Hilfe zu Steuerfragen für PV-Anlagenbetreiber

  • Zitat von donnermeister1

    Kurz erklärt, ist die PV vor dem 1.4.2012 in Betrieb genommen worden, macht die KUR keinen Sinn. Wurde sie dagegen nach dem 30.3.2012 in Betrieb genommen, kann die KUR sinnvoll sein.


    Übrigens, einen Einspeisevertrag benötigst du nicht, da dein Kunde per Gesetz gezwungen ist dir den Strom abzunehmen und bezahlen.


    Umsatzsteuer beim Erwerb deiner PV dürfte auch keine angefallen sein. Sichwort Veräußerung im Ganzen.


    Also ist die Kleinunternehmerregelung für mich nicht relevant und sollte darauf verzichten da die Anlage vor 2012 in Betrieb genommen wurde?
    Der Einspeisevertrag besteht nun mal und ich bekomme ein relativ hohen Betrag pro kWh und somit kann ich diesen ja laufen lassen.
    Wie wird es dann mit der Umsatzsteuervoranmeldung gemacht, bzw ist diese aufwendig, muss diese wirklich monatlich gemacht werden oder ist das einfach eine Arbeit von ein paar Minuten.


    Welche Abgaben habe ich dann oder besser gesagt was muss ich dann dem Finanzamt an Steuern zahlen?


    Gibt es dann auch Möglichkeiten was bei der Steuererklärung abzusetzen?

  • Zitat von Rooney883


    Der Einspeisevertrag besteht nun mal und ich bekomme ein relativ hohen Betrag pro kWh und somit kann ich diesen ja laufen lassen.


    Nur mal so: Verträge, die einem keine Vorteile - eher Nachteile bringen - sollte man kündigen... umgehend.
    Hat mit der Höhe der Einspeisevergütung nichts zu tun.


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Zitat von Rooney883


    ...
    Also ist die Kleinunternehmerregelung für mich nicht relevant und sollte darauf verzichten da die Anlage vor 2012 in Betrieb genommen wurde?


    Das musst du selbst entscheiden.


    Zitat von Rooney883


    Der Einspeisevertrag besteht nun mal und ich bekomme ein relativ hohen Betrag pro kWh und somit kann ich diesen ja laufen lassen.


    Ist auch deine Entscheidung. Nur warum einen Vertrag eingehen, wenn dein Kunde gesetzlich gezwungen ist deine Energie abzunehmen und dir den gesetzlichen Preis zu zahlen?


    Zitat von Rooney883


    Wie wird es dann mit der Umsatzsteuervoranmeldung gemacht, bzw ist diese aufwendig, muss diese wirklich monatlich gemacht werden oder ist das einfach eine Arbeit von ein paar Minuten.


    Ja, muss im ersten und zweiten Jahr monatlich gemacht werden. Steht so im Gesetz. Aufwendig ist es eigentlich nicht, wenn man es erst einmal verstanden hat. Das Aufwendige ist allerdings das Verstehen der UStAE 2.5 mit der fiktiven Volleinspeisung und der Rücklieferung des DV.


    Zitat von Rooney883


    Welche Abgaben habe ich dann oder besser gesagt was muss ich dann dem Finanzamt an Steuern zahlen?


    Du musst dem FA die von deinem Kunden eingenommene USt zahlen.


    Zitat von Rooney883


    Gibt es dann auch Möglichkeiten was bei der Steuererklärung abzusetzen?


    Ja, wenn du etwas für den Betrieb der PV anschaffst, dann kannst du die gezahlte USt als Vorsteuer angeben und bekommst diese vom FA wieder.

  • Hallo!
    Als ich vor einem Jahr meine PV Anlage aufgestellt habe, habe ich mich ausführlich vom Finanzamt informieren lassen über die steuerlichen Belangte während des Betriebes so einer Anlage. Das war für mich sehr informativ und auch sehr hilfreich.


    lg Martin

  • Hallo, 2016 ist das zweite Jahr meiner PV Anlage. Letztes Jahr habe ich meine Steuererklärung noch old school schriftlich abgegeben und wurde freundlich darauf aufmerksam gemacht, es doch zukünftig via Elster zu erledigen. Hier habe ich jetzt eine hoffentlich nicht zu doofe Frage: was trage ich unter Rechtsform ein? Habe mich damals gegen die Kleinunternehmerregelung entschieden und führe meine überschaubare 3,3 kWp (plus Speicher) Anlage "einfach so", also ohne das ich irgendein Unternehmen gegründet hätte.


    Ein kleine Teil der Auswahl aus Gruppe 1 (Natürliche Personen)
    -> Hausgewerbetreibende oder gleichgestellte Person nach Heimarbeitergesetz
    -> Sonstige(r) Einzelgewerbetreibende(r) (außer Hausgewerbetreibende oder gleichgestellte Person nach Heimarbeitergesetz)
    -> Angehörige der freien Berufe
    -> Sonstige selbstständig tätige Person
    -> Sonstige natürliche Person


    -> ????????

  • Mahlzeit liebe Gemeinde,


    da ich jetzt zum 1. Mal durch meine PV (von 2016) zum Steuerfritzen gegangen bin für die Einkommensteuererklärung.
    Fragt mich dieser jetzt , müssen Sie den Eigenverbrauch nicht auch angeben ?


    Ich habe von meinem Energieanbieter eine Endabrechnung 2016 bekommen.
    Dort steht lediglich drin wie viel kWh ist verkauft habe und was ich an mtl. Überweisung bekommen habe.


    Jetzt frage ich mich, muss der Eigenverbrauch auch irgendwo angegeben werden ?
    Wenn ja wo und wie ?


    Mein Stromanbieter (ist ein anderer als der regionaler Versorger), von dem bekomme ich ja nur eine Rechnung mit den Stromkosten die ich noch bei dem bezogen habe, also was nicht die PV Anlage abdeckt.


    Ich hoffe das war verständlich.


    Kann mir da jemand weiterhelfen ?


    Sorry, ich hab ne 9,75 PV Anlage


    Cu
    Litti

  • Hi,
    ja den Eigenverbrauch must du auch aufführen.


    Summe Eigenverbrauch ist unklar ??
    Also berechnet wie folgt.
    Stromerzeugung 2016 - Einspeisung 2016 = Eigenverbrauch 2016


    Diese Summe ist dann als unentgeltliche Wertabgabe und als Sachentnahme anzusetzen.

    Gruß Red5FS
    ---
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    17 Trina TSM DC80.08 215W & SMA SB 3600TL-21 (03.06.14)
    Do it or don`t do it!There is no try!
    The Force is with you!
    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von Red5FS

    Stromerzeugung 2016 - Einspeisung 2016 = Eigenverbrauch 2016


    hätte das nicht auch der Steuerfritz wissen müssen, bzw. auch selbst ausrechnen können? :roll:

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.