Batterie Spannungen zu gering?

  • Hallo,
    ich habe mir zwei gebrauchte Akkus besorgt ( https://www.conrad.de/de/exide…2-opzs-100-la-617764.html ) mit je 12V / 100Ah.
    Ich wollte sie paralell schalten und dachte es wäre klug sie vorher zu testen. Ich habe sie an meinen Wechselrichter angeschlossen und mit einem 500W Strahler belastet. Die Ruhespannung betrug nach dem Laden 12,7V. Nach dem Anschalten des Wechselrichters brach sie auf 11,4V ein, steig dann auf 11,7 an und fiel dann langsam wieder. Bei 11,25V habe ich den Test abgebrochen, da der Wechselrichter wegen schwacher Batterie gepiept hat. Bis dahin ist fast eine Stunde vergangen, also ca. 45Ah entnommen.


    Erstmal ok, was mich aber wundert ist, das die Spannung so niedrig liegt, obwohl noch fast die Hälfte der Kapazität zur Verfügung steht. Außerdem fängt die Batterie beim Entladen auch relativ stark an zu gasen.
    Hat vieleicht schon jemand ähnliches erlebt? Kann man etwas machen, um aus den Batterien noch mehr Kapazität zu holen?


    Danke schön & Güße
    Dirk

  • Hallo.
    Die Strombelastbarkeit einer Batterie entnimmt man dem Datenblatt, standard ist 1/10 oder bei Traktionsbatterien 1/5 der Kapazität. In deinem Fall bei der 100Ah wären das jetzt 10A. Mit dem 500W Baustrahler hast du an der 12V Seite über 40A entnommen, das ist für die kleine Batterie viel zu viel und sehr heftig über längere Zeit. Wenn die jetzt über eine halbe Stunde gehalten hat ist die super :wink:
    Das die Spannung dabei so abgesunken ist ist normal, du hast nicht die Hälfte sondern wesentlich mehr entnommen, google mal nach dem Peukert Effekt!
    Grüße Toni.

  • Danke für deine Antwort. Da hatte ich irgendwie 1C im Kopf :(
    Wie kann ich den Wert aus dem Datenblatt entnehmen?
    Dort habe ich viele Tabellen


    z.B. "1,90 V/Z – Entladung in A bei 20 °C" (Auszug)
    5min - 66,5A
    30min - 41,5A
    60min - 31,5A

    bis


    1,65 V/Z – Entladung in A bei 20 °C (Auszug)
    5min - 162A
    30min - 83A
    60min - 55,5A


    Was sagt mir diese Tabelle? Die Zeit und den Strom bis die jeweilige Zellspannung erreicht ist?
    Leider sagt das Datenblatt nichts über Ladestrom/ladeschlussspannung aus. Ich wollte mit 30-40A laden.


    Ich habe den Test auch noch mit einer 12V/100Ah Gel-Batterie gemacht, bei der die Spannung nur auf 12V zusammenbricht. Der Peukert-Effekt könnte das natürlich erklären. In meinem Fall wäre dieser bei über 2 (normal bis 1,3 laut Wiki).
    Wie dem auch sei, spricht dieser Effekt also dafür, die Batterien paraell zu schalten. Ich möchte schon eine Leistung von 400W ermöglichen (30 min) sowie Anlaufströme bis 1kW (Kühlschrank).

  • Zitat von Toni1965


    Das die Spannung dabei so abgesunken ist ist normal, du hast nicht die Hälfte sondern wesentlich mehr entnommen, google mal nach dem Peukert Effekt!


    Nein, er hat nur die Hälfte entnommen. Die andere Hälfte steckt noch in der Batterie, kann nur nicht mit diesem hohen Strom entnommen werden.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Zitat von egn

    Nein, er hat nur die Hälfte entnommen. Die andere Hälfte steckt noch in der Batterie, kann nur nicht mit diesem hohen Strom entnommen werden.


    Hallo egn.
    Wie meinst du das jetzt, zweifelst du den Peukert an oder soll das ein Vortag über aktive Masse und Umwandlung usw. werden?
    Ich finde deinen Post unpassend und für den TS nicht hilfreich, auch wenn es technisch stimmt dass keine aktive Masse verloren gegangen ist.
    Grüße Toni.


  • Hallo, die Werte für 5Min, 30 Min. usw. sind für USV Anwendungen und die damit erzielbaren Überbrückungszeiten.
    Im Solarbetrieb mit täglichen Zyklen sollte man nicht auf C5 (0A bei 100Ah Batterie) gehen da das der Batterie nicht gut tut und die Lebensdauer darunter leidet. Bei Traktionsanwendungen ist das oft nicht vermeidbar, dort werden die Batterien aber weit früher ersetzt.
    Anlaufströme sind kein Problem, die hohen Dauerströme sind nicht gut.
    Grüße Toni.

  • Okay, Danke ;)
    Nun noch zum Ladestrom, da ich heute die Module kaufen wollte ;)
    Ich könnte 2x150(25A) oder 3x150W (ca. 37,5A) nehmen. Der Laderegler schafft 40A. Im Winter fällt die Belastung durch den Kühlschrank weg, dafür kommt aber eine konstante Belastung von 50W Licht für ca. 3-4 Stunden/Tag dazu.
    Als Reserve würde ich ja 3 Module nehmen, habe dann aber auch im Soller den entsprechenden Ladestrom.


    (Btw, was ist am klügsten, wenn ein Modul beschattet wird? Die Module in Reihe oder parallel?)

  • Zitat von Toni1965


    ..., auch wenn es technisch stimmt dass keine aktive Masse verloren gegangen ist.


    Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen. Die Batterie ist bei weitem nicht leer sondern die Restkapazität kann zum großen Teil bei geringerer Belastung entnommen werden, insbesondere wenn man der Batterie Zeit zur Erholung lässt, so dass sich die Säuredichte wieder ausgleicht. .

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Zitat von M4st3rM


    Ich könnte 2x150(25A) oder 3x150W (ca. 37,5A) nehmen. Der Laderegler schafft 40A. Im Winter fällt die Belastung durch den Kühlschrank weg, dafür kommt aber eine konstante Belastung von 50W Licht für ca. 3-4 Stunden/Tag dazu.
    Als Reserve würde ich ja 3 Module nehmen, habe dann aber auch im Soller den entsprechenden Ladestrom.


    (Btw, was ist am klügsten, wenn ein Modul beschattet wird? Die Module in Reihe oder parallel?)


    Welchen Laderegler hast Du denn genau und wie viele Zellen haben die Module?


    Je mehr Module Du installierst desto besser für die Insel. Es ist also nur eine Geldfrage.


    Ich bin für die Reihenschaltung so dass selbst wenn ein Modul verschattet ist der MPP noch über der minimalen PV-Spannung für den Laderegler für die gewählte Batteriespannung liegt.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Habe jetzt den Tracer 4210A (100V / 40A).
    Es sind 36-Zeller (Mppt-Spannung: 17,4V / Mppt-Strom 9,14A), Mono.
    Würde auch eine Reihenschaltung empfehlen, auch weil ich noch ne Menge 2,5mm Solarleitung habe, die würde dann reichen.