Planung PV Anlage auf Pultdach 5 Grad nach Nordost abfallend

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich nun massenweise zum Thema PV gelesen habe und bereits einige Solateure hier waren (Angebote liegen noch nicht vor), möchte ich doch mal im Forum fragen wie eure Meinungen sind.
    Ich möchte gerne - zumindest am Tag - möglichst viel des Stromverbrauchs aus einer eigenen PV-Anlage decken. Ein Speicher für mehr Autarkie wäre schön, passt aber aktuell möglicherweise nicht ins Budget - Angebote abwarten.


    Stromverbrauchsprofil:

    • 2 Erwachsene, 3 (kleine) Kinder
    • Grundlast von 200 bis 280 Watt
    • Mehrverbrauch in der Woche ab etwa 14:30 Uhr
    • Jahresverbrauch ca. 4100kWh, Tendenz leicht steigend. Man könnte mit 4500kWh rechnen.


    Dach:

    • Standort Köln
    • Pultdach mit 5 Grad Neigung abfallend Richtung Nordost, Stahlbetondecke aus Filigranfertigteilen mit Ortbeton vergossen, darauf irgendeine Dichtungsschicht, darüber Dämmung aus Polysterol Hartschaum, WLG 035, dm 100 kwa, darüber Folie von Duraproof, Wadern-Büschfeld, Typ: Novoproof 1,5 mm da-k.
    • Keine Attika.
    • Reihenmittelhaus, Breite 5,59m, Länge 9m nutzbar (auf den Traufen liegt keine Dämmung, sonst wären es 10m), Neigung von 5 Grad in Richtung der Länge.
    • Höhe 10m.
    • Keine Verschattungen, mal vom Entlüftungsrohr des Abwasserfallrohrs abgesehen was am Dachrand und beim Nachbarn durchs Dach kommt und etwa 30-40cm rausragt.
    • Kein Blitzschutz vorhanden.


    Nun meine Fragen:

    • Kann man auf dem Dach eine PV-Anlage stellen oder rutscht die mit der Zeit durch Längenausdehnung des Gestells vom Dach? Oder durch sich bildendes Eis unter den Auflageflächen des Gestells?
    • In welcher Richtung ständert man optimalerweise auf? Da der Mehrverbrauch eher Nachmittags/Abends ist wäre Richtung Südwest eigentlich optimal, ggf. auch morgens Richtung Nordost, also z.B. ein Ost/West-Gestell in Norost/Südwest-Richtung? Oder nur Richtung Südwest? Oder Ost/West-Gestell in Südost/Nordwest-Richtung? Auch im Hinblick auf Minimierung der Windlast, aber auch mit minimaler Verschattung der Module gegenseitig und optimalem Eigenverbrauch?
    • WR würde in den Keller kommen, ich hätte im Haus Leerrohre innen in der Wand vom Keller bis zum DG. Im DG müsste noch 2m bis zur Außenwand ein Kabelkanal gelegt werden und dort dann durch die Außenwand. Alternativ DC-Kabel außen am Haus runterführen und im Kellerbereich durch die Außenwand. Meine Bedenken bei Innenverlegung sind elektromagnetische Strahlung (Leerrohre laufen am Kinderzimmer vorbei) und ein Blitzeinschlag der die Wand aufreißt. Außen runter und im Kellerbereich rein könnte ein Dichtigkeitsproblem dort in der Außenwand bedeuten. Was meint ihr welche Variante besser ist?
    • Welche Kosten können vom Netzbetreiber auf mich zukommen? Z.B. Kosten für Zählerwechsel, Grundgebühr für Zweirichtungszähler o.ä.? Gibt es für eine Voranfrage ein fertiges Formular o.ä.?
    • Zum Anschluss des PV-Gestells an den Potentialausgleich haben ich Verschiedenes gehört. Ist das vorgeschrieben oder nicht? Und falls nicht, sollte man es lieber weglassen, damit ein Blitzeinschlag weniger zerstört als mit Potentialausgleich?


    Vielen Dank vorab für Antworten und Kommentare!


    Grüße
    Christoph

  • Hallo Christoph


    bei 5° hat man so die Grenze zu einer flachen Anlage. Hast DU einen einfachen Zugang zum Dach?


    Ich würde in der Regel die Module flach hinlegen und damit rechnen dass man ab und zu mal reinigen muss. Bei einem Norddach mit der geringen Neigung kann man von rund 8-10% weniger ausgehen als auf einem flachen Süddach. Beim Aufstellen verlierst Du zu viel Fläche durch den Schatten und es kostet auch eine Stange Geld.


    Bei kleinen Anlagen immer das Dach voll machen nicht zu sehr auf den Eigenverbrauch achten, sobald ein E Auto kommt ändert sich alles, UND die Rendite steigt so oder so mit einer größeren Anlage.


    Nur die 10kWp Grenze im Auge behalten 11kWp machen keinen Sinn. Bei einem Norddach würde ich sagen dass ab 12,5kWp wieder Sinn machen und dann natürlich je mehr desto besser.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


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