Welcher Preisverfall ist realistisch bei Speichern bis 2020?

  • das glaube ich weniger... genau diese Argumente öffnen den Markt für die autarke Energieversorgung!


    Heute ist es möglich sich ohne großen finanziellen Aufwand weitgehend autark mit Energie zu versorgen. Um das zu verstehen muss man zuerst mal die herkömmlichen Technik los lassen können. Alles was finanziell gefördert wird, hat ohne Förderung keinen dauerhaften Bestand. Also weg mit den staatlichen Subventionen, sprich EEG-Vergütungen und Zuschüssen. Der Markt regelt dann die Preise! Weg mit den Kontakt zum fremden Eigentum, sprich "netzparellel Photovoltaik", denn so ist man immer im Nachteil und den Auflagen der Netzbetreiber ausgeliefert. Da nützt kein "Smart-Grid" oder "Schwarmspeicher", sondern ist reine Makulatur dessen, was ohne Hilfe nie laufen wird.


    Sobald die ganze Technik autark betrieben wird, sehe ich echte Möglichkeiten das die Preise fallen, dann passen sich die Preise den Gegebenheiten an (Marktwirschaftliches Prinzip).


    Bei subventionierten Anlagen dürfen z.B. keine gebrauchten Module verwendet werden, welche schon mal gefördert wurden, dieser Markt ist fast komplett tot. Netzautarke Anlagen hingegen dürfen gebrauchte Module verwenden. Bei einer netzautarken Anlage mit guten gebrauchten Modulen kostet der PV-Anteil keine 750 Euro komplett verbaut pro kWp.


    Man muss dann nicht großartig nachdenken, ob sich PV mit Speicher rechnet!


    Netzautarke Anlagen verwenden Technik vom Feinsten! Diese Technik ist wesentlich ausgereifter und zuverlässiger als netzparallele Technik, also keine Technik von gestern!


    .... zur Berechnung, das gilt natürlich auch für 5 oder 10.000 kWh Stunden Stromverbrauch. Es gibt zigtausende Wärmepumpen, welche total umfreundlich Energie erzeugen, diese in die autarke Energieerzeugung einzubinden ist das Sahnehäubchen, dann gibts Wärme und Strom von der Sonne und das ohne Vorschriften, Genehmigungen, Auflagen, extra Steuern und Abgaben etc.


    Das wäre ein wahrer Turbomarkt!


    Dann gings wieder richtig rund in Deutschland.....die Energiewende 2..... aber solange alle schlafen und der Energiewende 1 hinterher heulen gibts eben nur den Bus :mrgreen: .... nix Preisverfall!


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Alter Schwede... Als würde Autarkie viele Menschen bewegen? Schau doch mal wie viele Passivhäuser gebaut werden. Wie schon gesagt, wir brauchen OHNE teure Technik Speicher etc. in den letzen beiden Jahre 250kWh Strom für 170m² für die Heizung und rund 300kWh für das WW aus dem Netz. That's it... Gesamtbezug aus dem Netz 2.500kWh .... Und das OHNE Technik...


    Wer hat das schon? Die meisten Neubauten die ich kenne sind EnEV oder kfw 70...


    Einen drang zu Autarkie erkenne ich da nicht.


    Ein Turbomarkt gibt es NUR wenn sich das Ding rechnet.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014


  • ja, das wären dann 2.500 kWh Strom für Wärme und im Schnitt 3.500 kWh für Elektrik, in der Summe 6.000 kWh. Hier rechnet sich eine Autarkieanlage prima! In der Regel genügt die Ersparnis aus Strom um die Anlage auf 10 Jahre zu finanzieren.


    Das ganze macht umso mehr Sinn, umso mehr moderne Techniken eingesetzt werden, da bin ich ganz bei Dir.


    Frage: In Miete wohnen oder Eigentum kaufen und aus der ersparten Miete finanzieren?


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Kommen wir mal wieder von seltsamen Ideen zurück zum Preisverfall.


    Das Problem bleibt einfach der Vertrieb über drei Stufen. Ein Speicher müsste so konstruiert sein dass er ähnlich wie Sonos einfach installiert und konfiguriert werden kann.


