PV mit Eigenverbrauch auf Nachbargrundstück (Garten)

  • Hallo,


    folgendes Problem: Geplant ist eine PV-Anlage mit Eigenverbrauch <10 kWp. Da es auf dem EFH schon eine ältere Anlage in Volleinspeisung gibt, soll die neue Anlage auf dem Gartenhaus installiert werden. Es gibt eine direkte Stromleitung vom Gartenhaus zum EFH. Im Grundbuch ist der Garten als separates Grundstück eingetragen. Der Garten hat (logischerweise) keinen eigenen Netzanschluss. Nach Anmeldung der Anlage bei der Avacon kam die folgende Antwort vom Netzbetreiber zurück:


    Die neue PV-Anlage ist eine Neuanlage (keine Erweiterung der bestehenden), da sie sich auf einem anderen Grundstück befindet. Um die Anlage anzuschließen ist ein eigener Anschluss / Netzverknüpfungspunkt (ZAS) zu beantragen. Alternativ wurde angeraten, die 2 Grundstücke im Grundbuch zusammenfassen zu lassen.


    Mein Hinweis darauf, dass der Anlagenbetreiber gem. EEG §8 Abs. 2 einen anderen Verknüpfungspunkt wählen könne, wurde mit der Begründung abgewiesen, dass, damit dieser Absatz gilt, das Grundstück über einen eigenen Netzanschluss verfügen müsse, was aber nicht der Fall ist.


    Meine Frage in die Runde: Ist das jetzt so gängige Praxis oder hat jemand einen Tipp, wie ich darauf reagieren könnte?


    Sonnige Grüße aus der Mitte Deutschlands

  • typischer Netzbetreiberschwachsinn.
    wenn der bestehende Hausanschluß technisch geeignet ist, darfst du dort anschließen, ganz egal ob das Grundstück auf dem die Anlage errichtet werden soll einen Netzanschluß bereits hat oder nicht.
    technisch geeignet ist er -normalerweise- bis zu einer Gesamtleistung von 30 kWp
    natürlich ist die neue Anlage eine Neuanlage, was auch sonst?
    Bei mir hat der Netzbetreiber mehrfach genauso argumentiert, beim ersten mal ging es dann nach Schriftwechsel mit einem von mir beauftragten Fachanwalt, die anderen Male habe ich selbst geschrieben, und wir haben die neue Anlage dann einfach angeschlossen. Dafür braucht man halt einen Elektriker der mitmacht.
    Trotz mehrerer Ablehnungsschreiben und Telefonate, im rüden Ton, gings bei mir bisher immer so wie ich das geplant habe.
    Den unverschämten "Ratschlag" zur Grundstückszusammenlegung hat man mir auch gemacht, einen auf dem zweiten Grundstück bereits bestehenden Hausanschluß wollten sie kostenpflichtig zurückbauen, dann wollten sie eine schriftliche Bestätigung der Feuerwehr (!) daß die nichts dagegen hat, und ähnlichen groben Unsinn mehr.
    Bloß nichts gefallen lassen...

  • Das sehe ich genauso.


    Allerdings möchte der Anlagenbetreiber seine Anlage natürlich schnellstmöglich in Betrieb nehmen und sich nicht noch ein paar Wochen mit der Avacon streiten.