Netzimpedanz + Kurzschlussleistung am Netzverknüpfungsp

  • Liebes Forum,


    Bei meiner Frage geht es um die Überprüfung ob die die Netzkapazität im NS Netz ausreicht für den Anschluss einer PV Anlage.


    Nach der Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" sind keine relevanten Spannungsanhebungen durch PV Anlagen zu erwarten wenn das Verhältnis von Kurzschlussleistung und Einspeiseleistung größer als 50 ist.


    Code
    Kurzschlussleistung / Einspeiseleistung > 50


    Die Kurzschlussleistung an dem Netzverknüpfungspunkt ist wiederum abhängig von der Netzimpedanz. Was ist in diesem Fall die Netzimpedanz? Impedanz zwischen Ortsnetztransformator und Netzverknüpfungspunkt? Und wie wird sie berechnet oder gemessen?


    Könnt Ihr mir weiterhelfen?


    LG,
    Ben

  • Die wird gemessen.
    Das alles nützt dir aber nix, der Versorger gibt dir das frei oder auch nicht....
    Eigene Berechnungen helfen da nie weiter.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • @ letsdoit
    Mich würde aus technischer Neugier interessieren, wie der VNB die Messung / Berechnung durchführt. Weißt Du das?

  • Die Messung ist einfach - am Anschlußpunkt.
    Die Berechnung im Netz selbst ist recht komplex und nicht einfach mit dem ohmschen Gesetz zu machen....
    Da brauchts dann deutlich mehr...

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  • Unter dem Stichwort Schleifenimpedanz wurde ich auch im Buch "Fachkunde Elektrotechnik" fündig. Danke!

  • Die Netzimpedanz/Kurzschlussleistung ist sozusagen die am Bezugpunkt anliegende *Stromstärke/kraft*.
    Jedes einzelne Kraftwerk, sowie die dazwischen liegende Leitungsimpedanzen bringen ihren Anteil.


    Grob gesagt, die Kurzschlussleistung verringert sich, um so weiter man vom Kraftwerk entfernt ist, weil die Leitungsimpedanz wirksam wird.


    Schleifenimpedanz ist ähnlich, bezieht sich aber meist auf eine konkreten Stromkreis. Bei der Netzimpedanz ist es die Summe aller Anteile.


    Um es sich bildlich vorzustellen. Man schmeisst eine Brechstange auf das Sammelschienensystem eines Umspannwerkes. Bei hoher Kurzschlussleistung fliessen dann 40.000 A bei niedriger 5.000 A. Zumindest bis die Brechstange verdampft ist.

  • die Netzimpedanz bestimmt den Spannungsabfall bei Belastung, bzw. den Spannungsanstieg bei Einspeisung.
    Im Grunde nichts anderes als der Widerstand der Stromschleife, wobei Impedanz auch die frequenzabhängigen Komponenten im Stromkreis berücksichtigt.
    Kurzschlußleistung was soll das sein? Die Höhe des Kurzschlußstromes ist Abhängig von der Netzspannung und der Netzimpedanz.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von klaus24V

    die Netzimpedanz bestimmt den Spannungsabfall bei Belastung, bzw. den Spannungsanstieg bei Einspeisung.
    Im Grunde nichts anderes als der Widerstand der Stromschleife, wobei Impedanz auch die frequenzabhängigen Komponenten im Stromkreis berücksichtigt.
    Kurzschlußleistung was soll das sein? Die Höhe des Kurzschlußstromes ist Abhängig von der Netzspannung und der Netzimpedanz.


    Du betrachtest die falsche Richtung. Von deinem Bezugspunkt aus kannst du in dein *Privatnetz* schauen und ins öffentliche. Der Netzbetreiber gibt dir einen Wert an deinem Punkt, damit du nicht 100.000 Erzeugungsanlagen aus dem öffentliche Netz in deine Berechnungen einbeziehen musst. Er garantiert dir auch eine Netzspannung bzw. begrenzter Toleranzen in dieser. Die Netzspannung ist also in dem Fall *fest* (bzw. wird nachgeregelt) und erst dann wird der Kurzschlussstrom aus fester Netzspannung und Netzimpedanz abgebildet. Eine Angabe der Kurzschlussleistung wäre aber auch unabhängig von der Netzspannung richtig.