Kaufberatung: DC-gekoppelter Speicher

  • Zitat von henk469

    Hallo zusammen,


    wir starten gerade den Neubau einer "EH-40+" DHH.
    Alle Voraussetzungen waren bei uns sowieso gegeben, bis auf den Batteriespeicher.


    Die Förderung ist in meinen Augen schlichtweg Wahnsinn. Halbwegs klug gemacht ist der Speicher damit geschenkt, das ist in meinen Augen nicht Sinn des Staates, Steuergelder so zu verpulvern.


    Aus Sicht des Bauherren natürlich absolut zu empfehlen.


    ---


    Von den diskutierten Systemen finde ich E3DC im Marktumfeld zu teuer, die Tesla Powerwall halte ich persönlich für eine gehypte Fehlkonstruktion (intern Hochvolt auf 48V runter geregelt, unbekannter(?) Netzstrombezug für Klimatiiserung & Co über das Netzteil, angeblich laut, schlechte Garantiebedingungen), Fronius kenne ich nicht.


    Was spricht denn z.b: gegen den Solarwatt myreserve oder einen der klassischen AC gekoppelten Speicher mit LG Chem mit Sunny Island?


    Ich glaube beim KfW Programm war sowohl eine Mindestsolarstrommenge als auch eine Mindestgröße des Speichers gefordert (hab ich grad nicht mehr auswändig parat).


    Außerdem überwiegend Eigenvebrauch. Bei nur 4000-5000kWh im Jahresverlauf mit Wärmepumpe kannst Du überwiegend Eigenverbrauch bei einem 5kWp System ziemlich knapp, wenn man das seriös rechnet. Der Bedarf für Raumwärme passt halt nicht zum PV Angebot, der Speicher nutzt diesbzgl garnix. Auch fürs Warmwasser ist er im Grunde überflüssig, das speichert man besser in einem Warmwasserspeicher.
    Bleibt also nur der Haushaltsstrom und das sind dann vielleicht noch 2000-3000kWh bei Euch? Davon könnt ihr dann vielleicht 70-75% selber erzeigen/verbrauchen.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von Zellenschaden

    Ein Handyakku macht nach 4 Jahren die Grätsche, im Zweifel andere Technologie,..].



    Ich hab einen (ungenutzten) (Li) LCO Akku zuhause herum liegen, der nach 18 Jahren noch über 90% der aufgedruckten Kapazität hatte. Kalendarische Alterung hängt also von der Art der Zelle ab.


    Bosch hat für die verbauten SAFT (Li) NCA Zellen in den eigenen (sehr hochpreisigen) Stromspeichern eine kalendarische Lebensdauer von 37 Jahren "simuliert".


    Ich habe große Zweifel, ob viele der heute verkauften Batteriespeichersysteme so lange halten wie versprochen, gehe aber mal davon aus, dass es einige sehr wohl tun werden. Welche weiß ich auch nicht.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp


  • Bzgl. Powerwall intern 48V und per Hochsetzssteller auf Hochvolt!


    Ich würde in punkto Zuverlässigkeit und Variabilität den E3DC auf 1 setzen!
    Preislich hat sich aktuell nochmal etwas getan!


    Auch Fronius läuft mittlerweile nach einigen Bugs stabil,
    und ist von den verwendeten Komonenten (Sony) eine Alternative!


    Bzgl. Powerwall sollten die Kinderkrankheiten in Verbindung mit SolarEdge weitgehend ausgemerzt sein!

  • Puh, da hat sich ja einiges getan, seit ich das letzte mal da war.
    Ich hoffe ihr seht es mir nach, wenn ich jetzt auf die ganzen Kommentare bzgl. Rentabilität nicht mehr eingehe. Ich denke einige haben es verstanden, andere wollen unter Umständen nicht verstehen, das in meinem besonderen Fall der Speicher halt doch rentabel sein kann.


    Hier nur noch die Anforderungen für KfW-EH40+ an die Photovoltaik/Speicher:



    Die Visualisierung ist kein Problem, die 60% sehe ich mit entsprechenden Verbauchern auch nicht als Handicap und die größe des Speichers ist auch im Rahmen. Somit ist es bei mir tatsächlich nur der Speicher, der mir einen Tilgungszuschuss von 5000€ beschert.
    Ich gebe euch da durchaus recht, unter anderen Rahmenbedingungen würde ich den Speicher auch nicht installieren. Ich gehe davon aus, dass ich max. 1000-1500kWh/a durch den Speicher Schleusen werde. Bei grob 0,10€ Einsparung pro kWh lohnt sich das ganze sonst nicht wirklich.



    Jetzt aber nochmal zum eigentlichen Thema:


    Für mich kristallisiert sich jetzt raus, das E3/DC, Fronius und auch LG/SMA alles zuverlässige Speichermöglichkeiten auf einem Level sind, richtig?
    Preislich am attraktivsten wäre wahrscheinlich der Fronius, da ich hier keinen zusätzlichen WR brauchen würde.
    Ich werde mich dann nochmal mit Duke unterhalten, was die persönlichen Erfahrungen angeht.


    Bzgl. der LG-Batterien: Ich habe hier mal irgendwo den Hinweis darauf gelesen, dass da etwas neues kommen soll. Ist schon bekannt wann und was? Im netz habe ich da leider nichts gefunden.


  • Der LG in Kombination mit SMA/Nedap oder Solax wird das günstigste System sein!
    Von LG Chem wird eine Hochvolt Batterie kommen die kompatibel mit dem SMA Storage 2.5 sein wird!
    Von LG Electronic wird ab Ende Juli ein 3Phasiges System mit Touch Screen kommen!
    Eckdaten DC seitig bis ca 6.5kWp Modulleistung, Batterieseitg 3kW hier wir der verwendet Resu 6.4 als Akku verwendet!

  • Zitat von henk469

    Hier nur noch die Anforderungen für KfW-EH40+ an die Photovoltaik/Speicher:


    Ich lese da noch was ganz anderes heraus, nämlich dass man sich den ganzen Klumpatsch sparen kann, wenn man nicht einspeist. Da steht immer "Bei netzeinspeisenden Photovoltaikanlagen..." Es ist nirgends aber, zumindest in dieser Passage geregelt, dass die Anlage einspeisen muss. Daraus schlußfolgere ich zunächst, dass auch eine nichteinspeisende Halbinsel gefördert werden würde. Damit entfiele die Abregelung, die Fernsteuerung etc. dies wird noch bestätigt durch den Satz:
    "Der am Gebäude oder dessen Nebengebäuden erzeugte Strom sollte überwiegend im Gebäude selbst genutzt werden"
    Wenn dem so ist, würde ich an Deiner oder Eurer Stelle (Seevetaler) mal für Euch rechnen, ob das nicht noch mehr Sinn macht. Dann entfallen alle Steuern auf eigenverbrauch, leider auch der vorsteuerabzug, aber es kann sich rechnen, insbesondere, wenn noch gefördert wird. Selbst ohne Einspeisung muss der eigenerstellte Strom nur unter den Kosten des Bezugsstromes liegen, allerdings hängt dies direkt mit dem eigenverbrauch zusammen, der schon eine gewisse Größenordnung erreichen muss. Mit Warmwasser im sommer und elektroauto sollte dass allerdings möglich sein, zumindest scheint das bei mir noch zu passen. Ich rechne mit plus minus 15 Jahren für die Amortisation meiner Halbinsel...
    Problematisch ist natürlich ein Hersteller/Lieferanten für eine Halbinsel zu finden, und ich weiß auchnciht, ob die KFW eine eigenerstellte Anlage, die die Bedingungen erfüllt akzeptieren würde.

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Hallo, ich bin Max von enerkeep. Wir haben vor Kurzem eine Internetseite mit Berechnungstools für Batterien gestartet, die für Eure Fragen vielleicht interessante Ansätze liefern kann:


    1. Wie bereits in den anderen Beiträgen beschrieben, ist die Größe des Speichers sehr wichtig für dessen Wirtschaftlichkeit. Dieser Faktor wird oft unterschätzt! Hier eine ausführliche Erläuterung zur Wirtschaftlichkeit und Batteriegröße: http://www.enerkeep.com/solarstromspeicher-preise-kosten


    2. Zur eigentlichen Frage dieses Threats -der Kaufberatung- kann ich Dir unseren Speicherrechner ans Herz legen, mit dem man seine optimale Speichergröße berechnen kann; Direkter Link zum Rechner mit Deinen Werten, henk469 : http://www.enerkeep.com/DE/de/…ield=900&el-consumed=5000


    3. Zu den Kosten: Der Vollständigkeit halber könnte sich ein Blick auf das AC-System von Sonnen und den Hybridspeicher von E3/DC derzeit lohnen, denn beide bieten aktuell attraktive Rabatte auf Ihre Systeme.


    Feedback oder Fragen jederzeit gerne an mich: max@enerkeep.com

  • Zitat von Zellenschaden


    Wenn dem so ist, würde ich an Deiner oder Eurer Stelle (Seevetaler) mal für Euch rechnen, ...


    Moin!


    Da hier meine Nick fiel, melde ich mich mal zu Wort... :D

    Die ganze KfW40+ Geschichte hat einen erheblichen Haken, der mir zu Beginn gar nicht klar war:
    Das Haus muss nämlich nachweislich (also über entsprechende Zähler) eine positive Energiebilanz haben. Dies bedeutet, dass sämtlicher Heiz- und Verbrauchsstrom rechnerisch selbst erzeugt werden muss und schlussendlich der Endenergiebedarf negativ sein muss. Dies führt zwangsläuftig zu einer recht großen PV-Anlage und entsprechend großem Speicher.
    Nach Rücksprache mit dem Energieberater haben wir uns entschieden, auf das "Plus" zu verzichten, denn die Geschichte rechnet sich aufgrund der Anforderungen doch nicht. Wir bauen also nur noch nach KfW40 ... :wink:

  • Wo steht denn das? Die PV Anlage muss 500 KWh/Wohneinheit/a plus 10 kWh /m2 Gebäudenutzfläche/a liefern (Berechnung nach DIN 15316 mit Klimadaten von Potsdam). Der Speicher muss 1 Stunde der dafür notwendigen Peakleistung an nutzbarer Kapazität haben.


    Vermutlich wird man dann bilanziell positiv, aber als Bedingung steht das nicht drin.


    Gruß Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH