Plug & Play Module

  • Moin liebe Community,
    ich komme gleich zum Punkt :D
    Wir besitzen einen 60.000L Teich welcher dementsprechend viel Strom verbraucht (Pumpe,Uv Lampe, etc.)
    Ungefähr wären das ca.400W die 24 Stunden IMMER verwendet werden.
    Für eine große Photovoltaik Anlage kommt unsere Position des Hauses nicht in Frage, aber wir haben einen kleinen Schuppen mit Südseite ca.20m2
    Wäre es möglich und sinnvoll durch eine Plug and Play Photovoltaik Anlage Geld zu sparen ? Indem man den selbst produzierten Strom verwendet ? Ich meine solche Geräte die man direkt in die Steckdose steckt :D



    Persönlich halte ich von der Idee ziemlich wenig, aber ein Nachbar hat mich drauf aufmerksam gemacht und es klang sehr vielversprechend ! Ich hingegen bin ein bisschen beunruhigt ob es sich jemals lohnen würde.

  • Hi,


    Zitat von eilon

    Ungefähr wären das ca.400W die 24 Stunden IMMER verwendet werden.


    dann würde ich an Deiner Stelle mindestens 2x 250 Wattp installieren, besser 3x 250 Wattp.
    Die Module produzieren üblicherweise maximal etwa 70-75% ihrer Nennleistung, bei insgesamt 750 Wattp also in der Spitze etwa 525 Watt.
    Wenn Du die übrigen 125 Watt sicher jederzeit im Haus verbrauchst, wirst Du also nix einspeisen, sondern alles selbst verbrauchen.
    Der Jahresertrag liegt grob bei 600-700 kwh im Jahr (abhängig von Standort der Module, Winkel und Ausrichtung), die Dich im Einkauf von Deinem EVU sonst wohl etwa EUR 200 kosten würden.


    Zitat von eilon

    Wäre es möglich und sinnvoll durch eine Plug and Play Photovoltaik Anlage Geld zu sparen ? Indem man den selbst produzierten Strom verwendet ? Ich meine solche Geräte die man direkt in die Steckdose steckt :D


    Klar, wenn die Anlage preiswert genug ist, schon. Kannst Du ja ausrechnen, in wie vielen Jahren sich das amortisiert.
    10-12 Jahre ist ungefähr der normale Wert.


    Legal ist es allerdings nicht, die einfach in die Steckdose zu stecken, ohne korrekte Elektroinstallation und ohne Anmeldung.
    Such mal nach Guerilla PV im Forum, das ist voll von Diskussionen zu dem Thema.

  • Hallo eilon,


    tatsächlich wurde schon an vielen Stellen hier im Forum über Mini-PV-Anlagen geschrieben...


    Eine kurze Zusammenfassung der Kostensituation:


    Eine Mini-PV-Anlage bestehend aus:


    3 x hochwertigem 260Wp-Modul (z.B. Heckert oder Winaico) (Garantie 11 Jahre, Leistungsgarantie 25 Jahre 80%)
    3 x hochwertigem Modulwechselrichter Letrika SMI260 (Garantie 25 Jahre)
    1 x Anschlusskabel
    1 x Verteilerblock
    oder ähnliche Komponenten kosten ca. 1050 EUR brutto, zzgl. Versand
    Die erzeugen Dir in Süddeutschland ca. 650 - 750 kWh Strom im Jahr, mindestens 20 Jahre lang.
    Sagen wir mal bei deiner hohen Grundlast verwendest du auch wirklich 80 % davon, also ca. 550 kWh.


    Jetzt ziehst Du selbst eine Leitung bis an deine Hausverteilung und spendierst noch eine Sicherung. Sagen wir mal bei 25 m Leitung macht das nochmals 50 EUR. Ansonsten ist die Montage in max. einer Stunde erledigt.


    Ab jetzt kommen die Kosten für den legalen Anschluss an das Hausnetz:


    Du benötigst einen Elektriker, der dir die Anlage an das Hausnetz anschliesst und die Anmeldung beim Netzbetreiber vornimmt.
    Mit etwas Glück bekommst du das für 80 - 120 EUR.
    Schliesslich wird dir noch der Netzbetreiber den Zähler auf einen Zweirichtungszähler oder Zähler mit Rücklaufsperre tauschen. Kostet ca. 120 EUR einmalig.


    Alles in allem bist du also für eine legal betriebenes Minikraftwerk ca. 1400 EUR brutto los. Dafür bekommst du allerdings (mindestens) 11.000 kWh Strom produziert. Macht also einen Selbstkostenpreis von knapp 13 Ct / kWh.


    Gar nicht so schlecht, oder? OK, mit einer "grossen" Anlage auf deinem Schuppendach geht das nochmals etwas günstiger...

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Enphase, Envertech und SOLIS-Ginlong | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung

  • carpe:


    Hast Du mal die rechtliche Grundlage für den Zähler mit der Rücklaufsperre für mich ? Laut dem Netzbetreiber hier ist das nicht zulässig... Lastprofile, Bilanzkreise etc...


    Mit welchen Gesetzen/Vorschriften ist es möglich, sich einen rücklaufgesperrten setzen zu lassen?
    Jan


    Mit freundlicher Unterstützung der Autokorrektur meines schnurlosen Telephons zur automatisch initiierten Verwirrung durch Wortverwurstung.