Anlage vor Zählerwechsel laufen lassen?

  • Hallo zusammen, ich bin nun stolzer Besitzer einer Pv Anlage .
    Mein Solarteur hat alles bei der Bundesnetzagentur und dem Energieversorger angemeldet nur die Jungs rühren sich nicht.
    Ich habe die Anlage bei dem schönem Wetter laufen lassen, der Zähler zeigt weniger kw an als beim Ablesen Anfang April.
    Soll ich die Anlage laufen lassen was passiert wenn der Zählermonteur den Zählerstand abgleicht?
    Ein ausschalten der Anlage vor dem Zählertausch ist klar :roll:

  • Und schon ist es wieder da: Das schlechte Gewissen! :mrgreen:

    Ich weiß, daß ich nichts weiß, und kaum das. Karl Popper

  • Ist natürlich blöd, wenn der Zähler jetzt weniger anzeigt. Sollte allerdings nicht dein Problem sein. Deine Anlage ist fertig, gemeldet, betriebsbereit, entspricht den Regeln der Technik. Lt. Gesetz hast du eine Anspruch auf Anschluss und Einspeisung. Wenn dein VNB es nicht schafft den Zähler zu wechseln, ist das nicht in deiner Verantwortung. Muss eben geschätzt werden.

  • Der formhalber musst Du dies selbst bei der Bundesnetzagentur gemeldet haben, wobei vielleicht der Solarteur Dir dabei über die Schulter geschaut hat.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von donnermeister1

    Ist natürlich blöd, wenn der Zähler jetzt weniger anzeigt. Sollte allerdings nicht dein Problem sein. Deine Anlage ist fertig, gemeldet, betriebsbereit, entspricht den Regeln der Technik. Lt. Gesetz hast du eine Anspruch auf Anschluss und Einspeisung. Wenn dein VNB es nicht schafft den Zähler zu wechseln, ist das nicht in deiner Verantwortung. Muss eben geschätzt werden.


    Hier mal eine Frage vom guten Gewissen... greift in solchen Fällen nicht §14 NAV? Mir war so als hätte der VNB eine Frist von bis zu 6 Monaten die Anlage abzunehmen, bzw. den Zähler zu setzen, Hab dafür aber gerade nicht die rechtliche Vorgabe zur Hand. Alles andere würde doch als Schwarzeinspeisung zählen oder nicht?
    Ok, vielleicht doch eine Frage vom schlechten Gewissen :twisted:

    Tell me moooooooore...

  • Die Frage ist, was dir grund zum schlechten gewissen liefert:


    * rechtlicher aspekt, dass es nicht der norm ensprechen koennte
    * steuerlicher aspekt, dass du durch das einspeisen eine verkürzung deiner rechnung vornimmst


    variablen: zaehler mit ruecklaufsperre oder nicht, anlage fix fertig abgenommen oder nicht (pruefprotokoll vorhanden)


    sehr akkademische auseinandersetzung, muss schon sagen... ;)

  • Zitat von Boecke

    Hier mal eine Frage vom guten Gewissen... greift in solchen Fällen nicht §14 NAV? Mir war so als hätte der VNB eine Frist von bis zu 6 Monaten die Anlage abzunehmen, bzw. den Zähler zu setzen, Hab dafür aber gerade nicht die rechtliche Vorgabe zur Hand. Alles andere würde doch als Schwarzeinspeisung zählen oder nicht?
    Ok, vielleicht doch eine Frage vom schlechten Gewissen :twisted:


    die "rechtliche Vorgabe" dazu steht in § 8 Abs. 1 EEG und heißt "unverzüglich vorrangig"


    nix mit "Frist von 6 Monaten"
    btw. was meinst du mit "Schwarzeinspeisung"?

  • Der Zähler hat natürlich keine Rücklaufsperre sonst würde er nicht rückwärts laufen.
    Die Anlage ist fertig und vom Solarteur bei Eon angemeldet.
    Wenn er eine Rücklaufsperre hätte würde ich mir nicht diese Gedanken machen.Ich denke auch das ein niedrigeren Zählerstand als vor fast 2 Monaten Ärger verursachen kann

  • Zitat von Boecke

    greift in solchen Fällen nicht §14 NAV?


    Die NAV gilt nach §1 ausdrücklich "nicht für den Netzanschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas" da gilt das EEG. Das hatten wir hier schon öfter, aber du bist ja noch nicht so lang hier, da kann man das mal wiederholen. Sollte in den TAB was anderes stehen, steht das Gesetz da drüber und die Sicherheit etc. hängt ja nicht vom Zähler ab.