Hilfe zu Steuerfragen für PV-Anlagenbetreiber

  • Jetzt stellt sich mir die Frage wie und ob ich diese erhaltene Vorsteuer in der Vorsteuer für den März erwähnen muss? Wird sie bei Einnahmen eingetragen?

    Vorsteuer als Vorsteuer? :/ Was soll das sein? In der nächsten UStVA? War auf der Erstattung USt ausgewiesen?


    Nein, die Erstattung ist eine BE in der EÜR.

  • Hallo zusammen und im speziellen Paulchen,


    i....und die Vorsteuer der Anlage auch schon erstattet bekommen. Jetzt stellt sich mir die Frage wie und ob ich diese erhaltene Vorsteuer in der Vorsteuer für den März erwähnen muss? Wird sie bei Einnahmen eingetragen?

    Und zweitens, macht es Sinn bei der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung bei Ausgaben schon alles reinzupacken? Versicherung, Abschreibung, Zinsen .... und was man da alles ansetzen kann. Oder sollte man das beim Jahresabschluss gerade ziehen?


    Hallo Timoto


    die erhaltene Umsatzsteuer musst du bei den Einnahmen im Konto "erstattete Umsastzsteuer von FA" eintragen. Da diese Einnahmen aber selbst völlig frei von Umsatzsteuer sind, werden Sie bei der Berechnung der Umsatzsteuer für 2020 nicht berücksichtigt.


    zu zweitens:

    Du trägst deine Ausgaben so ein, wie Sie von deinem Bankkonto abfließen: Die Versicherung kommt mit gesamten Betrag ins Konto "Beiträge, Gebühren, Versicherungen! Die ausgewiesene Versicherungssteuer ist keine Vorsteuer!)

    Die Abschreibung kannst du gar nicht selbst eintragen, das macht das Programm automatisch und sie wird nur in der EÜR berücksichtigt. Und die Zinsen, die du erfasst, enthalten normalerweise auch keine Umsatzsteuer, sind ebenfalls nur für die EÜR wichtig.


    Insofern hast du nichts "glattzuziehen"!


    mfg

    Paulchen

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, und Direktverbrauchs-Anlagen für Windows und Mac-OS
    DV-Tools auch für MAC OS - DV-Tools für je 1 Anlage auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • Danke für die ausführliche und schnelle Hilfe, das bedeutet ich mache erneut eine "Nullmeldung" beim FA, da ich noch keine Einspeisevergütung erhalte. Lediglich den eigenverbrauchten Anteil gebe ich an.


    Und bei der EÜR gebe ich tatsächlich die kompletten Jahreskosten der Gebäudeversicherung an in der meine PV Anlage versicher ist? Bei den Zinsen rechne ich mir den Anteil der PV Anlage aus dem Baudarlehen heraus oder? Ich kann ja schlecht die Zinsen des ganzen Darlehens ansetzen? Zum Thema das angeben was wirklich vom Konto abfließt? :/

  • Guten Morgen zusammen,

    ich habe nur eine kurze Verständnisfrage: Meine Anlage ist seit dem 17.01.2020 in Betrieb und ich mache seit Oktober 2019 fleißig meine USt.-Voranmeldungen. Vorsteuer aus der Anlagenanschaffung habe ich in 2019 bereits zurückerhalten.


    Im Februar habe ich ~300 kWh des produzierten Strom selber verbraucht. Als unentgeltliche Wertabgabe hat PV Steuer bei mir 24,65 cent ermittelt. Somit habe ich Einnahmen von netto 73,95 € (88 € brutto) angesetzt. 14,05 € sind dann an das Finanzamt zu zahlen.


    Von meinem Energieversorger erhalte ich monatlich 69 € brutto Vergütung, die trage ich ebenfalls als Einnahme ein und zahle Umsatzsteuer von 11,02 € an das Finanzamt.


    Macht insg. ~ 25 € die ich an das Finanzamt zahle. Ich denke die nächsten Monate werden ähnlich, so dass ich auf 300 € komme die ich an das Finanzamt zahle pro Jahr. Dem müsste ich ja am Jahresende bei meiner USt.-Erklärung irgendwelche Ausgaben gegenüberstellen um das Geld wieder zurück zu bekommen, richtig?


    Ich habe aber gar keine Ausgaben mehr, wenn ich das richtig sehe. Ich kann ja nur noch meine AfA gegenüberstellen und vielleicht einen kleinen BEtrag auf der Wohngebäudeversicherung.


    Dann käme ich so grade auf +- 0.


    Oder habe ich einen Denkfehler oder sogar was vergessen.


    LG

    Frank

  • hi tagi


    Ich nehme an du hast also normale Versteuerung gewählt und keine KUR.


    Also das mit der UST ist so:


    1. Die 69 € vom energieversorger sind bereits inklusive der UST. Das heißt von den 69 € gehören dir in Wirklichkeit nur 57.98 €. Die restlichen 11.02 sind bereits für das FA. Das gibst du nur weiter. Genauso sind die 14.05 € abzugeben. (Die meisten FA sind aber kulant genug dass du den Eigenverbrauch nur im dezember anzugeben brauchst und sozusagen den kompletten jahres Eigenverbrauch im dezember versteuerst). Das geld ist weg und das kommt auch nicht wieder.


    2. In der jahresumsatzsteuererklärung bereitest du das noch einmal sauber für das FA auf. Also du schreibst nochmal auf was du alles für einnahmen im zusammenhang mit der solaranlage hattest, und welche ausgaben du hattest. Das sollte tunlichst genau das gleiche sein wie alle deine Vorabmeldungen zusammen genommen, da du ansonsten in deinen Voranmeldungen einen fehler gemacht hast.



    3. Als letztens gibst du in der jahresmeldung noch an, wie viel du in den Voranmeldungen schon gezahlt hast. Das wird dann von deiner "Schuld" abgezogen. Und da deine Voranmeldugen ja genau so hoch sind wie die jahresmeldung (abzüglich rundungsdifferenzen) sollte dann da eine zahl von maximal 1 bis 2 euro rauskommen




    4. Sobald das FA ein jahr mit den Voranmeldugen rum hat (also ende des jahres) kannst du dich mit dem FA kurzschlissen und fragen, ob du die Voranmeldugen nicht weglassen kannst aufgrund geringer umsätze. Dann musst du nurnoch die jahresmeldung machen. Allerdings wird dann natürlich der gesamte geldbatzen, den du dieses jahr monatlich zahlst auf einmal fällig. Also solltest du den auch auf dem konto haben ;-)

  • Wirf bitte USt und ESt (AfA in EÜR) nicht durcheinander. Aber ja, die Zahlungen an das FA sind ja wohl auch Ausgaben... So wie das Vereinnahmen der USt (von VNB bzw. dir die uWa) ne Einnahme ist.

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    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Ok, vielen Dank für die Erklärung.

    Ich denke nur grad noch, ob der Ansatz der unentgeltliche Wertabgabe mit 24,65 cent nicht etwas zu hoch war. das ist doch der Preis den ich als Unternehmer mir als Privatmann in Rechnung stelle. Ich privat bezahle 27,82 cent brutto... die 24,65 cent sind aber netto, brutto sind das 29,33 cent.

    Ich verkaufe also teurer an mich selber als ich beim Stromanbieter beziehe.

  • Wenn du das aus PV-Steuer hast, dann ist da wohl wie es sich gehört anteilig die Grundgebühr mit drin (will das BMF so).

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