    Es sollte einen einheitlichen Stecker geben der wie eine Kraftsteckdose installiert werden kann. Somit kann der Speicher dann einfach vom Nutzer selbst installiert und konfiguriert werden.


    Alle anderen Ideen scheinen für mich nicht wirklich zielführend zu sein.


    Seltsame Prozentrechnungen halte ich für nicht zielführend. Ob sich der Speicher im EFH jemals großflächig durchsetzen wird werden wir sehen.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


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  • Zitat von open source energy

    Alle anderen Ideen scheinen für mich nicht wirklich zielführend zu sein.


    Aber vorkonfigurierte Systeme können nicht sehr gut an die örtliche Situation angepasst werden. Da sehe ich die Ursache für eine häufig nicht rentablen Einsatz der Systeme. Eine mangelhafte Beratung tut ein übriges.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Eigenverbrauch ist das überbewertest Thema in der PV. Selbst mit USt hat man kaum mehr als 12Ct Vorteil gegenüber der Einspeisung. Nimm mal den Sunny Island WR. Dafür braucht man die Speicher SUNNY REMOTE CONTROL, das WEB Interface und einen Smart Meeter um alles zu steuern. Wie viel W haben die denn zusammen?


    Bestimmt 20W also 175kWh gehen verloren nur um zu regeln. Ich halte das für völlig übertrieben. Bei einer 6kWh Batterie mit rund 1500kWh zusätzlichem Nutzen hat man mehr als 10% der gewonnen Energie alleine in der Steuerung verballert. Vermutlich geht ab Netz sogar noch mehr flöten.


    Kaum jemand außer Klangfanatiker haben ein individuelles Soundsystem zuhause. SONOS bildet hier ein geiles Klangbild ab und kalibriert sich selbst. Genau so muss ein Speicher auch funktionieren.


    200€ für die Doseninstallation. Messwandler über die Zuleitungen im Verteilerschrank sollte man selbst installieren können und los geht das Speichervergnügen.


    Bei Flachdachanlagen wird auch nicht mehr 30° nach Süden aufgeständert obwohl es physikalisch noch immer am meisten bringt...

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


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  • Zitat von VIC-RAPTOR


    Heute ist es möglich sich ohne großen finanziellen Aufwand weitgehend autark mit Energie zu versorgen.


    Und wozu genau soll das erstrebenswert oder sinnvoll sein?


    Willst Du Dich auch autark mit Lebensmitteln versorgen?
    Deine Kleidung von der Wolle aus eigenen Schafen selber stricken?
    Deinen PKW "autark" in der eigenen Werkstatt zusammen feilen?
    Deinen eigenen PC zusammen löten?


    Mal davon abgesehen leben heute schon weltweit 50% der Menschen weltweit in Ballungsräumen mit starkem Trend zu mehr Urbanisierung und das ist auch gut so, weil es zu Fortschritt führt und einen geringeren ökologischen Fußabdruck hat. Hier wird's aber schon erheblich schwerer mit der "autarken Energieversorgung", wenn jeder für sich selber herum krautet.


    Darüber hinaus wurden die allermeisten Gebäude, die in 2050 am "Ende der Energiewende"(?) herum stehen werden bereits gebaut.


    Zitat


    Sobald die ganze Technik autark betrieben wird, sehe ich echte Möglichkeiten das die Preise fallen, dann passen sich die Preise den Gegebenheiten an (Marktwirschaftliches Prinzip).


    Autarke PV Systeme gibt es seit 50 Jahren.


    Damit sind die Preise nicht gefallen.


    Zitat


    Bei subventionierten Anlagen dürfen z.B. keine gebrauchten Module verwendet werden, welche schon mal gefördert wurden, dieser Markt ist fast komplett tot. Netzautarke Anlagen hingegen dürfen gebrauchte Module verwenden. Bei einer netzautarken Anlage mit guten gebrauchten Modulen kostet der PV-Anteil keine 750 Euro komplett verbaut pro kWp.


    Woher soll der Markt für gute gebrauchte Module kommen. Wenn sie wirklich noch gut sind macht es keinen Sinn sie zu verkaufen und wenn sie nicht mehr gut sind macht es keinen Sinn sie zu kaufen.


    Zitat


    Man muss dann nicht großartig nachdenken, ob sich PV mit Speicher rechnet!


