Drosselung von PV Anlagen

  • Hallo ,


    Ich brauche bitte paar Infos über die Drosselung von PV-Anlagen: was ist eigentlich eine Drosselung? wozu wird das benutzt? wie lauten die Rahmbedingungen zur Drosselung und wie wird eine Drosselung technisch umgesetzt? wie häufig werden Anlagen gedrosselt in abhängigkeit der Anlagengröße und Ausrichtung? wie kann festgelegt werden, dass eine Anlage gedrosselt ist und was für maßnahmen sind erforderlich, um dennoch aussagekräftige IR-Aufnahmen zu erstellen? kann die Drosselung von Nutzen sein um gravierende Modulfehler zu entdecken?


    Freue mich schon auf Ihre Antworten! Bitte versucht die Fragen ,klar und deutlich zu beantworten ,damit ich besser verstehen kann. Vielen dank . Wenn Ihr auf PDF-Datei über die Drosselung habt, könnt mir gerne den Link weiterleiten. Vielen dank

  • Willkommen hier im Forum, aber Deine Frage wird von dem, der sie Dir beantwortet, deutlich mehr Mühe verlangen, als es Dir abverlangt hätte, die "Suche" Funktion hier zu nutzen, um grundlegende Infos zu erhalten und vielleicht nur ein Detail nachzufragen.
    Ich hoffe, ein User nimmt sich die Zeit und hat Lust auf diese anspruchsvolle und umfangreiche Antwort.


    Nochmals, sei trotzdem rechtherzlich hier willkommen !

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Aus dem Energie-Erhaltungssatz ergibt sich, dass in einem Stromnetz die gesamte Energie, die eingespeist wird, auch verbraucht werden muss. Zur Regelung wird die Spannung und die Frequenz genutzt. Wird mehr Energie eingespeist, als eigentlich benötigt wird, dann steigt die Frequenz (Motore drehen schneller und verbrauchen deshalb mehr) und/oder die Spannung (der Verbrauch von ohmschen Lasten steigt im Quadrat mit der Spannung; das Wasser wird also schneller heiß).


    Leicht vereinfacht dient die Drosselung bei kleinen PV-Anlagen dazu, die mittags erzeugte Einspeisungsspitze zu kappen; das sind die 70% weich oder hart (weich: regelungstechnische Lösung; hart: WR ist entsprechend kleiner). Bei größeren Anlagen wird mit Fernwirktechnik gearbeitet und die Kappung kann zu beliebigen Zeiten erfolgen. Damit der Stromversorger diese Kappung nicht willkürlich macht, ist er verpflichtet, den nicht abgenommenen Strom trotzdem zu bezahlen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo und willkommen im PV-Forum :D


    Zitat von nzanguegildas

    ch brauche bitte paar Infos über die Drosselung von PV-Anlagen: was ist eigentlich eine Drosselung? wozu wird das benutzt? wie lauten die Rahmbedingungen zur Drosselung und wie wird eine Drosselung technisch umgesetzt? wie häufig werden Anlagen gedrosselt in abhängigkeit der Anlagengröße und Ausrichtung? wie kann festgelegt werden, dass eine Anlage gedrosselt ist und was für maßnahmen sind erforderlich, um dennoch aussagekräftige IR-Aufnahmen zu erstellen? kann die Drosselung von Nutzen sein um gravierende Modulfehler zu entdecken?


    Die gesetzlichen Vorgaben sind im EEG § 9 "Technische Vorgaben" festgelegt:
    http://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/
    Das wären die Rahmenbedingungen nach denen du gefragt hast.


    Die Drosselung hat also nichts mit der Fehlersuche an PV-Anlagen zu tun, sie soll im Prinzip der Netzentlastung dienen und die Einspeisung von Leistungsspitzen vermeiden.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die ganzen Fragen ein Referat/Hausaufgabe beantworten soll, nix für Ungut.

  • Zitat von crazy horse

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die ganzen Fragen ein Referat/Hausaufgabe beantworten soll, nix für Ungut.


    Damit könntest du nicht ganz falsch liegen. :wink:


    Und diese Recherchen im Netz sind ja immer so müüühsaaam! Da kann man besser den Berg zum Propheten kommen lassen.


    Tut mir leid TO mit dem unaussprechlichen Namen. Deine ersten beiden Beiträge sind zwei relativ allgemeine Fragen ohne näheren Hintergrund. Da muss einfach dieser Eindruck entstehen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Könnte einer der Mods das thema mal aus "PV News" verschieben!? :danke:
    Weil in das Unterforum gehört es garantiert nicht rein.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • eigentlich unverständlich, warum gerade Kleinanlagen, welche einen geringen Anteil an der Stromerzeugung haben, auf 70% gedrosselt werden sollen bzw. müssen. Gerade bei Kleinalagen mit Eigenverbrauch und nur Einspeisung der Überschüsse wird eine zus. Abregelung nicht erforderlich sein. Kann mir aber gut vorstellen, das in kleinereren Ortsnetzen die Abregelung Sinn macht da sonst die Netzspannung zu stark ansteigen würde und die Wechselrichter dann wegen Überspannung komplett aussteigen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von klaus24V

    eigentlich unverständlich, warum gerade Kleinanlagen, welche einen geringen Anteil an der Stromerzeugung haben, auf 70% gedrosselt werden sollen bzw. müssen. Gerade bei Kleinalagen mit Eigenverbrauch und nur Einspeisung der Überschüsse wird eine zus. Abregelung nicht erforderlich sein. Kann mir aber gut vorstellen, das in kleinereren Ortsnetzen die Abregelung Sinn macht da sonst die Netzspannung zu stark ansteigen würde und die Wechselrichter dann wegen Überspannung komplett aussteigen.


    Nunja. Die Alternative wäre eine komplett aktive Regelung von zusätzlich ca 500.000 - 1 Mio Anlagen (wie man halt Kleinanlage definiert).
    Mit der aktiven Regelung könnte man dann 0%, 30%, 60% .. vorgeben.


    70%-hart ist defakto 2-3% Verlust an Energieerzeugung. Während sich die installierte potentielle Einspeiseleistung um 30% verringert. Im Großen und Ganzen realisiert in dem man der WR eine Nummer kleiner wählt. Das war in der Vergangenheit mal ein zu berücksichtigender Faktor. O-W Anlagen sind defakto gar nicht betroffen, da dort die WR eh so klein gehalten werden können.


    Die 70%-Regelung war wohl das so ziemlich *vernünftigste* was man sich an Massnahmen überlegt hat. Man hat über die 70%-Weich-Variante sogar wieder die Möglichkeit privates Geld zu verbrennen.


    Jede andere *Lösung* bringt viel mehr Aufwand und Kosten mit sich.

  • Für 70% mag das noch gelten, weil da hauptsächlich reine Südanlagen von betroffen sind. Der Weg der bei der KfW-Speicherförderung beschritten wird, dass es nur noch 50% sind die eingespeist werden zeigt wohin der Weg geht. Willkür um dem Hausdach-Markt effektiv abzutöten.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“