2te Anlage, 1 Dach, 1 Betreiber

  • Hallo World,


    ich habe mal eine etwas spezielle Frage an die Spezialisten hier im Forum. Mein Installateur hat auf diese Frage keine eindeutige Antwort gewusst.


    Stand heute
    5,76 kwp seit 2014, EEG Vergütung 0,1702 €, Rundsteuerempfänger und 2 Wegezähler. Eigenverbrauch ca. 1300 kwh, Einspeisung ca. 4500 kwh.


    Ich plane jetzt auf dem Nordwest Dach eine zweite Anlage mit 5 kwp, ertrag lt. PVGis 520 kwh also ca. 2600 kwh. Ist zwar nur ganz knapp, aber rentiert sich doch ein bisschen.


    Jetzt meine Idee und auch die Frage: Ist es möglich die erste Anlage auf Volleinspeisung umzustellen und die geplante 2te kleinere Anlage zur Eigenverbrauchsdeckung heranzuziehen, die sollte das in den Monaten von März bis Oktober eigentlich locker schaffen.


    Technisch ist das wohl möglich, aber ist das auch lt. EEG /VNB bzw Finanzamt möglich ?, es sind doch 2 Anlagen die zeitlich voneinander gebaut wurden, dürfte doch auch die 10 kwp Grenze nicht zutreffen.


    Viele Grüße


    Tom

    5,76 Kwp, 24 Renesola 240 W, 1x SMA Stp 6000 tl20, -30º SO 45º
    5,00 Kwp, 20 Solarfabrik 250 W, 1x Kaco Blueplanet 4.6, 150°, 45°

  • Des weiß dein Solateur nicht?


    Möglich ja, sinnvoll wäre aber eher beide mit Eigenverbrauch und die Neue bevorzugt.

    Gruß Achim

  • :oops: Wahrscheinlich weis er es schon , aber ich habs dann wahrscheinlich nicht kapiert :oops:


    Lässt sich sowas technisch steuern, welche Anlage beim eigenverbrauch bevorzugt wird ??? ohne viel Investition ???

    5,76 Kwp, 24 Renesola 240 W, 1x SMA Stp 6000 tl20, -30º SO 45º
    5,00 Kwp, 20 Solarfabrik 250 W, 1x Kaco Blueplanet 4.6, 150°, 45°

  • Hi,


    Zitat von Eisfrei

    Lässt sich sowas technisch steuern, welche Anlage beim eigenverbrauch bevorzugt wird ??? ohne viel Investition ???


    da muss man nichtmal steuern. Kostet auch nix mehr.
    Die neuere Anlage auf dem Norddach wird einfach näher zur Unterverteilung angeschlossen und fertig.
    Dadurch wird der Strom dieser Anlage automatisch bevorzugt verbraucht.


    So eine Kaskade habe ich bei meinen bisher 3 Anlagen schon realisiert, die 4. die ich gerade baue wird auch wieder so angeschlossen, dass der Strom aus dieser bevorzugt verbraucht wird.


    Das dazu passende Anschlussschema für den Zählerschrank findest Du auf Seite 11 in meinem Thread, in dem ich meine Anlagen vorstelle, Link unten im Fuß meiner Postings.
    Das gibst Du Deinem Solarteur und der weiss spätestens dann, was zu tun ist.

  • Falls die alte Anlage vor August 2014 in Betrieb gegangen ist, würde ich es auch dringend vermeiden den Bestandsschutz bei der EEG-Umlage aufzugeben. Bin mir aber gerade nciht sicher, ob du den nciht durch die Erweiterung sowieso verlierst, weil du mehr als 30% der bestehenden Leistung zubaust.
    Das wäre langfristig unschön, weil evtl. EEG-Umlage anfällt, wenn deine alte Anlage nach 20 Jahren aus der Förderung fällt. Aber dann muß der Elektriker sowieso nochmal anrücken, weil die dann die geringer (wenn es überhaupt noch was für die Einspeisung gibt) vergütete Anlage sein wird. Aber bis dahin ist noch viel Zeit, vielleicht ist bis dahin auch geklärt ob überhaupt Umlage für Anlagen fällig wird, die keine Förderung bekommen.

  • Tja, das ist die Frage. Wie wird das bewertet.
    An der ersten Anlage wird nix verändert. Die zweite Anlage kommt (soll) auf die zweite Dachfläche. Mehr als 30 % werden aber neu gebaut. So richtig verstanden hab ich aber nicht was da im EEG steht.


    lt § 32 sind es 2 Anlagen
    § 61, entschuldigung aber dafür bin ich zu blöd, erweitere ich die bestehende Anlage ???


    Weis keiner Rat ???


    Vielen Dank für Tips.


    PS: Wenn ich das Gesetz lese hab ich schon keine Lust mehr was zu machen :cry:

    5,76 Kwp, 24 Renesola 240 W, 1x SMA Stp 6000 tl20, -30º SO 45º
    5,00 Kwp, 20 Solarfabrik 250 W, 1x Kaco Blueplanet 4.6, 150°, 45°

  • Zitat von Eisfrei

    erweitere ich die bestehende Anlage ???


    Genau an dem Punkt bin ich auch hängengeblieben, weil ich (obwohl ich den §61 EEG2014 wirklich schon oft gelesen habe) mir plötzlich nicht mehr sicher bin, ob Erweiterung an dieser Stelle das selbe meint wie im Rest des Gesetzes (wie du schreibst, nach einem Jahr ist es eine neue Anlage, womit du auf der sicheren Seite bist).

  • Ich denke es ist dieser Teil der euch stutzig macht.

    Zitat von EEG 2014 §61 (3)


    3. die eine Stromerzeugungsanlage nach den Nummern 1 oder 2 an demselben Standort erneuert, erweitert oder ersetzt, es sei denn, die installierte Leistung ist durch die Erneuerung, Erweiterung oder Ersetzung um mehr als 30 Prozent erhöht worden.


    Da die Anlage nicht erneuert oder ersetzt wird fällt das schon mal weg.
    Außerdem ist durch §32 ja schon geklärt das es sich um eine neue Anlage und nicht um eine Erweiterung handelt.
    Es fällt also *noch keine EEG Umlage an.


    *noch weil man ja nicht weiß was unsern Volksvertretern noch alles von den Lobbyisten eingeredet wird.

    Schott String1 DN 50°, Süd+30°/ String2 DN 45°, Süd+20°/ Kostal Piko 5.5 6,08 kWp 2011
    Schott DN 35°, Süd+30°/ SMA SB1300TL-10 1,33 kWp 2012
    JK:26 D:3 T:1
    L:37 D:8 T:3