PVA - mehrere Flurnummern aber ein Hausanschluss

  • Hallo.


    Ich habe folgende Konstellation aber keine Infos online gefunden.


    Es sollten 4 PVA Anlagen auf 4 Flurnummern erstellt werden, aber alle kommen an einen Hausanschluss (he eigener Zähler möglich). Werden diese dann als 4 oder 1 Anlage anerkannt?


    Grüße
    Bit

  • welche Leistung soll errichtet werden, welche Leistung ist bereits angeschlossen, sind die vier Flurstücke in unmittelbarer Nähe, auf welchen Aspekt zielt die Frage nach der "Anerkennung" ab?


    grundsätzlich muß eine PV Anlage nicht "anerkannt" werden

  • Das kann man so nicht beantworten, normalerweise werden sie als eine Anlage betrachtet. Die Flurnummern und die Eigentumsverhältnisse sind irrelevant. Die Situation vor Ort kann aber auch etwas anderes ergeben.
    Konkret könnte ich mir ein Reihenhaus mit jeweils unterschiedlichen Eigentümern vorstellen, bei dem (aus mir unersichtlichen Gründen) nur ein gemeinsamer HAK vorliegt. Da würde ich es eher als einzelne Anlagen sehen, aber nur deshalb weil imo der gemeinsame HAK in dem Fall eher untypisch ist und ich keinen Grund sehe, warum man deshalb bezüglich EEG schlechter gestellt sein sollte, als wenn man je einen HAK verbaut hätte.
    Sollte das Reihenhaus von einem großen deutschen Reihenhausanbieter kommen, der gerne auch mal ein BHKW für alle zusammen einbaut, würde ich erst mal schauen, was da zur Stromlieferung in den Verträgen steht. Es ist jedenfalls auffällig, daß die regelmäßig keine PV drauf haben (wohl auch, weil das sehr teuer ist, wenn man es über den Bauträger auch nur vorrüsten läßt). Dazu gibt es hier aber auch schon Threads, leider sind imo alle ausgestiegen, als nach den Verträgen gefragt wurde.

  • Doch die gibt es, bin aber zu faul zum suchen.
    Aus §32 EG2014


    Das fett hervorgehobene muß eben im Einzelfall ausgelegt werden. Damit soll Mißbrauch verhindert werden (also ein Grundstück wird nur deshalb geteilt um getrennt zu sein, wird aber als eine Einheit genutzt), aber sowas wie das Reihenhaus nicht benachteiligt werden.


    Es gibt aber auch Regelungen im EEG und noch mehr im VDE-Regelwerk, die sich auf den Hausanschluß beziehen, darauf wollte jodl raus. Aber du hattest ja wohl die Vergütung gemeint.

  • Zitat von bitwicht

    heißt es gibt hier anscheinend keine Info der Clearingstelle.


    um das zu beantworten, müsste men wissen was du mit "hier" meinst, siehe auch meine Frage oben.
    du musst schon damit rausrücken auf was du eigentlich hinausmöchtest.
    Im Übrigen muß das im Einzelfall auch garnicht viel bringen ob die Clearingstelle irgendwas geschrieben hat. Meinen Netzbetreiber interessiert so etwas z. B. überhaupt nicht.


    Zitat von bitwicht

    Ich dachte die Vergütung einer Anlage ist auf die Flurnummer gemünzt und nicht auf den Netzanschluss.


    die Vergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und der installierten Leistung. Das Flurstück ist erst einmal uninteressant. Im EEG steht nichts über Flurstücke.

  • Danke euch Zwei. Das scheint wohl etwas komplexer zu sein.


    Ich habe ein großes Grundstück das in 4 Flurnummern unterteilt ist. Auf jeder Flurnummer steht eine Halle. Nur auf der ersten Flurnummer ist ein Stromanschluss. Auf jede Hallte soll eine PVA. Alle PVAs sollen heuer gleichzeitig gebaut werden.


    Vielleicht wird jetzt meine Frage deutlicher.


    Die Aussage "oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden" würde meine Frage klären aber dann müsste ein Reihenhaus auch als eine Anlage zählen. Wenn das nun ausgenommen ist, wie ist es mit meinem Grundstück


    Sind die PVAs auf den 4 Hallten jetzt 4 einzelne PVAs oder eine große.

  • "zum Zwecke der Ermittlung des Anspruchs..." wie es immer EEG steht würde ich sagen, so wie du das schilderst, wird das zusammen gesehen. Räumliche Nähe, gleicher Verknüpfungspunkt, gleicher Betreiber, ...
    Das ist ja gerade NICHT so wie bei einem Reihenhaus.

  • Wenn ich Halle lese, kommt mir Außenbereich in den Sinn. Wenn es darum geht, wäre erst mal zu kären, ob es überhaupt Dachvergütung gibt.
    Ich persönlich würde das nach der Beschreibung zusammenfassen, ist aber wirklich nicht einfach.
    Normal gebe ich den Rat nicht, aber ich würde doch mal beim VNB anfragen, wie der das sieht. Am besten einen Termin machen, dann stehen die Chancen besser jemanden anzutreffen, der auch was zu sagen hat. Wenn da "zusammenfassen" kommt, könnt ihr euch imemr noch auf ein Schlichtungsverfahren bei der Clearingstelle EEG einigen, das ist zwar nicht kostenlos, aber relativ günstig - dauert halt. Ich würde mir das sparen.


    Aber mal schnell überschlagen: bei 4x10kWp geht es um einen Unterschied von 0,255ct/kWh, bei 1000kWh/kWp also um gut 10 Euro im Jahr. Das dürften die einzelnen Zähler auffressen, von den Mehrkosten für den Zählerschrank oder der Möglichkeit größere, günstigere (pro kVA) WR zu nehmen gar nicht zu reden.