    Doch. Weil es sich nicht rechnet. Autarke PV in unseren Breiten ist sogar meilenweit entefernt von jeder Wirtscahftlichkeit. Rechne einfach mal.


    Wie willst Du den Speicher auslegen bei einem System, das in einem guten Monat 160kWh/kWp liefert und in einem schlechten 5kWh/kWp.


    Zitat


    Netzautarke Anlagen verwenden Technik vom Feinsten! Diese Technik ist wesentlich ausgereifter und zuverlässiger als netzparallele Technik, also keine Technik von gestern!


    ?


    Zitat


    .... zur Berechnung, das gilt natürlich auch für 5 oder 10.000 kWh Stunden Stromverbrauch. Es gibt zigtausende Wärmepumpen, welche total umfreundlich Energie erzeugen, diese in die autarke Energieerzeugung einzubinden ist das Sahnehäubchen, dann gibts Wärme und Strom von der Sonne und das ohne Vorschriften, Genehmigungen, Auflagen, extra Steuern und Abgaben etc.


    Das Lastprofil einer Wärmepumpe in einem effizienten Haus in Deutschland ist Dir aber schon bekannt und das Erzeugunsgprofil einer PV Anlage auch?
    Wie willst Du das wirtschaftlich autark hinbekommen?


    Eine PV Alage auf dem Hausdach nutzt idealerweise (für die Energiewende) die gesamte zur Verfügung stehende Dachfläche und tauscht Strom mit dem existierenden Stromnetz aus. Was im EFH Sinn ergeben kann ist ein Wärmespeicher für Warmwasser und Heizwärme, Stromspeicher machen eigentlich erst im Netz Sinn und ggf. auf vier Rädern herum rollend.


    Durch Fehlanreize mag es dazu kommen, dass sich Leute auch Speicher ins Haus setzen oder weil sie Autarkie/Resilienz gegen einen Aufpreis wollen.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von jdhenning


    Aktuell sind die beiden Hauptkontrahenten Blei- und Li-Akkus. Die Lebensdauer von Bleiakkus wird angegeben mit 80% der Nennkappa und die Li-Akkus werden bis auf 60% runter gefahren. Wenn man diesen Ansatz auch für Bleiakkus macht und dann den Kaufpreis durch die durchleitbaren kWh dividiert, dann ist die Li-Technologie aktuell rund viermal teurer als Blei (Gegenbeispiele mit aktuellen Marktpreisen sind willkommen).


    Blei kostet 300€/kWh Nutz(!)kapazität (50% der Nennkapazität) und schafft 2000 Zyklen.


    Li-Ionen kosten 400€/kWh Nutzkapazität und schafft 6000 Zyklen.


    Der Bleipreis bestimmt heute wesentlich die Kosten für Bleiakkus, der Lithium(Carbonat)preis hingegen ist heute nicht sonderlich relevant.


    Es gibt weitaus mehr Lithium als Blei.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Reg Dich nicht auf ich habe mich auch schon zu sehr geärgert wenn mit Aussagen der Ruf der PV noch schlechter gemacht wird.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


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  • Im Jahr 1863 machte Étienne Lenoir mit dem Hippomobile eine 18 km lange Fahrt; es war das erste Fahrzeug mit einem Motor mit interner Verbrennung. Warum sollte man ein Automobil kaufen, das stinkt, macht Probleme, kostet enorm viel Unterhalt, man kann doch auch mit Pferden reiten oder herkömmliche Kutschen verwenden :mrgreen:


    Der Markt regelt die Preise und solange Papa Staat seine Finger da drinnen hat, wird nix geregelt. Macht der den Hahn auf, dann wird produziert, macht der den Hahn zu wird weniger produziert. Die Branche wird zum Spielball der Politik. Hier tragen vor allen die Händler die Verantwortung! Die Technik ist der Politik weit überlegen und unter vorausschauendes Handeln verstehe ich, zuerst zu begreifen wo man steht um dann Schritte einzuleiten, welche die Ursachen bekämpfen.


    Also nix ist besser als weg vom staatlich geförderten Zuschussmodell.... hin zum rentablen marktwirtschaftlichen System und dann klappt´s auch mit den Preisen.


    ....und letztendlich.. jede gewonnene Diskussion ist ein verlorener Kunde :D


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!