Wartungsintervall 100.000km oder min 3 Jahre ?

  • In einer technischen Diskussion mit einigen Kollegen stellte sich mir die folgende Frage:
    Sieht irgendjemand einen Grund warum es nicht sehr einfach sein sollte ein Wartungsintervall von min 100.000km bei Elektrofahrzeugen oder min 3 Jahre ? Bei etwas Nachdenken sollte auch der komplette Entfall möglich sein und vollkommenen Umstellung auf predictive maintenance mit dem Normallfall >>100.000km


    Für den unwahrscheinlichen Fall von technischen Problemen oder z.B. Verschleiß der mechanischen Bremse durch ungewöhnliches Fahren kann dann ja immer noch die Bordelektronik entsprechend früher Hinweise geben.


    Interessant ist übrigens was das für das Business Modell der klassischen Wertschöpfungskette bedeuten kann - nahezu Wegfall von Wartung und massive Verringerung von Ersatzteilgeschäft.

  • Ja, das ginge bestimmt, scheint aber so nicht gewollt zu sein. Stichwort: Wertschöpfung der Werkstätten . Und Druck vom Markt gibt es da leider noch keinen. Meine Erfahrungen mit Renault Twizy und Nissan Leaf sind bisher dass der jährliche Besuch bei der Werkstatt vom Hersteller vorgegeben ist, schlimmer als bei vielen Verbrenner-Fahrzeugen ! wenn auch keine Chance dabei da ist den Aufwand so hoch wie bei Verbrennern zu machen.
    Wenn man also die Hersteller-Garantie nicht verlieren will... :(
    Wenn das Auto dann schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, würde ich auch nicht mehr hinfahren zu diesem Unsinn.



    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Natürlich geht das, machs doch einfach.
    Die Bremsflüssigkeit wird schliesslich alle 2 Jahre nur zum Spass gewechselt.
    Aber nicht meckern wenn dann während der Fahrt mal irgendwas kaputt geht und du deswegen im Graben landest, das bei einer Inspektion halt aufgefallen wäre. Und erst Recht nicht meckern wenn die Reparatur dann ziemlich teuer wird, weil halt einiges kaputt gegangen ist, was heil geblieben wäre wenn man das 10 cent teil rechtzeitig repariert hätte.

  • Zitat von Sinci

    Natürlich geht das, machs doch einfach.
    Die Bremsflüssigkeit wird schliesslich alle 2 Jahre nur zum Spass gewechselt.


    Mmhhh... komisch. Ich fahre meine Bremsflüssigkeit nun im 2,5 Jahr, nachdem meine Wertstatt vorm halben Jahr
    gemessen hat und sagte, dass alles i.O. sei.
    Und da man i.d.R. jdes halbe Jahr zum Reifenwechsel fährt, könnte man das dort kurz checken.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • nun ich mache jedes Jahr eine Inspektion, im August ist die nächste und dritte fällig, bei jetzt 240.000km macht das >80.000km zwischen jeder Inspektion.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Die hätten dir besser keinen Tesla verkaufen sollen, eba. :mrgreen:
    Schlimmer gehts jetzt nimmer beim Härtetest für Tesla. :lol:
    Mit den "Sicherheitsaposteln" braucht man sich hier auch erst gar nicht über eine Verlängerung von Inspektions-Intervallen zu unterhalten, das Ergebnis kennt man da irgendwie schon vorher, oder was meinst du dazu Sinci ?

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  • DOT 5 Bremsflüssigkeit löst auch das Problem des Wartungsintervalls für die Bremsflüssigkeit. Nichts neues, funktioniert bewährt seit vielen Jahren in vielen Systemen.
    Ist einfach nur die Frage des Einsatzes von zuverlässigen Materialien -> früher habe ich oft den Auspuff wechseln müssen wegen Rost usw. Bei meinem Audi A2 ist der Auspuff jetzt 13 Jahre alt und 250.000km ohne Probleme und sieht aus wie neu - nur mal so als Beispiel was möglich ist. Und überhaupt rosten tut der A2 auch nicht auch ohne Wartung :) Nur leider hat er noch diese billige Bremsflüssigkeit die aus Kompatibilitätsgründen nachträglich auch quasi nicht durch DOT 5 ersetzbar ist.
    Eba - schön zu sehen dass es geht - Praxiserfahrung ist ja immer das beste, besser als die graue Theorie.

  • DOT 5 gibt es nun schon über 20 Jahre. In den USA wird die gerne ab Werk eingefüllt seit über 20 Jahren schon . Hier haben die es bisher noch nicht geschafft neue Autos damit zu befüllen, da fragt man sich weshalb nur. Aber die Antwort kennt man ja irgendwie auch schon. Ein späterer Wechsel auf eigene Faust ist zwar prinzipiell möglich aber trotzdem schwierig. DOT 5 verträgt sich nicht mit DOT 4 und DOT 3. Das Bremssystem müsste dafür zuerst völlig von DOT4 oder 3 befreit werden.


    editiert: Sehe gerade, dafür gibt es auch eine Lösung: DOT 5.1

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  • Dringi: Wenn du etwas kontrollierst dann ist es doch eine Inspektion...


    Zitat von Boelckmoeller3

    Die hätten dir besser keinen Tesla verkaufen sollen, eba. :mrgreen:
    Schlimmer gehts jetzt nimmer beim Härtetest für Tesla. :lol:
    Mit den "Sicherheitsaposteln" braucht man sich hier auch erst gar nicht über eine Verlängerung von Inspektions-Intervallen zu unterhalten, das Ergebnis kennt man da irgendwie schon vorher, oder was meinst du dazu Sinci ?


    Ich denke das muss man halt differenziert betrachten. Ich halte auch nichts von ner jährlichen Inspektion sondern lieber nach km. Die Frage ist halt was man als sinnvoll erachtet als Kompromis zwischen Sicherheit und Kosten.
    Wenn jemand meint dass man zweimal um die Erde fahren kann ohne Verschleiß am Auto zu haben kann man das ja machen. Wird sich zeigen ob und ggf. wie lange das gut geht. Ich sehe allerdings keine Begründung warum am Fahrwerk, etc vom Elektroauto nirgends Verschleiß auftreten und nie etwas kaputt gehen sollte.


    Auch beim Elektroauto können ggf. mal Fahrwerksfedern brechen, Dämpfer kaputt gehen, Achsmannschetten kaputt gehen, Gelenke ausschlagen etc. pp.


    Sieht und repariert man so etwas bei ner Inspektion ist es halt ggf. deutlich günstiger als wenn man auf die Folgeschäden wartet.

  • Sinci: Wenn du es so siehst dann bin ich alle 14 Tage in der Inspektion, weil ich alle 14 Tage den Luftdruck der Reifen prüfe. Es ist für mich schon ein Unterschied, ob eine Inspektion 400 Euro kostet, oder ob eben schnell nur die Bremsflüssigkeit geprüft wird. Ein Vorgang der fünf Minuten dauert und maximal 5 Euro kostet. Meist wird das sogar als Serviceleistung umsonst durchgeführt.


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