Unterstützung bei der Planung einer neuen PV-Anlage

  • Hallo zusammen,


    wir möchten für unser neues Haus eine PV-Anlage anschaffen.
    Das Haus hat eine Grundriß von 11x9m, die lange Seite ist Richtung SSW ausgerichtet, ein Flachdach ist vorhanden.
    Der Standort ist 20km südlich von Wien/A.
    Wir sind ein 4 Personenhaushalt (2x E, 2x Kinder, 6J), verbauen eine LuftWärmepumpe mit 300l Wasserspeicher für die Warmwasserversorgung und die Fußbodenheizung.
    In unserem jetzigen Haus (Bj. 92) verbrauchen wir im Jahr ~6000kw Strom.


    Die Anlage soll den überschüssig erzeugten Strom an den Versorger abgeben, eine Anschaffung von E-Autos ist nicht geplant, eine Speicherunterstützung haben wir ins Auge gefasst, wegen der derzeitigen Kosten allerdings verworfen. Ein Pool oder andere großen Stromvergraucher werden wir nicht verwenden.


    Da wir keine Erfahrung in der PV haben würde ich gerne wissen, welche Leistungsgrößen eine solche Anlage haben sollte (Wechselrichter/Module).


    Vielen Dank für die Unterstützung,
    Martin

  • In DE würde man dir raten, 10KWp aufs Dach zu bauen.
    Das macht in AT abervermutlich eher weniger Sinn; welche Vergütung/Förderung kannst Du erwarten?


    Ich würde 5-6,5KWp an einen Fronius Symo mit 5 oder 6 KVA hängen.


    Speicher macht mit WP keinen Sinn ... auch in zukunft nicht ... im Winter steht der Speicher 6 Monate leer rum.
    Nutze die WP und den Wasserpuffer als "Speicher"

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo Seppelpeter,


    vielen Dank für Deine Antwort.
    Die Förderung über den Klimafons sieht wie folgt aus (Auszug):


    Gefördert werden ausschließlich neu installierte, im Netzparallelbetrieb geführte Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen). Der Einbau von gebrauchten PV-Modulen wird nicht gefördert.
    Es gibt keine Beschränkung hinsichtlich der Größe der Photovoltaik-Anlage, gefördert werden allerdings
    maximal 5 kWpeak. Die Erweiterung von bestehenden Anlagen wird nicht gefördert. Die Anlagen müssen
    dem Stand der Technik entsprechen und von einer befugten Fachkraft fach- und normgerecht montiert
    und installiert werden. Anlagen, die in Eigenregie errichtet werden, sind somit von der Förderaktion
    ausgeschlossen.
    Die errichtete Photovoltaik-Anlage muss mindestens 10 Jahre im ordnungs- und bestimmungsgemäßen
    Betrieb bleiben. Pro Standort kann nur für 1 Photovoltaik-Anlage im Rahmen dieser Förderaktion angesucht werden. Weiters kann auch pro Photovoltaikanlage nur 1 Förderantrag gestellt werden.
    ....


    Die Förderung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Pauschalbetrages ausbezahlt:
    • Für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen bis zur Obergrenze von 5 kWpeak gilt die Förderpauschale
    von 275 Euro/kWpeak.
    • Für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen (GIPV) bis zur Obergrenze von 5 kWpeak gilt die Förderpauschale
    von 375 Euro/kWpeak.
    Unter gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen versteht man Anlagen, bei denen das photovoltaische
    Element neben seiner üblichen Funktion der Stromerzeugung auch die Funktion von Bauelementen des
    Gebäudes übernimmt (doppelte Funktion). Der Begriff „Bauelement“ umfasst Teile der Bauwerkhülle (Dachbedeckung,
    Fassaden- und Beschattungselemente, Glasoberflächen). Ausdrücklich keine gebäudeintegrierten
    Photovoltaik-Anlagen (GIPV) sind somit PV-Module, die zusätzlich an der Gebäudehülle angebracht werden
    und keine Funktion von Bauelementen übernehmen.
    Zu diesen nicht gebäudeintegrierten Anlagen zählen weiters Anlagen, welche die Funktion des Daches eines
    Carports, Eingangs bereichs, Balkons, Gartenhauses oder einer Terrasse übernehmen.
    Die Details zu förderfähigen und nicht förderfähigen Kosten sind im Dokument „Häufig gestellte Fragen
    (FAQs )“ angeführt. Dieses finden Sie zum Download unter http://www.pv.klimafonds.gv.at.
    Unabhängig von den angegebenen Pauschalsätzen beträgt die Förderung maximal 35 % der anerkennbaren Investitionskosten. Diese maximale Förderung wird dabei für Privatpersonen auf Basis der anerkennbaren
    Bruttokosten (inkl. MwSt.) berechnet, bei Betrieben/juristischen Personen geschieht diese Berechnung auf Basis der Nettokosten.
    Bei Betrieben wird die Förderung als De-minimis-Förderung gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 vergeben. Weitere Informationen über „De-minimis“ finden Sie unter http://www.pv.klimafonds.gv.at


