PV Anlage als Vermieter in Baden-Württemberg

  • Guten Morgen zusammen,


    seit 4 Wochen bin ich Betreiber einer PV Anlage für meine selbstbewohnte Immobilie in NRW und seitdem sehr interessierter Leser dieses tollen Forums :-)


    Nun wende ich mich mit einer Frage an Euch:
    Gestern habe ich auf einer Newsseite gelesen, dass in Baden-Württemberg laut der neuen Landesregierung eine Stärkung der PV-Mieterstrom-Modelle angedacht ist. Dies interessiert mich sehr mit folgendem Hintergrund:


    Ich besitze eine Wohn- und Geschäftshaus in BW mit 1 vermieteten Wohnung OG und 1 Gewerbe im EG.
    Aufgrund meiner Begeisterung durch meine eigene PV Anlage spiele ich nun mit dem Gedanken, auch für diese Immobilie die Dachfläche (Ost-West) ebenfalls belegen zu lassen.


    Mein in NRW ansässiger Solarteur hat mir derzeit von dem BW Projekt abgeraten aufgrund der EEG Umlage.
    Aber so wie ich lese, scheint es vielleicht Änderungen in BW zu geben?


    Wie könnte eine solche Haustechnik aussehen, wenn die PV Anlage (zumindest einen Teil) des Strombedarfes der beiden Geschosse bedienen könnte? Ich tappe hier noch im Dunkeln, da ich noch keine Kontakte zu einem ortsansässigen Solarteur in BW aufgenommen habe.


    Ich würde mich über Tipps und Erklärungen freuen.
    Viele Grüße
    Peter

  • Zitat von binepeter


    Mein in NRW ansässiger Solarteur hat mir derzeit von dem BW Projekt abgeraten aufgrund der EEG Umlage.
    Aber so wie ich lese, scheint es vielleicht Änderungen in BW zu geben?
    Viele Grüße
    Peter


    Moin Peter,


    also hinsichtlich Mietermodelle und EEG Umlage gibt es ja ein BGH Urteil. Und da kommt BW auch nicht vorbei. Also volle EEG Umlage!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von binepeter

    Wie könnte eine solche Haustechnik aussehen, wenn die PV Anlage (zumindest einen Teil) des Strombedarfes der beiden Geschosse bedienen könnte?


    Als Vermieter kannst du den Allgemeinstrom deines Hauses, incl. Lüftung, Klima, und Warmwasser mit Solarstrom selbst versorgen.
    Die Anlage muss dabei unter 10Kwp sein, und die Inbetriebnahme muss mindestens 12 Monate Abstand zu deiner jetzigen Anlage besitzen.
    Der Strombezug für die Vermieter sollte wegen Abrechnung und Inkasso weiterhin direkt vom örtlichen Energieversorger erfolgen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von klaus24V

    Als Vermieter kannst du den Allgemeinstrom deines Hauses, incl. Lüftung, Klima, und Warmwasser mit Solarstrom selbst versorgen.
    Die Anlage muss dabei unter 10Kwp sein, und die Inbetriebnahme muss mindestens 12 Monate Abstand zu deiner jetzigen Anlage besitzen.
    ...


    Welchen Grund gibt es für die Beschränkung auf < 10 kWp und die 12 Monate? Erkläre mal.

  • Zitat von donnermeister1

    .... die 12 Monate? Erkläre mal.


    Ich schätze klaus24V dachte die "neue" Anlage soll auf das gleiche Dach des TS....
    Aber es handelt sich ja wohl um zwei unterschiedliche Dächer.....

    Gruß Red5FS
    ---
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    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von MBIKER_SURFER


    also hinsichtlich Mietermodelle und EEG Umlage gibt es ja ein BGH Urteil. Und da kommt BW auch nicht vorbei. Also volle EEG Umlage!


    Man kann das ja auch politisch angehen, wenn sich BW im Bundesrat dauerhaft enthält, ist das für die Regierung sicher nciht immer einfach.


    Zum Thema habe ich bis jetzt nur die Absicht gefunden da was auszuarbeiten, konkretes bleibt wohl abzuwarten. Als Miteigentümer der EnBW/Netze BW kann das Land da sicher was machen, alleine die Prozesse zu vereinfachen/beschleunigen ohne sich gleich in Bundesrecht einmischen zu müssen.

  • Hallo zusammen,


    danke für Eure Antworten.
    In der Tat handelt es sich um ein neues Dach / neues Haus, dass ich selbst nicht bewohne da ich in NRW ansässig bin.


    In meinem "Installationsfiebers / Begeisterung" für PV dachte ich eben nur - etwas kurz gedacht - dass ich noch ein zweites Dach habe, dass ich sinnvoll nutzen könnte. Allerdings habe ich nicht bedacht, dass bei Vermietungen bzw. Strom für Mieter scheinbar alles anders läuft als für den klassischen Eigenverbrauch.


    Es funktioniert also nicht zum Beispiel die Lösung, dass die PV Anlage an den Zähler des EG gehängt wird (Gewerbevermietung), um zumindest dort einen gewissen Teil der Eigenversorgung erwirtschaften zu können?


    Viele Grüße
    Peter

  • Zitat von binepeter


    Es funktioniert also nicht zum Beispiel die Lösung, dass die PV Anlage an den Zähler des EG gehängt wird (Gewerbevermietung), um zumindest dort einen gewissen Teil der Eigenversorgung erwirtschaften zu können?


    Viele Grüße
    Peter


    Technisch kein Problem :D . Nur eben die steuerliche Seite, die Sachentnahme und die EEG Umlage usw.
    Da kommt schon einiges zusammen.


    Aber PV aufs Dach und Volleinspeisung - immer wieder. :D
    Wo in BW - Plz? Falls Du eine Solarteurempfehlung brauchst!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Kannst ja auch erst mal Volleinspeisung machen oder das Dach vermieten (vielleicht gar nicht so blöd, wenn man nicht in der Nähe wohnt).

    Zitat von MBIKER_SURFER

    Nur eben die steuerliche Seite, die Sachentnahme


    Steuerlich ist das ein ganz normaler Verkauf nichts mit Sachentnahme. Braucht halt einen Erzeugungszähler, weil sowohl dem Kunden als auch für die EEG-Umlage der WR nicht genügt.
    Sonst geht das rein technisch wie daheim.
    Da ohnehin EEG-Umlage fällig wird, braucht man sich auch nicht auf 10kWp begrenzen, wenn das Dach mehr hergibt.


    Als erstes wäre aber zu klären, ob der Mieter überhaupt Interesse hat. Mindestpreis, damit man im Vergleich zur Volleinspeisung nicht draufzahlt wäre für 2016 etwa 18,67ct/kWh netto.