batterien unterschiedlich, 4x230Ah und neu 2x200Ah. Deswegen die Überlegung in 2 Blöcke zu splitten.


    Nur die Batterien die in Reihe geschaltet sind müssen gleich sein. Du kannst also die 4x230Ah und die 2x200Ah parallel schalten, sogar auch noch dazwischen bei 12 V.


    Zitat


    Die Bleigelbatterien lade ich mit 27,4 V. Habe nun festgestellt, dass die Leistung gefühlte 25% nach 2 Jahren abbaut. Entladetiefe ist auf 40% eingestellt, teilweise habe ich mit 30 und 50% experimentiert.


    Wenn es Bleigelbatterien sind dann musst Du sie im Zyklusbetrieb mit 28,4-28,8 V (temperaturkompensiert) laden. Sollten es AGM sein, dann dürfen es sogar bis 29,4V sein. Da kann man dann sogar eine Ausgleichsladung mit über 30V und begrenztem Strom von 1% der Kapazität machen um die Sulfatierung wieder zu reduzieren.


    Zitat


    Nur bei Ladespannungen von 28,4V als Boosterladung verbessert sich die Leistungsausbeute.


    Da werden die Batterien ja auch einigermaßen voll. Ich glaube Du musst die Batterien mal richtig regenerieren damit sie Leistung bringen.

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  • uppps


    CTM CTV230-12 BleiGel Akku / Batterie 12 Volt 230 Ah


    Geladen habe ich diese eine Zeitlang mit 28,4V, jedoch hat ein Vertreter von Banner mir geraten mit 27,4 zu laden.
    Man verlässt sich manchmal daraus, was Fachleute sagen.......


    Datenblatt habe ich natürlich gelesen. Aber durch Umstellung von Ladeverfahren des Stecaregler von Ladezustandsberechnung durch Steca AtonIC (SOC) auf IU wegen der zusätzlichen Laderegler (Steca kann die zusätzlichen Laderegler nur durch Shunts einbinden) war ich etwas verunsichert.

  • interessant ist auch,, dass die Batterie, welche am nächsten an der Sammelschiene auf 10,5 V leergesaugt ist, die entferntere Batterie noch 12,5V hat, bevor der Sinuswechselrichter abschaltet, um Tiefentladung zu vermeiden.


    Das war bei Ladespannung 28,4V nicht der Fall.

  • Zitat von radopa


    Geladen habe ich diese eine Zeitlang mit 28,4V, jedoch hat ein Vertreter von Banner mir geraten mit 27,4 zu laden.
    Man verlässt sich manchmal daraus, was Fachleute sagen........


    die 27,4 gelten dann wenn du sie nur als USV nutzt .. sprich reine ladeerhaltung..aber definitv nicht wenn du sie Zyklisch betreibst und jeden Tage ladest und entladest., Da reicht diese ladespannung deftiniv nicht aus. Weil das teil schlicht weg nicht voll geworden ist. Ich denke mal du hast hier bereits ziemlich sufatierte Platten weil die kleinen Sulfatkristalle hier niemals komplett entfernt wurden. passt auhc genau zu dem was du sagt das die Spannung sehr schnell steigt


    Bezügich der 10,5 .. da hast vermutlich schon einen Zellschluss in einer Batterie. da kannst dich schon anfangen nach etwas neuen langsam umzuschauen

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