Prepaid Handytarif für Datenübertragung und die Buchhaltung

  • Hallo.


    Seit einigen Jahren nutze ich eine SMA RS485 auf Ethernet Webbox fürs Sunnyportal mit separatem GSM Router und USB Stick, gleiche Gerätekonstellation an beiden PV-Anlagen


    Dazu hatte ich bisher einen O2-Vertrag, 9,99 Euro/Monat, 2 Stück O2-Multicards jeweils in den UMTS Sticks.


    Nun habe ich wegen Probleme in der Netzabdeckung zu Vodafone gewechselt, damit es günstig bleibt, habe ich mich für den Tarif Talk und SMS ohne monatliche Kosten entschieden, dazugebucht eine Internetoption für jeweils 4,99 Euro. Gesamtkosten sind also gleich, aber es funktioniert nun zuverlässig



    Die Simkarten wurden vom Geschäftskonto der PV-GbR aufgeladen, alles funktioniert einwandfrei.



    Bisher habe ich eine Online-Rechnung bekommen, die ich immer abgeheftet habe.


    Nun gibt's aber keine Rechnung mehr, wie dokumentier ich das am besten glaubhaft, falls mal eine Steuerprüfung o.ä. kommt.




    Vielen Dank

  • Für unsere drei Bürgersolaranlagen nutzen wir den 8cent Tarif des Anbieters maxxim:
    https://www.maxxim.de/8cent-smart-postpaid
    mit der Option OptiSurf 100 MB für 4,95 € pro Monat.
    Das ist D1 Netz. Dafür scheint es derzeit die Option OptiSurf 100 MB nicht mehr zu geben, jedoch für das O2-Netz: https://www.maxxim.de/8cent-plus-postpaid
    Ein Postpaid Tarif mit monatlicher PDF-Rechnung zum Runterladen. Läuft bei uns seit Jahren problemlos.

  • Zitat von Modulknecht

    Die Simkarten wurden vom Geschäftskonto der PV-GbR aufgeladen, alles funktioniert einwandfrei.
    Nun gibt's aber keine Rechnung mehr, wie dokumentier ich das am besten glaubhaft, falls mal eine Steuerprüfung o.ä. kommt.


    Steht die Mobilfunknummer im Kontoauszug?
    Sonst Eigenbeleg.
    Bei beiden Varianten meiner Kenntnis nach aber kein Vorsteuerabzug möglich.

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  • Zitat von mbrod

    OptiSurf 100 MB für 4,95 € pro Monat.


    Wenn 100 MB monatlich reichen, ist congstar auch eine Alternative. 100 MB pro 30 Tage im D1 Mobilfunknetz kosten dort 2 EUR. Als Prepaid (Wunschmix) oder Postpaid (Wunschtarif) verfügbar. PDF Rechnung allerdings nur bei Postpaid. Postpaid ist auch ohne Laufzeit möglich, dann aber mit höherem Bereitstellungspreis.

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  • Zitat von Modulknecht


    Nun gibt's aber keine Rechnung mehr, wie dokumentier ich das am besten glaubhaft, falls mal eine Steuerprüfung o.ä. kommt.


    Warum denn nicht? Hast du eine angefordert?
    Ansonsten, wie schon geschrieben, glaubhaft machen, also die Kontoauszüge aufbewahren. Vorsteuerabzug gibt es ohne Rechnung halt nicht, daher sollte man da schon drauf bestehen auch wenn es nur um gut 20 Euro im Jahr geht.

  • Und bitte immer daran denken - das ausgedruckte pdf ist keine Rechnung. Also immer die Datei abspeichern und unverändert sichern, und das pdf zusätzlich abheften. http://www.ferd-net.de/upload/…lektronische_Rechnung.pdf Seite 8, den Rest nur interessehalber. Wenn man den engagierten Verantwortlichen Glauben schenken darf, wird das Zugferd (heisst wirklich so!) bald zum Standard.

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  • Für den Abzug als Betriebsausgabe genügt die Glaubhaftmachung.
    Abbuchung auf dem Kontoauszug sowie andere Unterlagen warum da wer wozu Geld bekommt genügen völlig aus.


    Vorsteuer hingegen klebt am Beleg.
    "Nun gibts keine Rechnung mehr" - den Satz find ich lustig.
    Parken die auch im Halteverbot? Oder fahren über durchgezogene Linien? Gibts noch andere Gesetze, an die der Unternehmer glaubt, sich nicht gebunden zu fühlen?
    § 4, Abs.2, Nr. 2, S.2 UStG bindet auch Deinen Anbieter.
    Ein höflicher Brief mit der Bitte um Ausstellung einer Rechnung unter Setzung einer Frist;
    eine weitere höfliche Aufforderung mit der Setzung einer Nachfrist und dem Nachsatz "Eine Orientierungskopie dieses Schreibens geht an das sachlich und örtlich zuständige Finanzamt ....." beschleunigt die Dinge meistens evident.
    (Natürlich muss man sich die Mühe machen, das zuständige FA zu ermitteln; womit man der Sache aber auch eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht).


    Doch Vorsicht!
    Ich würde sehr genau prüfen, was die AGB zu dem Thema hergeben.
    Mir persönlich hinlänglich bekannt und definitiv zulässig ist die Vereinbarung, wonach nur eine elektronische Rechnung per Mail zugesendet wird - hingegen eine Papierrechnung mit X Euro zu buche schlägt.


    Nun auch noch auf die elektronische Rechnung zu verzichten / oder eine Gebühr dafür zu erheben (die dann teurer ist als die zu rettende Vorsteuer) halte ich für kritisch. Es ist immerhin eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung; da kann man mit dem Zivilrecht nicht dazwischen gehen. Ö-Recht bricht Zivilrecht.


    Einer der Vorredner, der auf die Bedeutung der "gespeicherten bits und bytes" einer Rechnung hinwies - hatte damit völlig Recht. Allerdings hat er die Rechtsentwicklung etwas verschlafen. Mittlerweile genügt es völlig, wenn man eine elektronische Rechnung ausdruckt, und "auf andere geeignete Weise" den korrekten Vorsteuerabzug sicherstellt. Der normale Rechnungsprüfungsprozess ("Ware erhalten? wenn ja o.k. - wenn nein kein Geld; Ware in Ordnung? Wenn ja o.k. - wenn nein kein Geld; Ware noch nicht bezahlt? Wenn ja: zahlen; sonst: nicht) reicht völlig aus.


    Korrekt ist allerdings auch das ernüchternde Fazit einiger Vorredner: Mit Gewalt ist kein Bulle zu melken; und die Variante auf den Vorsteuerabzug zu verzichten ist dann die am wenigsten schlechte Lösung.


    By the way... es gibt da eine andere, völlig legitime Strategie: Versuch macht kluch.
    Einfach mal die Vorsteuer ziehen - und schauen was passiert. Ich schätze, in China fällt deswegen kein Radl um.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung