Welcher Preisverfall ist realistisch bei Speichern bis 2020?

  • Ich wollte doch nur mal wissen was ein Speicher kosten darf um sich


    1. Binnen der Lebensdauer von ca. 12-15 Jahren auf 0 zu amortisieren
    2. Dass er die gleiche Rendite bietet wie eine PV Anlage mit Überschusseinspeisung

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Basierend auf verschiedene Szenarien von Experten gehe ich persönlich bei Lithiumionenakkus von Kosten von ca 100€/KWh Speicher brutto aus.
    Es ist natürlich korrekt, daß es verschiedene Speicherarten gibt mit verschiedenen Kosten (z.B.LiFePo oder LiPo oder optimiert auf Leistung wie 10C oder optimiert auf Zyklenfestigkeit bei langsamer Entladung). In Summe muß man aber sagen geht der Kostentrend über alles stark korrelliert. Ähnlich wie bei PV wo Mono und Poly und sonstiges entweder dem gleichen Trend folgen oder sonst chancenlos aus dem Markt ausscheiden (wie z.B. viele Dünnschichttechnologien)
    Brutto bedeutet natürlich, dass man davon einen Prozentsatz abziehen muß den man nicht nutzt um die Zyklenfestigkeit zu erhöhen z.B. 10-20%.
    Dazu kommen die Kosten fürs packaging und die Einbindung in das System (BMS, WR). Diese Kosten lassen sich noch extrem stark optimieren z.B. durch Einbindung in einen vorhandenen Wechselrichter in den DC Zweig (siehe SMA Konzept).
    In Summe halte ich einen 5KW WR mit 5KWh Akku integriert in 2020 für einen Aufpreis von 1000€ für möglich. Das würde sich relativ schnell amortisieren durch erhöhten Eigenverbrauch. Umso größer der Akku umso langsamer amortisiert sich das dann natürlich weil der Eigenverbrauch nicht proportional mit der Akkugröße steigt.

  • Hallo Vic-Raptor,


    vorerst herzlichen Dank für Deine Informationen und Daten.
    Mich würde brennend interessieren, mit welchem Speicher-System man einen Batterie-Wirkungsgrad von 98,30 %(Entladung/Beladung) erreicht.
    Weiters einen Gesamtwirkungsgrad von ca. 96-97 %, unter Berücksichtigung des Eigenverbrauches des Batteriemanagementsystems, der Verluste im Bereich Regelgeschwindigkeit und des Teillast-Wirkungsgrades.
    Wieviel Voll-Ladezyklen pro Jahr sind diesem Gesamtwirkungsgrad zugrundegelegt.


    Hast Du auch Infos zu folgenden Speicher-Kennzahlen:
    - EIGENVERBRAUCH in Watt (für Bereitschafts-, Standby- und Schlafmodus)
    - REGELGESCHWINDIGKEIT (Totzeit in Sek. und Ausregeldauer in Sek.)
    - STATIONÄRER ZUSTAND (Mittlere und Maximale Abweichung in Watt, definiert die Abweichung bis zur vollständigen Ausregeldauer, z. B. bei Änderung der Maximalen Entladeleistung auf 100 Watt).


    Herzlichen Dank im Voraus für Deine Info.


    Karl G.


  • Hallo,


    - als Anlage Grafik zum Batteriewirkungsgrad, liegt bei dieser Anlage bei ca. 97%
    - der Eigenverbrauch der gesamten Anlage liegt bei ca. 80 Watt
    - mit Regelgeschwindigkeit meinst das Ausregelen bei Nulleinspeisung?
    - dto.


    (Wir regeln nicht aus, da wir keine Nulleinspeisung haben, sondern Netzersatzbetrieb mit AUE (Automatischer Umschalt Einheit) im offline USV-Modus < 20ms)


    Bisheriger Gesamtverbrauch 517 kWh und davon 46 kWh Netzbezug.


    Wir haben mit unseren Anlagen je nach Verbraucherverhalten 120-150 Vollzyklen, auch abhängig von der gesamt Kappa, hier 5,2 kWh nutzbar. Bei dieser Anlage aktuell 38 Vollzyklen (Anlage Grafik). Trotz miesen Wetters, Autarkiequote von 93% diese Woche :mrgreen:


    Sonnige Grüße :danke: