Pachtpreis FFA

  • Hey,
    vielleicht kennt sich ja einer mit der Pacht/Mietzins von großen Photovoltaik-Anlagen aus.


    In der Theorie findet man prozentuale Anteile von 13-16 % der gesamten Betriebskosten für die Pacht.


    In Berlin steht eine Anlage da beträgt die Pacht 25 % der gesamten Betriebskosten.


    Wie kommt dieser große Unterschied zu Stande??

  • Dazu müsste man die Verträge kennen
    so ist alles nur Raterei

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Pacht in Verhältnis zu Betriebskosten ist eigentlich ein sehr unüblicher Vergleich - und was bitteschön zählt zu den Betriebskosten? Geht schon mal los bei der Aufteilung in technische und kaufmännische Betriebsführung ...Die kaufmänische ist bei einem Eigentümer und Volleinspeisung seeeehr überschaubar, bei einem Fondsprojekt und Direktvermarktung sieht das schon anders aus.



    Normalerweise wird Pacht in Verhältnis zu den Einspeiseerlösen betrachtet. Je nach Standortgüte, Projektgröße, Vorleistungen des Verpächters oder Vorinvestitionen des Pächters (kostenlose Dachsanierung vor Installation, Sanierung alter Militärstandorte etc.) kann die Pacht von 0 - 8 % gehen - in den "Goldgräberzeiten" der hohen Einspeisevergütungen auch mehr.
    Inzwischen ist ziemlich die Luft raus, mehr als 4 % wird es wohl kaum geben. Inzwischen lockt man "Dachgeber" eher mit günstigem Eigenstrom per Direktvermarktung als mit einer Pacht.


    Kleinstromer

    ca. 30 KWp, SW 215 poly, 3 x Sunways NT 10000

  • Meine Quelle ist Eigenerfahrung - ich habe im Laufe der Jahre in etwa einem Dutzend Windparks (alle in Form einer KG) investiert - und dazu ist es zwingend erforderlich, sich vom Werbe-Bla-Bla unanbhängig zu machen und sich selber umfassend mit der Kostenstruktur beim Bau und später im Betrieb zu beschäftigen, um beurteilen zu können, ob die Beteiligungsangebote was taugen oder nicht - 90 % aller Beteiligungen sind nämlich sehr mäßig oder Schrott, das ist die knallharte Wahrheit!


    Als dann die Zahl möglicher Windkraftbeteiligungen rapide abnahm und die PV billiger und größer wurde, habe ich den Markt auch abgeklopft - für Beteiligungen oder zum Selbermachen (Dach pachten und Anlage drauf machen lassen). Dabei habe ich so die Feinheiten mitbekommen, die manches hoffnungsvolles Projekt wieder ins Aus kicken (z. B. Netzanschluß von bäuerlichen Anwesen), und welche Dachpachten aufgerufen werden.
    Ist dann nix mit Neubau geworden, aber immerhin bis jetzt 3 "Second-hand-Projekte", die besser laufen als der Durchschnitt meiner Windbeteiligungen - vor allen, weil die letzten Solarjahre meist über den Prognosedurchschnitt lagen, wärend die Windjahre meist erheblich nach unten abweichen.


    Bei den Kosten für technische und kaufmänische Betriebsführung geht die Spanne bei den Fondsprojekten von sehr günstig bis unverschämt - wer keine Ahnung hat, blickt das oft gar nicht oder zu spät. Es sind schon Parks vor die Wand gefahren, weil die Initiatoren sich nicht nur beim Bau und Vertrieb die Taschen vollgemacht haben, sondern auch über die Betriebsführung die Kommanditisten noch weiter ausgeplündert haben...


    Gruß!


    Kleinstromer

    ca. 30 KWp, SW 215 poly, 3 x Sunways NT 10000