Heizungsystem gesucht für Altbau

  • Hallo,
    ich hatte ja schon einen Thread aufgemacht für eine PV - Anlage und möchte jetzt noch einmal die Meinung überhaupt zu der Heizung hören. Wir kernsanieren das ganze Haus sind also noch frei in der Entscheidung welchen Wärmeträger wir nutzen wollen. Ein Gasanschluss ist vorhanden, alle Heizungskomponenten werden auf Niedertemperatur ausgelegt.
    Ist Zustand:
    -Baujahr 1920 Dach wird nach ENEV gedämmt
    -ca. 150m²
    -Jahresverbrauch der Vorbesitzer 23000kwh davon ca. 4000kwh Warmwasser
    -Erdgeschoss FBH
    -1.OG Heizkörper
    -DG FBH


    Variante 1
    Gastherme mit Solarunterstützung


    Variante 2
    Gastherme mit Brauchwasserwärmepumpe Luft/Wasser und PV für die WP


    Variante 3
    Hybridanlage mit Heizungsunterstützung und Gastherme
    z.b Vaillant geoTherm Hybrid Luft/Wasser


    Zurzeit tendiere ich fast Richtung Variante 3 habe aber dafür wenig bis garkeine Beispiele gefunden. Die WP im Prinzip als Grundlast laufen lassen und die Gastherme für die Spitze oder an Tagen wo die Temperaturen einfach draußen zu unwirtschaftlich wären.
    Wir haben hier das Problem das ich keine Tiefenbohrung setzen kann wegen Grundwasser.
    Einen Flächenkollektor könnte man unter großen Aufwand erstellen da wir auf dem Grundstück sehr viele Bäume haben. Und unter Terassen / Carport dürfte man keine bauen soweit ich es gelesen habe.
    Viele Grüße
    Lucas

    29,805kWh
    48x 240W Panasonic HIT
    35x 345W Luxor
    18x 345W Axitec
    SE25K
    4x Eurotherm CPC 24Röhren ~20,48m², 2x500l Pufferspeicher 1x300l Warmwasser

  • Variante 4
    Gastherme ohne den anderen Schnickschnack.
    EG FBH
    1. OG FBH
    DG FBH


    Variante 5
    Panasonic Aquarea 5 kW Monoblock, wenn es von der Heizlast passt. Ohne anderen Schnickschnack.
    EG FBH
    1. OG FBH
    DG FBH

  • PV zur Unterstützung der Heizung kannst du in Deutschland vergessen! Um dir das klar zu machen brauchst du dir nur die Erträge ansehen, die dir http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php berechnen kann. Die kWh thermisch kostet bei Gas rund 6 Cent, da kommst du mit PV und Wärmepumpe nur mit viel Mühe hin (Eigenleistung etc.). Auf der anderen Seite kostet dich der Strom aus der Steckdose 25-30 Cent, weshalb es wirtschaftlich wesentlich sinnvoller ist, den Bezugsstrom zu substituieren. Daher: Version 4.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Wow, Gas verheizen anstelle sauberen Strom zu verbrauchen. Sieht so Eure persönliche Energiewende aus ? :(


    Zitat

    PV zur Unterstützung der Heizung kannst du in Deutschland vergessen! Um dir das klar zu machen brauchst du dir nur die Erträge ansehen, die dir http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php berechnen kann.


    Wenn ihr nicht gerade in einem Nebelloch lebt, dann kann kann man mit einer FBH bestimmt von 30% PV Stromanteil ausgehen (bei einer PV Anlage mit etwa 3 kWp pro 1'000 kWh WP-Stromverbrauch). Wenn man noch etwas Betonkernaktivierung macht, dann geht es bestimmt noch besser.


    Bei meinem eher schlecht isolierten Haus (Heizkörper) erreichte ich letzen Winter rund 30% Selbstversorgung. Der Rest wird durch sonstige Erneuerbare bezogen. Finanziert wird dies über die Überschusseinspeisung im Sommer.
    Gruss, Mege

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Variante 4
    gas und sonnst nix, warum?


    -Kostengünstige Installation (Gasanschluss vorhanden)
    -günstige Folgekosten für Reparaturen jeder Art
    -kann jeder Heizungsbauer
    -problemlose Technik
    -evtl PV-Anlage auf das Dach (je nachdem was Ihr verbracht)


    gegen WP-jeder Art sprechen....
    -höhere Investitionskosten
    -keine Fußbodenheizung
    -höhere Unterhaltskosten
    -Installationsfirma ist mit bedacht auszuwählen


    also wenn du nicht aus ideologischen gründen was gegen Erdgas hast, bleib dabei....

  • Zitat von Mege66

    Bei meinem eher schlecht isolierten Haus..... Finanziert wird dies über die Überschusseinspeisung im Sommer.


    Ach so, du bist einer von denen, die dafür sorgen, dass sich mancher Hertz4-Bezieher den Strom nicht mehr leisten kann. Auch 'ne Weltanschauung :?

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Wir haben Fußbodenheizung, im Erdgeschoss und Dachgeschoss wird alles neu verlegt nur im 1.Obergeschoss können wir kein Trockenbausystem einbauen weil uns die Höhe einfach fehlen würde.


    Ich möchte halt im Sommer keine Gastherme nutzen und wollte die Heizung mit überschüssiger Energie egal ob PV oder ST zusätzlich entlassten.

    29,805kWh
    48x 240W Panasonic HIT
    35x 345W Luxor
    18x 345W Axitec
    SE25K
    4x Eurotherm CPC 24Röhren ~20,48m², 2x500l Pufferspeicher 1x300l Warmwasser

  • Wieso sollte da eine Brauchwasser Wärmepumpe keine gute möglichkeit sein?


    http://www.esk-shop.de/Waermet…jIot2Pw5RbeCApRoCQMPw_wcB


    Kostet nicht die Welt und im Sommer bleibt die Gas Threme aus da die BWWP nur ca. 500 Watt von der PV benötigt und durch den COP mit ca. 1,7 Kwh das Warmwasser erzeugt.


    Ich finde das eine Prima sache die ich selbst seit ein paar Wochen einsetze. Und seit heute hängt auch die PV am Netz :D

    6,76 Kwp: 26x Heckert 260wp Module, Piko 7 neue Generation

  • Wir hatten uns mit den Nachbaren unterhalten und die durften für ihre WP keine Tiefenbohrung setzen deswegen hab ich da auch nicht weiter nachgefragt, weswegen oder warum. Es Stand auch nie so richtig zur Debatte das wir eine WP einsetzen weil ich nicht nur 35°C Vorlauftemperatur habe sondern auch 50°C für die Niedertemperaturheizkörper im 1.OG .

    29,805kWh
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    35x 345W Luxor
    18x 345W Axitec
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