    Von daher würde eine Anlage mit 5KVA sicherlich Sinn machen. Was mich ein wenig ärgert, ist die Tatsache, dass dies nur ein Fachbetrieb durchführen darf. Denn die Kosten hier für den WR und die Module sind sicherlich um einiges höher als in D (wie so vieles im Vergleich zu D).


    Für den Fronius Symo 5.0-3-M habe ich auch schon eine Empfehlung bekommen, als Alternativ stand auch der Kaco blueplanet 5.0 TL3 im Raum.
    Gibt es schon Erfahrung mit diesen beiden WR, bzw. welceh Vor- und Nachteile haben diese im Vergleich?
    In D werden beide preislich ähnlich gehandelt.


    Gibt es in diesem Beriech empfehlenswerte Module, die im Preis-/Leistungsverhältnis im Rahmen bleiben?


    Ein Speicher würde für mich nur dann Sinn machen, wenn die Kosten deutlich niedriger wären und ich Verbraucher hätte, die diesen, zumindest im Sommer, in der Nacht nutzen könnten: z.B. Auto oder (wenn es dann schon verfügabr sein sollte) Motorrad

  • Ok, bis 5KWp als Förderung in AT kannte ich.
    Da Du nur 1 Mal bauen darfst, würde ich bei dem hohen Verbrauch den 5KVA oder auch 6KVA WR etwas überbelegen


    Für die WP macht nur eine Südausrichtung Sinn, also nicht auf die Idee kommen Ost/West auf dem Flachdach zu bauen.
    Das Hausdach ist ein Satteldach nach SSW? Das würde ich nehmen und das Flachdach frei lassen ... Flachdachanlagen sind mMn etwas teurer und man weiß nie, ob das Flachdach dicht bleibt. Anlage runter, Dachdecker raus und danach Anlage wieder runter kostet doppelt und dreifach.


    Bei Platz satt spricht viel für "schwächere Module mit 250-260Wp ... die Poly Module sind etwas günstiger.
    23 Module gehen in einen String und ergeben mit 260Wp dann 5,98KWp.
    Mit 275Wp Modulen könnte man auf 6,325KWp kommen.
    Alternativ dazu etwas kleiner mit 23*250Wp die 5,75KWp bauen


    Alle Vorschläge würde ich an den Fronius mit 6KVA hängen ... in DE kostet der 50,- mehr, als die 5KVA Version.


    Am Fronius WR kann man mit einem zusätzlichen S0-Zähler optisch akzeptabel den Verbrauch des Hauses visualisieren.
    Kaco kenne ich vom Namen her ... habe ich aber noch nie im Einsatz gesehen.
    Meine mal gelesen zu haben, dass die kein Schattenmanagement haben ... irgendeinen Schatten hat fast jedes Dach.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Das Haus hat ein Flachdach, nach dem Motto: klein, quadratisch, gut.
    Wir können die PV auf dem Dach Richtung Süden ausrichten, war auch mein Gedanke, das Haus ist mit der langen Seite um +10° (im Uhrzeigersinn) zur O-W-Achse geneigt, von daher ist das kein Thema.
    Ich werde im Laufe der Woche ein Angebot vom Elektriker bekommen, dass ich dann hier reinstelle um es zu beurteilen.
    Schönen sonnigen Sonntag noch an alle,


    Gruß