Welche Akku Kapazität / Type / Volt

  • Hallo und liebe Grüße an alle Forum Teilnehmer!


    Welche Akku Kapazität würdet ihr mir empfehlen? Wie viel Volt? Welchen Akku Type - Blei oder???


    Wir benötigen für einen 230V 1,5kw Elektromotor (Pumpe für Bewässerung von Gemüse)
    3 Stunden täglich im Betrieb von Anfang April bis Oktober (hauptsächlich von 18:00 bis 21:00 Uhr) den passenden Akku.
    In der Kühleren Jahreszeit z.B. im April wird 1,5 Stunden jeden zweiten Tag reichen wenn es regnet benötigen wir keine Energie.



    Stromaufschließung am öffentlichen Stromnetz ist nicht vorhanden und könnte nur zu erheblichen kosten erfolgen.
    Wenn ich drei Tage ohne Sonne über die Runden kommen will kann ich dann die Akku Kapazität mal drei nehmen?
    Derzeit ist kein Material vorhanden also die gesamte Anlage muss gekauft werden
    Kann die Akku Kapazität später erweitert werden oder vertragen sich verschiedene Baujahre nicht besonders gut?

  • Fangen wir mit der Batteriegröße an. 3 Stunden lang 1,5 kW macht 4,5 kWh. Da die Energie erst spät am Tag gebraucht wird, muss sie also nahezu komplett durch die Batterie. Bei Inseln ist ein Pi-Mal-Daumen-Ansatz, dass die Batterie das dreifache des täglichen Bedarfs speichern können sollte, was dann 13,5 kWh wären. Da man solche Batterien nicht unter 30% State of Charge drücken sollte, landet man bei 19,28 kWh oder rund 20 kWh Nennkapazität. Da Batterien teuer sind und man sie schnell kaputt machen kann, solltest du dir dieses Wiki reinziehen: http://wiki.polz.info/doku.php


    Die Größe der PV kannst du so abschätzen, dass man an einem guten Tag soviel Energie einsammeln kann, dass es für zwei Tage reicht (so ungefähr). Das hier http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php ist der Solarrechner der EU und hier kannst du dir berechnen lassen, mit was für einer solaren Ausbeute du rechnen kannst. Die Fläche solltest du so berechnen, dass du in den Übergangszeiten noch genügend Energie sammeln kannst.


    Als Wechselrichter kommt eigentlich jeder Inselwechelrichter in Frage, der groß genug ist. Das macht die Sache jetzt etwas teuer, denn die Motore an solchen Pumpen ziehen beim Einschalten einen recht hohen Strom. Da sollte es schon ein 4 kW-WR sein, der kurzzeitig 8 kW bringen kann. Falls du noch nicht auf die Pumpe festgelegt bist, dann wären drei Pumpen á 500 Watt letztlich wesentlich preiswerter (macht die Anlage auch ausfallsicherer).


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  • Fangen wir mal bei der Pumpe an, wieviel Wasser muss denn welche Höhe gefördert werden?
    1,5KW sind da schon sehr viel und bei 3 Stunden Laufzeit kann man schon viele Kubikmeter Wasser fördern.
    Was ich damit sagen will, wenn man effektiv Wasser bewegen möchte braucht man passende Pumpen mit der richtigen Fördermenge, passenden Druck und richtigen Rohrgrößen. Damit reduziert sich auch die benötigte Batterieleistung.
    Es bringt ja nichts, eine mega Anlage für viele tausend Euro aufzubauen, da wäre es doch einfacher einen kleines Notstromaggregat zu benutzen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Hallo, ich sehe da auch keine preiswerte Photovoltaikanwendung, das wird wohl nur mit einem Notstromaggregat vernünftig finanzierbarsein.
    Grüße Toni.

  • Kleine 24V Pumpe die tagsüber einen Tank füllt
    Am besten gleich ohne Batterie


    Pumphöhe ?

    Wo wären wir heute ohne Bill Gates ?

  • Kurzer Nachtrag: Mein letzter Beitrag war dazu gedacht, den TS darauf hinzuweisen, dass es sehr teuer wird, wenn er das Problem so wie angedacht löst. Der Vorschlag von Solarm ist direkt zielführend.


    Sehr viel billiger (als mit Batterien) wird es, wenn der TS sich einen Wasserturm baut. Der Tank vom Wasserturm sollte so groß sein, dass dort Wasser für drei Tage Bewässerung rein passt und die Höhe so, dass die Bewässerung klappt. Dann Tauchpumpen suchen, die mit Gleichstrom versorgt werden können und es auch noch schaffen, das Wasser in den Tank zu bekommen.


    Da es sich bei den Pumpen um Tauchpumpen handelt (gehe ich mal von aus), kann man direkt Solarpanele mit 18V (bzw. 36 Volt für 24V-Pumpen) parallel verschalten und an die Pumpen anschließen. Da die Pumpen unter Wasser die Verlustwärme problemlos abführen können (wenn die Spannung nicht reicht, um die Pumpe laufen zu lassen) kann man die Panele direkt und ohne jede Elektronik dazwischen mit den Pumpen verschalten. Dann kann man entweder einen Füllstandschalter verbauen, der den Strom bei vollem Tank abschaltet oder man leitet per Überlauf das Wasser wieder in den Brunnen.


    Billiger geht nicht.

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  • Vielen Dank für eure Antworten.


    Also wenn Solar dann müsste der Verbraucher (Pumpe) möglichst gering im Verbrauch gehalten werden.
    z.B. 0,75KW Pumpe


    Tank füllen mit einer Gleichstrompumpe kommt mal in der ersten Planungsphase nicht in Frage (wenn dann nur wenn alles andere gescheitert ist).


    Wir sind nicht so sehr auf extrem billig fixiert das eine Solaranlage nicht ganz billig wird war von Anfang an klar. Es ist auch klar dass bei heutigem Stand der Technik ein wirtschaftlicher Betrieb in unserem Fall nicht möglich ist.


    Meine wichtigste Frage wäre welcher Akku Type???
    Blei oder etwas anderes?
    Können wir mit 10kw Akku Anfangen und später erweitern oder ist das nicht ratsam?


    Was haltet ihr von Blei Panzerplatten Akkus? Oder besser modernere Akkus wie z.B. LiFePO4?

  • Verbraucher gering halten ist der richtige Ansatz.
    Für optimierung muß man dann wissen wieviel Fläche auf welche Art bewässert werden müssen und ob das Wasser höhen überwinden muß.
    Ist ein gewisser Druck erforderlich?

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR