Vater geht in Pension. Was tun mit Photovoltaik?

  • Hallo


    Habe eine Frage. Mein Vater ist Inhaber von 3 kleinen pv Anlagen (48 kWp) und geht nächstes Jahr in Pension.


    Was für Optionen stehen uns denn offen um nicht in eine Steuerfalle zu tappen?

  • Moin,


    wo soll da das Problem sein? Nur bei vorzeitiger Pension(Vorruhestand) oder Altersteilzeit kann es Probleme geben.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Ich hatte meine erste Anlage, welche von meinen Eltern finanziert worden war für einen symbolischen Betrag erworben
    und auf unserem MFH reinstalliert. Das hatte aber nichts mit einer Pension zu tun.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • dein Vater kann zur Kleinunternehmerregelung wechseln und die PV als Hobby weiterbetreiben.
    Als Pensionär wird er sicherlich auch einen höheren Eigenverbrauch haben.
    Dann sind bei 3 Kwp auch keine großen Gewinne mehr durch den Stromverkauf zu erwarten.



    upps, sind 48Kwp... das übersteigt meine Dimension :|

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von klaus24V ()

  • Ja er geht mit 63 krankheitsbedingt und Abschlagsfrei in Rente gehen.
    Soweit ich weiß hat er nur einen Freibetrag von 5400€ im Jahr


    Als Hobby ist nicht möglich denke ich weil es 48 kWp aus 2010.


    Bis wieviel Euro Einkommen aus pv geht die Kur?

  • Man könnte eine automatisch gesteuerte Beschattungsanlage erwerben um die Grenze für die KUR zu unterschreiten.
    Allerdings kann die Vorsteuer aus dieser Anlage dann nicht gezogen werden.


    Aber mal ernsthaft:
    Was soll die KUR bringen?


    Wenn Du hier wirklich mit der Sorgfalt, wie man sie nur von einer DueDilligence kennt, herangehen willst....... dann:


    a) Brauchst Du als erstes eine halbwegs stabile Aussage zu den Pensionsbezügen
    b) Eine 1000% verlässliche Aussage, ob ein HInzuverdienst zu Kürzungen führen kann


    b) Wäre das weitaus größere Problem; aber in meinen inkompetenten Ohren klingt das so, als drohe da keine Gefahr.


    c1) Du simulierst die EST-Veranlagung auf Basis der Pensionsbezüge ohne PV-Anlage
    c2) Du simulierst die EST-Veranlagung auf Basis der Pensionsbezüge MIT PV-Anlage


    Und nun kannst Du über zvE und Steuerschuld die effektive (Grenz-) steuerbelastung auf den PV-Einkünften messen.


    Wenn keine zusätzliche Steuer anfällt: (steuerlich): Glückwunsch
    Wenn Steuer anfällt: Prüfe, ob im Familienkreis sich jemand findet, der billiger versteuern kann.


    Basierend auf der Theorie von der "Schaffung haftungsfreien Familienvermögens" (als oberster Zielsetzung der Steuerplanung /-beratung) sowie dem Grundsatz "Lieber mit warmer Hand schenken als mit kalter Hand vererben" aus dem Beratungsfeld "Erben + Sterben" kommt dann eine abenteuerlich klingende, aber in der Praxis einfach umzusetzende unentgeltliche Übertragung auf diejenige Person in Betracht (unter Ausnutzung des sog. "Buchwertprivilegs"; oder...beim Pensionär könnte man sogar über Ausnutzung des Altersfreibetrages und "double dipping" nachdenken).


    Umsatzsteuerlich müsste man wissen, wie alt die Anlagen sind und wie hoch die Umsätze.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo,


    ich bin seit zwei Jahren aus Altersteilzeit (mit 63) in Rente.
    Folgende Auskünfte hatte ich mir damals von der Rentenversicherung eingeholt.


    Ich darf 12*450€ + 2* 450€, also insgesamt 6300€/a hinzu verdienen (als Arbeitsentgelt). Alles drüber führt zu
    einer Rentenkürzung.


    Abfindung, beim ausscheiden aus der Firma stellt kein Arbeitsentgelt dar und führt somit zu keiner
    Rentenkürzung. Vorausgesetzt die Abfindung ist kein rückständiges Arbeitsentgelt.


    Betriebsrente und Deferred Compensation bei unserer Firma (dabei konnte man sich freiwillig Urlaubs- und Weihnachts-
    und Jubiläumsgeld bis zu 30% vom Brutto Arbeitslohn, vor Steuern, gutschreiben lassen, die Auszahl erfolgt nach
    Firmenaustritt)
    Die Auszahlung für die Betriebsrente und Deferred Compensation habe ich in 5 Jahresraten festgelegt (bis zu
    12 Jahresraten wären möglich gewesen) und beträgt bei mir eine mittlere 5 stellige Summe pro Jahr.


    Auch das führt zu keiner Kürzung der Rente, weil kein Arbeitsentgelt.


    Das trifft so auf mich zu, für andere ohne Gewähr :!:


    Wie sich das mit den Einnahmen aus der PV verhält, weis ich allerdings nicht.


    Gruß Franz


    Nachtrag: ich hatte online einen Termin bei der Rentenvers. vereinbart und mir oben erwähnte Fragen
    erklären lassen. Die Sachbearbeiterin halt mir freundlich und sehr kompetent den Sachverhalt erklärt.


  • Das wurde mir 2009 aber anders erklärt. Danach durfte man bei jährlicher Gewinnermittlung nur 12 x 400 € = 4800 € hinzuverdienen ! Heute wären es 12 x 450 € = 5400 € wenn sich sonst nichts geändert hat. Ansonsten wird die Rente um 1/3 gekürzt, dann durfte ich ca 20 T€ ( Betrag ist individuell und muss erfragt werden ) hinzuverdienen bis weiter gekürzt worden wäre.

    Sonnige Grüße
    Kollektor