Steomverkauf an Miteigentümer der bewohnten Immobilie

  • Hallo,


    mal als Beispiel, Herr A und Frau B besitzen ein Grundstück (A 75% / B 25%). Herr A ist Unternehmer geworden znd errichtet seine Photovoltaikanlage / meldet diese an.


    Da Frau B ja ach den als Eigenverbrauch entnommenen Strom nutzt überlegt Herr A nun der Frau B eine Solar-Nutzungsflatrate zu verkaufen. Steuerlich wird angenommen, das sie 25% des Stroms verbraucht, die Flatrate kostet sie genau diesen Betrag Minus jährichem 35 Euro Geschenk zur Werbung für die Ökostrom Flatrate. Bleibt leider sehr wenig steuerbarer Umsatz übrig. Aber das muss man als langfristige Maßnahme zur Kundenbindung sehen, wenn der Strompreis steigt wird auch die Flatrate teurer und kommt in einen super lohnenden Bereich.


    Er stellt entsprechende Rechnungen, die Frau B bezahlt.


    Der findige Herr A überlegt nun seine Flatrate etwas schneller teurer zu machen, da der Strompreis nicht schnell genug steigt. Er muss aber auch mehr Service bieten um das zu rechtfertigen. Dafür wird er nachträglich einen Stromspeicher einbauen. Dieser wird ja nun zu mehr als 10% betrieblich - nämlich zu 25% zur Belieferung von Frau B - genutzt. Herr A ist der Auffassung, dass damit voller Vorsteuerabzug gegeben ist obgleich es ein eigenes Zuordnungsobjekt ist. Das ist es aber eben ein betriebliches. Leider kündigt die Frau B nach einen Jahr des beuen Preises den Lieferflatvertrag. Nun muss Herr B den Steom im Rahmen der Privatentnahme entnehmen und ihn seiner Lebenspartnerin schenken. Er ärgert sich wirklich sehr.


    Was würde das Finanzamt wohl sagen? Muss Herr A dann eigentlich EEG Umlage abführen - wo kann man sich informieren diesbezüglich?


    Alles nur kleine spukende Hirngespinste eines Steuerkreativen. Aber würde mich dennoch über Meinungen freuen.

    5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.


    Soll PVGIS Clim.SAF = 912 kwh/kwp
    Soll SE Prognose = 992 kwh/kwp

  • Zitat von PV-Starter1343x

    Steuerlich wird angenommen, das sie 25% des Stroms verbraucht, die Flatrate kostet sie genau diesen Betrag Minus jährichem 35 Euro Geschenk zur Werbung für die Ökostrom Flatrate.


    Wenn Du etwas steuerlich annimmst, riecht das schonmal von Grund auf nach Gestaltungsmissbrauch. Die Flatrate sollte schon betriebswirtschaftlich vernünftig kalkuliert werden (Erzeugerpreis*kwh+angemessener Gewinnaufschlag zum Beispiel), um anerkannt zu werden. Das Geschenk verstehe ich nicht, welche Werbung soll das sein - wird die Flatrate auch noch an Dritte verkauft?
    Da die Rechtslage um die Speicher derzeit noch alles andere als klar ist - mein Szenario: Wir nehmen mal kurz an, Herr A überzeugt das Finanzamt. Dann müsste für den Speicher ein eigener Berichtigungszeitraum laufen, so dass Frau B auch mindestens 6 Jahre zahlen müsste (angenommener Erstzeitraum plus 60 Monate ab Speichernachrüstung), um eine Vorsteuerberichtigung zu vermeiden.
    Und immer schön dran denken, der Prüfer kommt hinterher, er sieht also nur das Ergebnis - und legt dann die Vermutung nahe, dass hier ein "Steuerkreativer" am Werk war. Wenn Herr A sein rein betriebswirtschaftliches Handeln beweisen kann - kein Problem! :juggle:


    Zur Umlage kann ich nichts konkretes beitragen, prinzipiell denke ich jedoch, dass der Vorgang pflichtig wäre...

    55x Heckert Solar NeMo 60P 260 Wp mit 1 SMA Tripower6000 TL und 1 SMA Tripower7000 TL